Posts Tagged ‘Wildkräuter’



Das Beste unterwegs

Saturday, February 4th, 2012

Das kulinarische Highlight des Tages: Platterbsen. Blüten & Blätter – so lecker, wie süße Sahne. Mit Honig. Oder so. Jedenfalls köstlich – wir haben gemeinsam ein ganzes “Beet” am Wegesrand abgefuttert, die Tochter & ich. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit wachsen die Wildkräuter diesen Winter nur recht spärlich – entsprechend groß war unsere Freude über das heutige Festmahl.

Und das gab es heute: ca. 1 kg Papaya. Ca. 1 kg Cherimoyas. 10 Deglet Datteln. Platterbsen, Melde, Malve. Datteltomaten, 1/2 Avocado, Melde.

Viele Früchte, wenig Fett, mono … plus GRÜN

Thursday, February 2nd, 2012

Ein paar Tipps, wie vegane Rohkost für mich gut funktioniert!

  • Genug essen! Ich empfehle nicht, die Kalorien zu zählen, aber iss so viel, dass du richtig satt bist. Iss, wenn du Hunger hast. Wenn du Gelüste auf Gekochtes oder auf fettige Gourmet-Rohkost bekommst, hast du entweder zu wenig Früchte gegessen – oder zu wenig Grünzeug!
  • Esse so oft wie möglich mono – damit kommt dein Verdauungssystem am besten klar.
  • Wenn du kombinierst, achte auf günstige Kombinationen. Zuckerhaltige Früchte nicht mit Fett kombinieren.
  • Iss reife Früchte – unreife Früchte sind schwerer verdaulich, schlechter bekömmlich.
  • Sorge dafür, dass du immer genug reife Früchte im Haus hast!
  • Trink Wasser, falls nötig. Früchte enthalten viel Wasser & wir nehmen außerdem viel über die Haut auf, aber Schwitzen bei körperlicher Anstrengung, Heizungs-/Klimaanlagen-Luft und einiges mehr kann dennoch zu einem zusätzlichen Wasserbedarf führen.
  • Sorge dafür, dass du genug Zucker (aus Früchten!), Wasser, Sonne & Schlaf bekommst – spätestens dann, wenn du dich emotional angeschlagen fühlst.
  • Iss wenig Fett! Fett ist notwendig, aber nicht die geeignete Wahl, um sich damit satt zu essen. Eine halbe Avocado oder eine Handvoll Nüsse pro Tag (im Schnitt) sind ein guter Anhaltspunkt!
  • Iss täglich dunkelgrüne Blätter, am besten Wildkräuter!
  • Gemüsefrüchte (Tomaten, Zucchini, Gurken, Paprika …) sind leichter verdaulich als stärkehaltige Wurzelgemüse.
  • Iss morgens wasserhaltige Früchte (Melonen, Orangen, Papayas …) & gehe im Laufe des Tages zu gehaltvolleren Früchten (Bananen, Mangos, Datteln, …) über. Abends Grünes, Gemüse(früchte) & evtl. Fettfrüchte (in kleinen Mengen).
  • Vergiss nicht: du isst um zu leben – nicht umgekehrt.

Immer reife Bananen im Haus - & du hast nie Hunger!

Drei-Königs-Log

Saturday, January 7th, 2012

Mit dem Tag der Heiligen Drei Könige, Los Reyes Magos, ist nun auch bei uns die Zeit der weihnachtlichen Feiertage vorbei. Eine typische Speise an diesem Tag ist hier der Dreikönigskuchen, Roscón de Reyes. (wie in Frankreich & scheinbar auch zumindestens in einigen Teilen Süddeutschlands … jaja, komisch, wieviel Neues ich in diesem Jahr über den Süden Deutschlands schon gelernt habe. Und dafür musste ich mich erst viele Tausend Kilometer weit weg bewegen … ). Eine Tradition, zu der ein Spiel gehört: im Kuchen ist eine getrocknete Bohne, Münze oder eine kleine Porzellanfigur mitgebacken. Wer sie in seinem Stück findet, ist für diesen Tag König(in) der Familie. Wir haben uns, des aufwändigen Zubereitens grad etwas müde, für eine einfache Variante “Kuchen” für dieses Spiel entschieden: entkernte Deglet-Datteln, in einer davon eine Mandel versteckt.

Wie der Tag sonst so aussah … geloggt:

[bewegt] Feiertags-SpaziergangWanderung
[gegessen] 4 kleine Cherimoyas. 6 sehr kleine Karambolen. 1 Banane. 1 Granatapfel. 1 Mango mit Petersilie. Malve & Melde. Viele Datteln.
[wellness] Sonnenbad am Mittag, warme Dusche & ein bisschen Drumherum am Abend.
[seelennahrung]
[und sonst] Ein spannendes Gespräch mit den Kindern über Autarkie bei der Nahrungsversorgung. Die eigene Nahrung selber anzubauen … und natürlich auch das Wissen über die Essbarkeit wilder Pflanzen … wieviel Freiheit uns das bringt! Ich hoffe, dieser Freiheit in diesem Jahr etwas näher zu kommen. Erfreulich am Rande: der nicht-rohköstlich lebende Sohn hat währenddessen die Melde für sich entdeckt :)

Frühlingsgefühle am 12. Dezember

Monday, December 12th, 2011

Endlich wachsen sie wieder!

Das Gleichgewicht bewahren

Tuesday, November 15th, 2011

Immer wieder sind unterschiedliche Meinungen zur Rohkostgestaltung zu lesen & zu hören. Gerade beim Thema Früchte scheiden sich die Geister: viele Früchte oder besser nur wenige, gar keine? Schadet der viele Fruchtzucker? Ist in den Früchten alles drin oder mangelt es uns an Mineralien, wenn wir überwiegend Früchte essen? Bringen sie den Blutzuckerspiegel aus dem Gleichgewicht oder nicht? Sicher basieren die verschiedenen Meinungen auf unterschiedlichen Erfahrungen auf der Suche nach dem “richtigen” Weg. Leben bedeutet Veränderung & je nach Lebenslage entwickelt sich gewiss der individuelle Bedarf. Auch nicht zu vernachlässigen ist dabei das jeweils vorhandene Angebot an Früchten und anderen Nahrungsmitteln. Was euch auf Dauer gut tut, findet ihr nur selbst heraus – indem ihr es ausprobiert, auf euren Körper & euer Wohlbefinden achtet & so den für euch richtigen Weg findet.

Meiner Erfahrung nach schwierig ist es, sich überwiegend von sehr gezüchteten Früchten ohne geeigneten Ausgleich zu ernähren. Abgesehen davon, dass sie aufgrund der Züchtung krankheitsanfällig sind & dementsprechend viel behandelt werden müssen (Beispiel: helle Weintrauben), enthalten sie tatsächlich übermässig viel Fruchtzucker & kaum noch Mineralien. Was den Effekt hat, dass man davon kaum satt wird, endlos weiteressen kann, ohne dass ein Zufriedenheitsgefühl oder gar eine Sperre eintreten. Der Blutzuckerspiegel lässt sich damit kaum stabil halten & es kommt nach einiger Zeit zu Beschwerden wie Abmagerung, Karies, Pilzen, Unzufriedenheit. Zu diesen nicht so empfehlenswerten Früchten gehören zum Beispiel Melonen, helle Trauben, die üblicherweise im Handel angebotenen Bananen, Orangen, Äpfel, Mangos.

Viel besser sind wilde Früchte. Von der Natur hervorgebrachte, die auch ohne menschliche Betreuung weiterwachsen. Wild sammeln könnt ihr zum Beispiel diverse Beeren (Brombeeren, Weissdorn, Himbeeren), Eibenfrüchte, Kornelkirschen, Felsenbirnen und mehr. Im Handel oder über Versender erhältlich sind unter anderem Kaktusfeigen, Feigen, wilde Mangos, Gemüsebananen, Tamarillos, Zitronen, grüne Kiwis, Sapoten, Wilddurian und mehr. Auch Ananas & Beeren, wobei es dabei ebenfalls gezüchtete Arten gibt. Gut zu erkennen ist die Bekömmlichkeit am Eintreten einer Sperre nach ausreichender Aufnahme der jeweiligen Frucht. Also deutlichen Zeichen des Körpers, wenn er genug hat. Das kann ein Brennen im Mund sein, die Nase beginnt zu laufen, die Frucht schmeckt plötzlich nicht mehr gut oder gar unangenehm. Bei Ananas hat das vermutlich jedeR schon einmal erlebt. Auch Feigen und grüne Kiwis haben noch eine recht klare Sperre. (was natürlich nur zuverlässig funktioniert, wenn die Früchte mono & ganz gegessen werden; nicht gemischt oder gar zum Smoothie oder ähnlichem verarbeitet).

Was nun aber, wenn wilde Früchte nicht zur Verfügung stehen? Gemüse sind praktisch alle gezüchtet; zwar haben sie gegenüber den gezüchteten Früchten immerhin den Vorteil, dass sie nicht so süß sind, dafür sind sie für manchen teilweise schwer verdaulich. Gut bekömmlich sind in der Regel die Gemüsefrüchte wie Tomaten, Paprika, Gurke. Einen guten Ausgleich zu gezüchteten Früchten bieten zum Einen die Fettfrüchte (Oliven, wilde Avocados, Kokosnüsse, Mandeln, Macadamia, Sonnenblumenkerne, Safus usw) & natürlich Grünzeug! Allem voran die Wildkräuter, die täglich und am besten zu jeder (insbesondere Frucht-)Mahlzeit gegessen werden sollten! Ersatzweise gehen auch mal dunkelgrüne Blattgemüse & Kräuter.

Genießt das reichhaltige Angebot in Deutschland – noch gibt es Wildkräuter, & falls ihr demnächst, im Winter, keine mehr findet: esst Spinat, Postelein, Feldsalat, Petersilie, Grünkohl, andere Wildsalate. Nicht zu vergessen die Brombeerblätter, die es den gesamten Winter über gibt & die auch unter dem Schnee noch gut zu finden sein werden … mich haben sie hier, wie schon erwähnt, über den Sommer gerettet & ich freue mich jetzt über die langsam wieder sprießenden Wildkräuter. Wilden Fenchel, Malve, winzige Brennesseln und Breitwegerich habe ich heute gefunden *freu*. Was wächst in Deutschland jetzt noch?

Auch wenn ich es in mehrfacher Hinsicht für sinnvoller halte, Früchte & Grünes pur, ganz, ungemischt, mono zu essen, will ich euch nicht unbedingt von Smoothies abraten. Besser als nur gezüchtete Früchte sind auf jeden Fall Smoothies aus diesen Früchten mit Grünzeug. Oder auch aus Gemüse & Grünzeug. Gerade bei den winterlichen Brombeerblättern mit ihrer doch gewöhnungsbedürftigen Konsistenz fällt das Essen vielen schwer. Im Gegensatz zu Säften, die nur ein Extrakt & damit zwar den Zucker, nicht aber die Ballaststoffe aus den Zutaten enthalten, ist in den Smoothies noch alles drin! Verwendet aber nur Wildkräuter, die ihr kennt & die ihr zumindestens in kleiner Menge auch pur essen könnt. Und am besten nur möglichst wenige Zutaten, insbesondere nur eine Fruchtsorte zur Zeit, verwenden.

Grün grün grün

Monday, October 3rd, 2011

Es wird wieder grüner auf unseren Tellern: Borretsch im Bioladen (ja, ich habe ALLES aufgekauft! & es hat nicht lange gehalten :) ), Löwenzahn & Spinat auf dem Bauernmarkt, Brombeerblätter beim Wandern oberhalb der Caldera – gemeinsames Futtern dort mit 3 begeisterten Kindern, die Tochter hat’s vorgemacht, die anderen beiden haben sich gefreut: “Das kann man essen?! Oh lecker, das will ich jetzt immer haben!” (Yepp, ich auch! :) )

Das dunkle Grün ist es, was wir so sehr brauchen. Chlorophyll, der grüne Pflanzenfarbstoff, in der Zusammensetzung fast identisch mit unserem roten Blutfarbstoff, dem Hämoglobin. Es hilft beim Aufbau neuer Blutzellen, hilft bei Entgiftung & Regeneration, unterstützt die Wundheilung & die Verdauung. Essbares Sonnenlicht. Energie pur. Mit all den Nährstoffen, die unser Körper benötigt: unter anderem die Vitamine A, C, K, B6, Folsäure. Auch B12, wenn wir die grünen Blätter ungewaschen verzehren, es darf auch gern mal ein bisschen Erde dranhängen (welches Lebewesen außer dem Menschen käme bitteschön auf die Idee, sein Essen vor dem Verzehr zu waschen?!?) Calcium, Kalium, Magnesium und so weiter liefert uns das Grünzeug auch, & jede Menge sog. sekundäre Pflanzenstoffe.

Also los, worauf wartet ihr? Bringt mehr Grün in euer Leben! Je dunkler, desto besser (ja, genau, Eisbergsalat schmeckt nach nix, weil nix drin steckt!) Spinat, Grünkohl, Petersilie, Feldsalat, Postelein und so weiter – und vor allem die Wildkräuter!

Wem das eigene Wahrnehmen dieser phantastischen Nahrung noch nicht reicht, möchte vielleicht mal hier weiterlesen: Warum grüne Pflanzen Krebs heilen können.

So sah gestern unser Speiseplan aus: