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Leben auf dem Vulkan

Saturday, May 14th, 2011

Der Teide

Der heilige Berg der Guanchen. Der höchste Berg Spaniens. Der dritthöchste Inselvulkan der Welt. Gestern haben wir ihn besucht … und sind dabei den Wolken und dem Nebel hier entkommen. Gestartet sind wir von zuhause, also auf einer Höhe von ca. 400m, unter dicken Wolken (die Passatwinde treiben die Wolken aus Richtung Norden hierher, wo sie dann in einer Höhe von knapp 1000m an den Bergen “hängenbleiben”). Die Straße den Berg hinauf führte direkt durch die Wolken … und über sie hinaus: auf einer Höhe von etwa 1000m hatten wir die Wolken tatsächlich hinter/unter uns gelassen & fuhren von da an durch strahlendsten Sonnenschein. Und atemberaubende Landschaften.

Auf einer Höhe von ca. 2.200 Metern (mitten im Teide Nationalpark) haben wir gepicknickt. Unseren zunächst gewählten Platz haben wir aber schnell wieder aufgegeben, da wir innerhalb von 3 Minuten umringt waren von dutzenden überhaupt nicht scheuer Eidechsen, die sogar an uns hochgeklettert sind.

Auf Treppenstufen in der Nähe eines Besucherzentrums war es zwar nicht ganz so schön, aber zum Essen dann doch entspannter.

Auf frisches Grün zum Essen musste ich diesmal verzichten – hier oben wächst kaum noch etwas, und das wenige kannte ich leider überhaupt nicht.

Und was gab es so?

Frisch vom Baum, Busch oder Feld …

Sunday, April 10th, 2011

… so ists wie ich es mag … auf unserer heutigen Wanderung haben wir auf einer verwilderten Wiese einen Orangenbaum gefunden. Mit reifen Früchten daran. Der perfekte Anlass für ein spontanes Picknick. Die Orangen hatten eine sehr dicke Schale & schmeckten sonnig-süß. Passende Malvenblätter als Ergänzung wuchsen direkt daneben – köstlich!

Glückstage

Friday, April 1st, 2011

Unterwegs, draußen, in Bewegung – so fühle ich mich am wohlsten. Bei strahlendem Sonnenschein und 26° C war der gestrige Tag, an dem wir einen Besuch auf der Finca bei Icod gemacht haben, somit ohnehin schon sehr erfreulich. Nach einem Frühstück mit köstlichen Orangen, die uns ein überraschender Gast am Mittwoch nachmittag aus seinem Garten mitgebracht hatte, haben wir uns auf den Weg gemacht. Zu unserem Zuhause der ersten Wochen hier auf der Insel. Die Wanderung den Berg hinauf fühlte sich an wie der Weg nach Hause – in unserer bisherigen Zeit auf Teneriffa haben wir noch nirgends so lange gewohnt wie auf der Finca.

Der Tag hat uns aber noch reicher beschenkt: mit sonnengereiften Nisperos frisch vom Baum am Wegesrand – köstlich! Am leckersten fand ich die, die schon anfingen, ein wenig einzutrocknen. Süß & intensiv, besser als jede Marmelade. Mit reichlich Wildkräutern – Malve, Kapuzinerkresse, wildem Fenchel, Brennesseln & Melde – die wir zu unseren mitgebrachten Avocados & Bataten auf der Dachterasse der Finca genossen haben. Umgeben von Ruhe & Grün, mit Blick auf den noch immer schneebedeckten Teide. Traumhaft!

Später sind wir mit dem Finca-Auto noch einkaufen gefahren; haben die Gelegenheit für einen etwas größeren Einkauf genutzt und 2 große Melonen (reif & deshalb im Angebot), 2 Papayas, kanarische Erdbeeren, 3 Kilo Äpfel, Nüsse, Feigen, Möhren, Datteln und noch ein paar Kleinigkeiten gekauft. Dabei haben wir von der Obst- & Gemüsehändlerin noch ein dickes Büschel reifer Bananen geschenkt bekommen – schätzungsweise 3kg. Wow, vielen Dank! Muchas gracias! Was für eine Fülle jetzt hier zuhause!

Zum Abendessen gab es denn auch gleich mal wieder Bananen :) … für die Tochter als Grüner Smoothie, mit “Streuseln”, feinen Scheiben reifer Kokosnuss & kleingeschnittenen Medjool-Datteln dazu. Für mich dasselbe, nur etwas “purer”: Banane, Kokosnussstücke, Brennesseln, Deglet-Datteln. Wie schön das Leben doch ist!

Reiseproviant

Sunday, February 6th, 2011

Wie immer, wenn wir länger unterwegs sind, gehört auch beim Flug nach Teneriffa neben allen anderen Reise- & Umzugsvorbereitungen die Essensplanung für die Reise dazu.

Erfahrungsgemäß ist die Versorgung mit Frischkost auf Flughäfen & im Flugzeug eher schlecht. Und ob, wann & wo wir auf Teneriffa auf der Fahrt mit all unserem Gepäck quer über die Insel zu unserer ersten Unterkunft etwas finden werden, weiss ich ja auch nicht. Also muss genug Essen für einen Tag in den (nicht so großen) Rucksack.

Platzsparend, gut zu transportieren & sättigend sind ja zubereitete Sachen, ganz besonders getrocknete. Weil ich derartiges diese Woche nicht mehr vorbereiten konnte, hat meine liebe Freundin Pavlina uns mit rohköstlichem Konfekt & – für die Grundversorgung der Tochter – würzigen Sonnenblumenkernen versorgt. Vielen vielen Dank dafür! Die Tagesration für die Tochter ist damit schon fast komplett! Ich selbst brauche ja mehr Frisches & kann mich nicht gut einen ganzen Tag von Zubereitetem ernähren.

Etwas Kopfzerbrechen hat mir dabei das Frühstück gemacht: wir fliegen um 6 Uhr morgens, vorher essen fällt also definitiv aus. Unsere Lieblingsidee für ein stärkendes, erfrischendes & wenig Raum einnehmendes Frühstück – Trinkkokosnüsse – ist leider an einer Verwechslung bei Orkos gescheitert. Sie haben die Bestellung inklusive neuer Anschrift leider einer anderen Kundin zugeordnet. Schade. Immerhin haben sie mir als Trost ein Geschenk für die nächste Bestellung versprochen. Mal schauen, ob ich darauf noch irgendwann zurückkommen werde.

Aber was kommt nun in den Proviant? Orangen zum Frühstück, der Einfachheit halber schon zerlegt. Außerdem Äpfel, Bananen, Datteln, Mandeln, Naschis, Paprika & würzige Sonnenblumenkerne. So schaut’s aus:

Mittagessen To Go

Wednesday, February 2nd, 2011

Unterwegs in Hamburg, vom späten Vormittag bis zum Abend, & vergessen, Essen einzupacken – kein Problem, wenn ein guter Wochenmarkt (& die Wohnung einer lieben Freundin) am Weg liegen: der Isemarkt, einer meiner Lieblingsmärkte hier in der Stadt, mit (je nach Saison) 3-5 Bio-Obst&Gemüse-Ständen, etlichen weiteren Händlern mit Obst & Gemüse aus integriertem oder unzertifiziertem chemiefreiem (Klein-)Anbau. Diverse Stände mit schöner Kleidung & Kunsthandwerklichem gibt es außerdem. Aber zum gemütlichen Bummeln war es gestern leider viel zu kalt hier. So sind wir nur schnell über den Markt gelaufen & haben uns unser Essen “To Go” eingekauft: Tomaten, Fenchel, Äpfel, Trauben, Rosinen & Feldsalat. Naschereien für die Tochter hatte ich noch im Rucksack, ansonsten hätten wir uns noch eine Tüte Mandeln dazu mitgenommen.

Lecker ergänzt wurde unsere Tagesverpflegung beim Besuch bei Pavlina, die neben Schoko-Pudding & Marzipankugeln dies hier zur Begeisterung der Kinder kreiert hat:

Tutti-Banana

Essen unterwegs & zuhause & Mixer im Vergleich

Saturday, December 11th, 2010

Ein ganzer Tag unterwegs bei Schnee & Temperaturen unter 0 Grad, ohne die Möglichkeit, mal eben was Essbares einzukaufen (das Angebot in der Bahn & in der näheren Umgebung der diversen Umsteigebahnhöfe enthielt jedenfalls so gut wie nichts, was ich als “essbar” einordnen würde) oder zu Sammeln … mein Rucksack war also mal wieder vollgepackt mit Essen. Mittlerweile hab ich Übung darin; die Menge passte ziemlich gut. Es gab Smoothies fürs Frühstück (ja, wir mussten sehr früh aus dem Haus), Äpfel, Birnen, Bananen & Naschis für Zwischendurch & abends, Gemüse, Kokosnuss, Kerne, Datteln für die Mittagszeit. Die Birnen waren leider trotz ihres schönen Äußeren innen komplett verdorben, aber der Rest hat uns gut über den Tag gebracht. Mein Unterwegs-Menü sah so aus:



Zum Picknicken haben wir glücklicherweise Plätze Indoor gefunden – früh & abends in der Bahn war’s ebenso gemütlich wie mittags auf dem Sofa in einer Zahnarztpraxis. Wo wir sozusagen als Werbung für zahnfreundliches Essen in unsere Süßkartoffeln gebissen haben :)
… die uns später geholfen haben, die eisige Kälte beim stundenlangen Warten auf zugigen Bahnsteigen auszuhalten. Wärmendes Essen, das außerdem leicht genug im Bauch ist, um die Wartezeit mit Fangen-Spielen zu überbrücken … & uns auch dadurch einigermaßen warm zu halten.

Der gestrige Tag war dann wieder gemütlicher: Außer einem kurzen Ausflug zum Sammeln frischer Brombeerblätter haben wir uns drinnen im Warmen aufgehalten. Zu Essen gab es dies hier:

Die Tochter brauchte offenbar etwas zum Regenerieren: sie hat zusätzlich zu unseren gemeinsamen Mahlzeiten 3 große Smoothies aus Banane & Brombeerblättern getrunken. Eine gute Gelegenheit, unsere Mixer mal zu vergleichen: Im Umgang mit den Brombeerblättern hat der Vitamix klar gewonnen: zwar macht auch der Personal Blender wunderleckere Smoothies, jedoch muss ich für ihn die Brombeerblätter vorher von Stiel & Dornen befreien & ein wenig zerkleinern, damit der Smoothie den Anforderungen des Kindes gerecht wird. Der Vitamix dagegen schafft die Blätter komplett & produziert dennoch einen perfekt “smoothigen” Smoothie!