Posts Tagged ‘Rohkost’



Aterhov’s 6 Rohkost-Regeln – Las 6 normas de crudismo de Aterhov

Sunday, October 23rd, 2011
  1. Die Ursache menschlicher Krankheiten ist endgültig entdeckt – alle Krankheiten haben eine gemeinsame Ursache und ein gemeinsames Heilmittel.
  2. Krankheiten entstehen durch die Ernährung mit gekochten Speisen und anderer schädlicher Nahrung.
  3. Die einzige Möglichkeit der dauerhaften Heilung besteht in der Abkehr von der Kochkost und anderer schädlicher Nahrung.
  4. Das Kochen tötet die wichtigen Bestandteile der natürlichen Nahrung und verwandelt sie in gütige und schädliche Substanzen.
  5. Alle wissenschaftlichen Daten über den Nährwert einzelner Proteine, Vitamine, Mineralien usw. sind in ihrer isolierten Darstellung wertlos.
  6. Zeit- und Kostenaufwand für das Zubereiten gekochter Speisen sind reine Verschwendung.


  1. Hay solo una causa de todas enfermedades humanas. Y hay solo un remedio.
  2. Enfermedades provienen de una alimentación de comidas cocinadas y otros alimentos dañables.
  3. La unica posibilidad de curación durable es el alejamiento de la alimentación cocinada y de los otros alimentos dañables.
  4. La cocina mata a los componentes importantes de la alimentación natural y los converte en las sustancias toxicas y dañables.
  5. Todos datos científicos concerniente al valor nutritifo de las proteínas, vitaminas y minerales separados y incomunicados son sin valor.
  6. La inversión de tiempo y el gasto para preparar las comidas cocinadas es desperdicio de tiempo.

(Traducción de mi, perdón por los errores.)

Das komplette Buch von Aterhov als PDF findet ihr hier zum kostenlosen Download.
Pueden descargar el libro de Aterhov gratuito aqui (en alemán).

Herbst, Winter, Rohkost!

Friday, October 21st, 2011

Herbst. Bis letztes Jahr hiess das für mich: Frische Äpfel. Weissdornbeeren, Pilze, Nüsse & Maronen. Bunt gefärbte Bäume. Laub fegen, schöne Blätter und Kastanien sammeln. Und vor allem: kürzere Tage & abnehmende Temperaturen.

Dieses Jahr ist, dank verändertem Wohnort, alles ein wenig anders. Äpfel sind hier eher rar, dafür genieße ich jetzt Kakis & Cherimoyas. Die Palmen kennen das bunte Farbenspiel des Herbstes nicht. Claro, auch hier werden die Tage kürzer – deutlich kürzer sogar als im Norden Deutschlands. Und die Temperaturen sinken allmählich ein wenig. Allerdings auf viel angenehmerem Niveau … nach den mit Hitzewarnung einhergehenden Tagen noch letzte Woche (36° Grad) sind wir jetzt bei ca 26° & wenn abends die Sonne hinter den Bergen verschwindet, brauchen wir auch mal wieder Langärmeliges.

Nein, ich schreibe das nicht, um euch neidisch zu machen (… wobei ich mich freue, wenn jemand sich dadurch eingeladen fühlt, ein paar erholsame, sonnige Rohkost-Tage hier bei uns zu verbringen :) ). Sondern, weil mich eine Mail (danke Claudi!) gerade daran erinnert hat, wie kalt Rohkost sein kann, besonders im deutschen Herbst & Winter!

In meinem ersten Winter mit Rohkost habe ich ständig gefroren. Und zwar richtig. Was sicher mit daran lag, dass ich vorher, in den ersten Monaten mit Rohkost, so viel Gewicht verloren hatte. Kein wärmendes Fett mehr am Körper ;) Viel ausschlaggebender aber, das habe ich im Laufe der Zeit gelernt, sind andere Dinge:

  1. Bewegung erzeugt Wärme – also wenn du frierst (vielleicht während du wie ich viel Zeit am Computer sitzend verbringst): steh auf & nix wie raus! Laufen, Fahrradfahren, mit den Kindern Fangen spielen. Oder, falls du nicht raus kommst, spring Minitrampolin, geh auf den Stepper, dreh deine Lieblingsmusik auf & tanze durch die Wohnung! Das hebt nebenbei die Laune, unterstützt die Entgiftung & trainiert deinen Körper (Muskeln wärmen viel mehr als Fett!).
  2. Iss, was dich wärmt! Das geht auch ganz ohne Erhitzen. Nahrungsmittel haben unterschiedliche thermische Wirkung. Wer sich mal mit der Ernährungslehre der TCM, der Traditionellen Chinesischen Medizin, beschäftigt hat, kennt das. Es gibt heiße, warme, neutrale, kühle & kalte Nahrungsmittel. Optimal ist eine ausgeglichene Zusammenstellung von warmen, neutralen & kühlen Speisen, mit wenig Extremen: also heisses & kaltes nur in sehr kleinen Mengen. In der kalten Jahreszeit liegt der Schwerpunkt logischerweise mehr im warmen Bereich.

    Auch ganz ohne Theorie dahinter: achte einfach mal darauf, wie welche Nahrung auf dich wirkt. Sicher hast du es selbst schon gespürt: Melonen kühlen, scharfe Gewürze wie Ingwer & Knoblauch erhitzen. Wurzeln, wie z. B. Sellerie, Rote Bete & Möhren, wärmen ebenfalls. Das saisonale, regionale Angebot entspricht dem zur Jahreszeit passenden Bedarf auch in thermischer Hinsicht: im Sommer kühlen uns Tomaten & Gurken, im Winter wärmen uns Kohl & Wurzelgemüse. Gewürze & Kräuter unterstützen das: auch Ingwer & Zimt, klassischerweise in der Weihnachtsbäckerei verwendet, wärmen.

    Nach dem Sommer mit vielen leichten Früchten ist im Herbst & Winter eher schwerere, gehaltvollere Nahrung angebracht. Die schon erwähnten Wurzelgemüse, Kohl, Nüsse. Beeren & Maronen. Früchte lassen sich weiterhin wunderbar mit Wildkräutern, aber auch mit Kohl kombinieren. Besser als Melonen & Ananas sind jetzt Pflaumen, Datteln, Kakis, Mangos, Birnen. Eine leckere, gesunde & wärmende Nascherei im Winter sind Datteln mit Grünkohl.

    Wer gern zubereitet, mag die Rezepte jetzt vielleicht mit Zimt & Ingwer ergänzen. Oder Knoblauch, Curry, Chili verwenden. Außerdem können rohe Zubereitungen, Suppen zum Beispiel, im Lebensmitteltrockner oder vorsichtig im halbgeöffneten, auf niedrigster Stufe eingestellten Ofen oder im Wasserbad auf knapp 40° erwärmt werden. Ein paar Ideen für herbstliche Rezepte findest du hier. Genauso wichtig wie zu jeder Jahreszeit sind natürlich die Wildkräuter. & auch sie helfen tatsächlich, warm zu bleiben!

Vielleicht nimmst du meine Anregungen als Basis & findest heraus, was dir zu dieser Jahreszeit gut tut. Rohkost funktioniert auf jeden Fall auch im Herbst & Winter!

Lebendige Nahrung

Thursday, October 20th, 2011

Rohkost, rohe Früchte, Gemüse, grüne Blätter, Nüsse, Samen … vielfach auch gern als “lebendige Nahrung” bezeichnet. Nahrung, in der Leben steckt. Die uns tatsächlich nähren kann. Anders als gekochtes, gebratenes oder sonstwie durch Hitzeeinwirkung “getötetes” Essbares. Gar nicht zu reden von all den künstlichen sogenannten Lebensmitteln – hochgradig verarbeitet, ehemals natürliche Bestandteile so weit isoliert, dass ihre einst wertvollen Inhaltsstoffe dies kaum überlebt haben. Oder gleich komplett künstlich erzeugt. Damit es dem sie konsumierenden Menschen an nichts fehlt, werden ihm Nahrungsergänzungsmittel empfohlen. Ebenfalls künstlich hergestellt. Im (seltenen) besten Fall aus natürlichen Zutaten, jedoch, siehe oben, hochgradig verarbeitet, aus ihrem natürlichen Zusammenhang gerissen & künstlich neu (& unvollständig) zusammengesetzt.

Lebendig – das bedeutet in diesem Zusammenhang, dass deine Nahrung Leben erhalten & erzeugen kann. Gesundheit erhalten & regenerieren kann. Jinjee schrieb in ihrem Newsletter vor einigen Tagen:

“Nichts von Menschen Hergestelltes, weder Lebensmittel noch Nahrungsergänzungsmittel, kannst du in die Erde stecken & es wird eine neue Pflanze daraus wachsen. Aus einem einzelnen Apfelkern jedoch wächst ein ganzer Apfelbaum voller Äpfel, aus einem ganzen Apfel gleich mehrere Bäume. Das ist Lebenskraft! In einem winzigen Kern ist mehr Wissen, mehr “Programmierung” enthalten als in unseren leistungsfähigsten Computern.” Vergleichbar nur mit dem Wissen, dem Potential, der Programmierung von Menschen und anderen Tieren. Dem Entwurf der Erde, des Universums, der Natur selbst. Im Universum gibt es eine lebensproduzierende Intelligenz, die auch in lebenden Zellen, Molekülen & Atomen enthalten ist.

Kein künstlich erzeugtes Lebensmittel, keine Pillen, keine NEMs sind der natürlichen, lebendigen Nahrung überlegen! Jede Frucht, jedes Gemüse enthält das komplette Paket, Lebensintelligenz, die gesamte Palette von Bestandteilen (Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen & viel mehr, was die Wissenschaft noch nicht identifiziert hat).

Jede Frucht, jedes Gemüse ist ein “Superfood”, mit einer unglaublichen Fähigkeit, den menschlichen Körper zu nähren & zu heilen!

Superfood!

Top Gründe für Rohkost

Monday, October 17th, 2011

Nicht wirklich nötig, aber doch immer wieder schön zu realisieren – danke Frederic, für die Auflistung deiner Top-Gründe für Rohkost:

  • die hohe Nährstoffdichte (also der Gehalt an Nährstoffen = Vitaminen, Mineralstoffen usw pro Kalorie), die deutlich höher als bei Kochkost liegt. Mit Ausnahme von Grünzeug, von dem man in gekochter Form aufgrund des drastisch reduzierten Volumens einfach viel mehr essen könnte als roh – aber ehrlich, wer will das denn? Gekochter Spinat schmeckt ungefähr genauso wie verrotteter, finde ich.
  • der geringe Kaloriengehalt (Energie im Verhältnis zum Gewicht) – für alle, die unter überflüssigem Gewicht leiden
  • der niedrige Gehalt an Giftstoffen:
    • beim Erhitzen von Kohlehydraten entstehen krebserzeugende Acrylamide – je höher die Temperaturen und je länger die Dauer umso mehr.
    • wer roh isst, vermeidet dabei automatisch alles mögliche andere schädliche: hochgradig verarbeitete Lebensmittel mit den darin enthaltenen Geschmacksverstärkern, Konservierungmitteln, Farbstoffen & vielem mehr.
  • sekundäre Pflanzenstoffe: rohe Früchte, Gemüse, Nüsse & Samen sind voll davon. Antioxidantien & Co halten uns gesund.
  • Und schließlich, last but not least, wie neulich schon erwähnt: Rohkost lässt dich dich einfach phantastisch fühlen – das einzige, worauf es wirklich ankommt! Eine Rohkost-Ernährung steigert Vitalität & Energie. Wer sich so gut fühlt, braucht eh keine weiteren Belege oder Beweise für den Nutzen dieser Ernährung, oder?

Artgerechte Ernährung

Thursday, October 13th, 2011

Es gibt viele gute Gründe, Rohkost zu essen. Über die an vielen Stellen, von vielen Menschen, immer mal wieder geschrieben/gesprochen wird. Auch von mir – hier z. B. und hier. Mehr als all die, mehr oder weniger wissenschaftlichen & (nicht im direkten Zusammenhang) mehr oder weniger richtigen Begründungen, zählt meiner Meinung nach ein einziger Grund – mehr braucht es nicht & ohne den funktioniert es dauerhaft ohnehin nicht: nämlich das umwerfende, einzigartige, unvergleichliche Wohlbefinden mit & durch diese Ernährung. Wie Reidar Tavarez es beschreibt:

Gesundheit ist das wundervolle Überschäumen an Wachheit, klarer Wahrnehmung und Energie, das mit der Rohnahrung auftritt.“

Frederic Patenaude hat sich in seinem letzten Blogbeitrag mit einigen der verbreitetsten Begründungen auseinandergesetzt – und zwar mit denen, die er für Unsinn hält. In welchen Punkten er recht haben mag & in welchen die von ihm kritisierten Verfechter der Gegenmeinungen, mag jedeR selbst entscheiden. Ich habe mir einen der diskutierten Punkte herausgepickt – zu dem ich euch gerne meine Meinung mitteilen will. Und zwar deswegen, weil mir Frederics Argumentation an der falschen Stelle hängenzubleiben scheint. Wie so häufig bin ich, ihr ahnt es schon, anderer Meinung als er.

Es geht um die artgerechte Ernährung. D. h., die Idee, dass jede Art von Lebewesen auf dieser Erde eine natürliche Ernährungsweise hat. Katzen z. B. sind Fleischfresser & müssen Fleisch essen, um gesund & fit zu bleiben. Kühe brauchen Gras & anderes Grünzeug – wohin es führt, wenn sie mit Getreide oder gar verarbeiteten Resten ihrer Artgenossen gefüttert werden, konnten wir in den letzten Jahren zur Genüge beobachten! Kochen, also das Erhitzen von Nahrung, gehört für keine Art zum natürlichen Weg. Ebensowenig die Verwendung von Blendern, Küchenmaschinen, Entsaftern etc.! Und hier ist schon der erste Haken: Frederic betrachtet Rohkost, Küchenrohkost, um das Argument “artgerecht” zu widerlegen. Und nicht die wirklich natürliche Ernährung, Urkost! Zwar ist Küchenrohkost gewiss deutlich weniger weit weg von dem, was unser Körper natürlicherweise zu seiner Ernährung erwartet. Aber Rohkosttorten, Smoothies & Leinkräcker wachsen genausowenig an Bäumen wie Pizza & Brote.

Weiterhin bemüht Frederic keine Erkenntnisse über die Ernährung der Menschen aus den ersten Tagen unserer Art. In der Wiege der Menschheit, den tropischen Regionen. Selbstverständlich habe auch ich kein sicheres Wissen über diese Zeit, ich war ja schließlich nicht dabei. Jedoch die Ernährung der heutigen Schimpansen, die sich von einer menschlichen Ernährung logischerweise ein wenig unterscheidet, als Beweis dafür anzusehen, dass unsere artgerechte Ernährung NICHT aus rohen, unverarbeiteten Früchten, Gemüsen & Grünzeug bestehen sollte, ist genauso fundiert wie der gegenteilige Schluss. Ach ja, fast vergessen: er argumentiert ja auch gar nicht gegen die Urkost, sondern gegen die (von ihm als Küchenprodukt verstandene) Rohkost. Vielleicht hat er einfach noch nicht erkannt, wie denn unsere artgerechte Ernährung aussehen sollte?

Eine Rohkost, die aus überwiegend hochkalorischen, süßen, gezüchteten Früchten besteht & viele Smoothies & weitere Zubereitungen beinhaltet, ist gewiss besser an unsere modernen Lebensumstände angepasst. Praktikabler, als die Art der Schimpansen und anderer Menschenaffen, die u. a. viel mehr Zeit mit Essen verbringen, um ausreichende Mengen von Grünzeug und anderem zu verzehren. Zivilisationsgerecht sozusagen. Was uns zu einem weiteren Punkt bringt: der fehlenden Anpassung unseres Körpers an gekochte Nahrung. Die Frederic ebenfalls bestreitet. Leider wieder nur im Vergleich zum Schimpansen. Frühere Menschen können ja auch kaum zum Vergleich herangezogen werden. Wir wissen also nicht, ob unser Verdauungstrakt nicht nur kürzer ist als der der Schimpansen sondern tatsächlich auch kürzer als der früherer Menschen bzw im Verlauf der Evolution über die Jahrtausende mit Kochkost kürzer geworden ist. Die Theorie sagt, der kürzere Verdauungstrakt sei eine Anpassung an höher konzentrierte Nahrung. Auch die reichlicher vorhandenen Enzyme zur Aufspaltung von Stärke werden als Zeichen der Anpassung an Kochkost angesehen. Wobei es ja, passend zu den bereits festgestellten Unterschieden zwischen Schimpansen & Menschen, reichen würde, diese Enzyme neben den Geschmacksvorlieben & der besseren Vereinbarkeit mit dem zivilisierten Alltag als Begründung für unsere Vorlieben für Bananen, Datteln und Co heranzuziehen, oder?

Offenbar gibt es, wie immer, viele Möglichkeiten, auf Basis derselben “Daten” nach Wunsch zu argumentieren. Claro, dies alles hier ist natürlich auch nur meine ganz persönliche Meinung. Bildet euch eure eigene – ich freu mich drauf, sie hier zu lesen!

Rohkost – was soll ich essen?

Tuesday, October 11th, 2011

Einen Mangel an Möglichkeiten für den Speiseplan gibt es bei veganer Rohkost wahrhaftig nicht: unzählige Früchte, Beeren, Fettfrüchte, Gemüse, Salate, Kohl, Wildkräuter, Baumblätter, Nüsse, Kerne, Sprossen … Die Auswahl ist groß & sowohl vom Nährstoffgehalt als auch was das Sattwerden betrifft mehr als ausreichend. Es gibt so viele Früchte & andere essbare Pflanzen auf der Welt, dass ein ganzes Leben nicht ausreicht um jeden Tag etwas Neues auszuprobieren!

Dennoch fragen sich viele “Rohkost-AnfängerInnen” zu Beginn, was sie denn nun essen sollen. Klar, die typische Gestaltung der Mahlzeiten ändert sich schon sehr. Frühstück ohne Brot? Frühstück mit Früchten!

Die beste Herangehensweise in meinen Augen: für eine möglichst breite Palette an verschiedenen rohen Nahrungsmitteln sorgen & frei von Mahlzeiten-Klischees einfach nach Appetit essen! Möglichst häufig auf den Markt, in den Bioladen und in die Natur gehen & frisch das kaufen oder sammeln, wonach es euch verlangt – langes Lagern ist bei Frischkost wenig praktikabel. Folgt eurem Instinkt, euer Körper zeigt euch durch seinen Appetit schon, was er braucht. Wenn es euch an Ideen mangeln sollte – ich & viele andere RohköstlerInnen im Netz bieten gern Inspiration :)

Jahrelange unnatürliche Ernährung & auch die Gehirnwäsche durch all die, zum großen Teil von wirtschaftlichen Interessen geprägten, Empfehlungen & Ratschläge zu dem, was wir angeblich so brauchen, machen das Wiederentdeckungen des eigenen Instinkts, der Körperintelligenz, oft schwierig. Eine von vielen aufwändigen Zubereitungen geprägte Rohkosternährung entfernt uns meiner Erfahrung nach ebenfalls vom Erkennen des eigenen Bedarfs.

Ein paar Tipps für diejenigen, die ihren eigenen Zugang da noch suchen. Oder sich noch nicht so recht trauen, sich auf ihr eigenes Empfinden zu verlassen:

  • Satt werden: Das Appetitzentrum im Gehirn schaltet erst ab, wenn wir genügend Mineralstoffe aufgenommen haben. Vorher verlangt es, egal wie voll der Bauch schon ist, ohne Ende weiter nach Essen. Früchte sind köstlich. Und natürlich gesund. Allein, ohne Grünes dazu, Wildkräuter oder dunkelgrüne Blattsalate & Gemüse, fehlen jedoch bei einem Großteil der im Handel erhältlichen Früchte – süße mineralarme Hybridfrüchte – die Mineralsalze. Abgesehen vom Problem der fehlenden Sättigung führt das dazu, dass der Körper sich die fehlenden Mineralien aus Bindegewebe, Zähnen und Knochen zieht. Also jede Früchtemahlzeit durch mindestens eine Handvoll (darf gern auch viel mehr sein) Grünzeug ergänzen!
  • Außerdem kommt es beim Verzehr von viel süßem hybriden Obst zu Blutzuckerschwankungen, der Insulinhaushalt gerät durcheinander – auf die Dauer sehr belastend für die Bauchspeicheldrüse.
    Für die Stabilisierung des Blutzuckerspiegels sinnvoll:
    • besser Wildfrüchte, Beeren essen. Hybridfrüchte vermeiden.
    • Fettfrüchte, wichtig zur Verwertung von Mineralien und fettlöslichen Vitaminen, essen: Avocados, Kokosnüsse, Oliven.
    • Last but not least sind, schon wieder, die Wildkräuter. Mineralstoffe. Bitterstoffe!
  • Nicht zu viel durcheinander essen, auf verträgliche Kombinationen achten. Lieber weniger zubereiten und vor allem darauf achten, dass nicht zuviele Zutaten gemischt werden. Am besten ist es, die Früchte & Gemüse so zu essen, wie sie sind.
  • Bei zubereiteter Rohkost darauf achten, dass nicht zu fettig & schwer gegessen wird! Vorsicht besonders bei Nüssen und Ölen – mit einem Stück Rohkosttorte isst man schnell mehrere Handvoll Nüsse. Mengen, bei denen der Körper, würden sie pur gegessen, vielleicht längst Sättigung signalisieren würde.
  • Das aller-allerwichtigste jedoch: auf die Signale des Körpers achten! Und so nach und nach Herausfinden, wie die eigene, individuelle Rohkosternährung gestaltet sein muss.