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Strand, Sonne & Eis mal anders

Monday, August 22nd, 2011

Ende August, 35° C & Sonne satt. Den gestrigen Sonntag haben wir zum größten Teil unterwegs & draußen verbracht – Flohmarkt, Strand, Picknick. Nach vielen Jahren in Norddeutschland genieße ich das Klima hier sehr. Die entspannende Wärme, die wohltuende & nährende Wirkung der Sonne. Um unsere Vitamin-D-Versorgung müssen wir uns hier jedenfalls keine Gedanken mehr machen!

Die Rohkost schützt unsere Haut weitgehend vor Sonnenbrand – über diese Zusammenhänge zwischen Ernährung & Sonnenverträglichkeit habe ich hier schon einmal geschrieben. Unbegrenzt Sonne in der Intensität, die sie hier hat, vertrage ich & vor allem meine blonde, sehr hellhäutige Tochter jedoch auch nicht. Sonnencreme kommt nicht in Frage – viel zu viel Chemie, die ich auch auf diesem Weg, über die Haut, nicht in meinen Körper lassen möchte. Außerdem: wenn der Körper “genug Sonne” signalisiert, scheint es mir doch sinnvoller, darauf zu hören – ich höre ja auch auf zu essen, wenn ich satt bin (nun ja, meistens jedenfalls ;) ).

Also achten wir darauf, während der sonnigsten Stunden, mittags/nachmittags, nicht zu lange in der prallen Sonne zu bleiben. Ansonsten schützen wir uns mit Kleidung & Cap von außen & karotinreichen Früchten & Gemüsen (Papaya, Möhren, …) von innen.

Bei solchen Temperaturen brauchen wir als Proviant eher Wasser als viel zu Essen. Für das mittägliche Picknick hatten wir Mais, Salat & Möhren dabei. Und noch ein paar vom Vorabend übriggebliebene süße Kugeln, die in der Kombination mit Möhre noch leckerer waren & sich auch als “Eis” ganz gut machen:

Suchen & Finden

Saturday, February 26th, 2011

Das Schöne an so einem “Neustart” in anderer Umgebung sind die vielen Erfolgserlebnisse: nicht nur entdecken wir jeden Tag neue, wunderschöne Ecken dieser Insel; wir finden auch jeden Tag Neues, Nützliches heraus, kennen uns täglich ein bisschen besser aus. Auf unseren Ausflügen der letzten Tage haben wir so unter anderem zwei Bioläden in unserer Nähe (besser noch: in der Nähe unseres künftigen Zuhauses) gefunden, beide super per Bus zu erreichen: einen kleinen Laden in La Orotava, ganz in der Nähe des Busbahnhofes gelegen. Zwar gibt es dort kein Frischkostangebot, aber immerhin Trockenfrüchte, Kerne & Nüsse (von Rapunzel … zu astronomischen Preisen, aber immerhin) & darüberhinaus diverse zumindest gesündere Alternativen zum Standardangebot der hiesigen Supermärkte für den nicht-rohköstlich lebenden Sohn. Sonntags soll es in La Orotava außerdem einen Bauernmarkt geben … den wir sicher bei nächster Gelegenheit erkunden werden. In der ebenfalls relativ schnell per Bus zu erreichenden größeren Stadt Puerto de la Cruz haben wir sogar einen Bio-Stand im Mercado Municipal entdeckt, der eine breite Palette an Gemüse, Salaten & Obst sowie Öle, Trockenfrüchte usw führt. Große Freude … wir haben dort Möhren, Tomaten, Brokkoli, Bananen & Äpfel gekauft. Zusammen mit Avocado & – wie immer – frischen Wildkräutern aus dem Garten ergab das ein köstliches, farbenfrohes Abendessen:

Kapuzinerkresse-Wrap mit Avo & Paprika drin & Blüte dran. Möhren, Brokkoli, Avocado, Wildkräuter, Sonnenblumenkerne

So sehen die hiesigen Pitahayas aus: kleiner & mit dickerer Schale als die aus Asien. sehr lecker!

Den Tag über gab es außerdem: zum Frühstück Orangen, unterwegs Möhre, Kakis, Trockenfeigen, Banane, Apfel & Kokosnuss.

Reisevorbereitungen

Friday, January 28th, 2011

Kulinarische Reisevorbereitungen Teil 1. Wir verlassen unser Häuschen in 3 Tagen, werden noch ein paar Tage bei einem Freund hier in Hamburg wohnen & starten dann nach Teneriffa, wo wir zunächst ein Zimmer in einer Finca-WG gefunden haben. Gestern & heute habe ich einige Zeit damit verbracht, unsere letzten Vorräte an Mandeln, Samen etc aufzubrauchen & Leckereien für die Tochter bzw gut transportierbaren Reiseproviant für die letzte Woche hier in Hamburg & vielleicht die erste Zeit auf Teneriffa vorzubereiten.

  • Ganz wichtig, eins der Grundnahrungsmittel der Tochter: würzige knusprige Sonnenblumenkerne. 2 Gläser voll. Ich hoffe, sie reichen für die erste Woche.
  • Cracker aus Lein, Sesam & jeder Menge Gemüse. Essen wir eigentlich so gut wie nie, aber wer weiss, wie die Versorgungslage unterwegs so ausschauen wird. Außerdem ist mir für den vielen Lein nichts anderes eingefallen.

    Gemüsecracker

  • Jede Menge Süßigkeiten:

    Rosinenpralinen, hell & schokoladig

    Brownie-Riegel, Marzipankartoffeln, Sonnenwürfel und Apfelkugeln

    Zitronenmarzipan

    Masala-Kugeln und Schokoriegel

Sieht wirklich ganz schön viel aus … mal schauen, ob ich ein bisschen was davon bis zum Flug retten kann :)

In den Koffer kommt außerdem eine Tüte getrockneter Algen … als Backup, falls ich nicht gleich Grünzeug finde auf Teneriffa. Angeblich wachsen Löwenzahn, Brennesseln & Co weltweit, aber auf den Bildern, die ich gesehen habe, sieht die Vegetation auf Teneriffa doch schon sehr anders aus. Ich bin gespannt, welche essbaren Wildkräuter ich dort finden werde. Auf jeden Fall sollen ja die “Blätter” der Opuntien essbar sein …

Mit Rohkost unterwegs

Wednesday, September 1st, 2010

Den gestrigen Tag haben wir mit FreundInnen an der Ostsee verbracht.


Foto: Jademond

Noch einmal – der Sommer neigt sich ja schon deutlich seinem Ende zu – Sonne & Strand genossen: Federn, Muscheln, Steine & andere Schätze gesammelt, Quallen gerettet, Kunstwerke aus Sand & Strandgut gebaut, gebadet … und natürlich gegessen. Da Obst- & Gemüsehändler leider bei weitem nicht so häufig anzutreffen sind wie Bäckereien & Imbisse, & entlang unseres Wegs auch eher wenig Wildpflanzen zu finden waren, sind wir, wie üblich, mit ausreichend Vorräten bepackt losgezogen.

Um für einen ganzen Tag (oder gar mehrere) “on the road” mit Kindern gerüstet zu sein, braucht es da schon ein wenig Vorbereitung. Auf Wanderschaft in der Natur ist es, speziell zu dieser Jahreszeit, einfacher – unterwegs frisch gepflückte Pflaumen, Beeren, Hagebutten, Wildkräuter zu essen, macht allen Spaß & sättigt ohnehin am besten. Unterwegs in unbekannten und erst recht in urbaneren Gegenden braucht es aber ausreichend Proviant. Was packe ich also ein, um uns unterwegs satt zu bekommen, in auch die Kinder zufriedenstellender Vielfalt, & trotzdem mit einem noch tragbaren Rucksack auszukommen?

Das Essen muss den Transport im Rucksack gut überstehen, also bei ein bisschen Gerüttel nicht gleich zermatschen. Außerdem sollte alles möglichst ohne oder mit einfachen Hilfsmitteln essbar sein. Wir haben einfaches Campingbesteck von Globetrotter: Löffel, Gabel & Messer in einem Stück. Ein Taschenmesser habe ich ebenfalls immer dabei.

Für die Grünzeug-Versorgung verlasse ich mich meist darauf, unterwegs etwas zu finden. Was auch fast immer gelingt.
Obst & Gemüse machen natürlich den größten Teil des Proviants aus. Äpfel & Bananen lassen sich gut transportieren, problemlos überall essen & machen satt. Optimal für unterwegs sind Datteln – klein & voll konzentrierter Energie, weshalb wir sie eigentlich immer dabei haben. Die Kombination mit stärkehaltigem Gemüse wie Süßkartoffel ergibt eine leckere, nahrhafte Mahlzeit.
Gemüse läst sich ohnehin gut transportieren & ist nicht so empfindlich wie Obst. Meine momentanen Lieblingskombinationen für unterwegs sind

  • Süßkartoffeln mit Datteln und/oder Kokosnuss
  • Brokkoli mit Nüssen
  • Fenchel mit Oliven

Etwas weniger praktisch, aber auch machbar: gekeimte Linsen mit etwas Olivenöl & Kräutern oder Salz. In einem kleinen Schraubglas lassen sie sich gut mitnehmen & können direkt daraus gegessen werden. Dazu noch eine Salatgurke oder Paprika – ein bei meiner Tochter sehr beliebtes Unterwegs-Gericht.

Mandeln, Nüsse oder Kerne gehören ebenfalls zu unserer üblichen Ausrüstung auf Ausflügen. Entweder pur oder in leicht verarbeiteter Form: Für meine Tochter nehme ich meist ihre heissgeliebten würzigen Sonnenblumenkerne sowie süße Kugeln aus Mandeln oder Kernen & Datteln mit. Ebenfalls gut geeignet zum Sattwerden & für die Fettversorgung: Stücke reifer Kokosnuss oder Oliven.
Für eintägige Ausflüge auch eine gute Idee: Paté oder Pesto, je nach Geschmack aus Sonnenblumenkernen, Sesam oder Mandeln, mit Tomate, Paprika, Kräutern … Lässt sich gut im Schraubglas mitnehmen und ergänzt beim Picknick lecker so ziemlich jedes Gemüse. Allerdings hält es sich ohne Kühlung nicht lange & ist am 2. Tag schon mindestens optisch kein Genuss mehr.

Der Inhalt meines Rucksacks für unseren insgesamt 9-stündigen Ostsee-Ausflug für mich & meine Tochter sah gestern so aus:

  • 3 große Äpfel
  • 4 kleine Bananen
  • ca 20 kleine frische Datteln
  • 1 HV Stücke reifer Kokosnuss
  • 1 Süßkartoffel
  • 1 kleines Glas Sonnenblumenkern-Crunchy
  • 1 kleines Glas Linsen mit Öl
  • 20 Mandel-Dattel-Kugeln

Die Datteln & die süßen Kugeln haben alle Kinder gemeinsam aufgefuttert, von der Süßkartoffel & den Sonnenblumenkernen haben wir die Hälfte wieder mit heimgebracht. Dafür gab es am Strand noch ein paar Hagebutten.