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Spaß in der Rohkostküche

Wednesday, November 17th, 2010

Mein neues Spielzeug ist gestern eingetroffen. Küchengeräte-Traum vieler RohköstlerInnen – der Vitamix. Ein Powermixer mit 1000 Watt, der nicht nur perfekte Smoothies sogar aus Gemüse zaubern soll, sondern angeblich auch Nüsse zu sahnig-glatten (Eis-)Cremes mixen kann. Von den üblichen Fähigkeiten eines guten Mixers, wie Nüsse mahlen & rohe Kuchenteige herstellen, Eiswürfel zerkleinern für Sorbets, Cremes & Dipps mischen usw, gar nicht zu reden. Sogar Getreide kann er (mit dem Extra Trockenmix-Aufsatz) mahlen. Wobei mich das nun weniger interessiert ;) . Beeindruckend finde ich auch die Garantiezeit von 7 Jahren – bisher hat noch keiner meiner Mixer länger als 1 Jahr gehalten, ohne deutliche Verschleißerscheinungen zu zeigen, die mindestens zu Ersatzteilbedarf führten. Da der Vitamix nur für einige Wochen bei mir bleiben wird, werde ich darüber allerdings wohl nichts herausfinden.

Aber auf jeden Fall rechne ich mit viel Spaß beim Ausprobieren – mal gucken, was er so kann! Zur Begrüssung durfte er gestern erstmal Erdnussbutter herstellen – eines der Grundnahrungsmittel meines Sohnes (normalerweise allerdings in der nicht-rohen Variante aus dem Bioladen). Gestern gab es also mal die rohe Version, denn der Vitamix hat es tatsächlich geschafft: Innerhalb von wenigen Minuten hat er unsere rohen Erdnüssen, ohne weitere Zusätze, zu Erdnussbutter verarbeitet. Hätten wir mehr davon gehabt, wäre es vielleicht noch schneller gegangen, denn der Mixbecher ist recht groß und so musste ich die verhältnismäßig kleine Menge an (nach wenigen Sekunden schon gemahlenen) Erdnüssen zwischendurch ein paarmal wieder vom Rand in den Einzugsbereich der Messer bewegen.

Anschliessend habe ich noch frische reife Kokosnuss erst zu Flocken (für ein Rezept aus Thora Tuoni’s Urkost-Rezepte-Büchlein: Kokos-Zimt-Reis) & dann noch feiner geraspelt (für Kokos-Ananas-Konfekt). Dabei hat sich der Unterschied zu meinem kleinen Personal Blender deutlich offenbart! Beides schafft zwar auch der kleine Mixer, aaaaber … es dauert viel länger & erfordert mehrere Arbeitsgänge. Dem Vitamix habe ich grob zerkleinerte Kokosnuss, eine Handvoll getrocknete Ananas und ein paar entsteinte Datteln gegeben, alles auf einmal, und nach wenigen Sekunden hatte ich einen gut formbaren Teig, ganz glatt, keine Stückchen – wow! Das Ergebnis war ähnlich dem mit dem Green Star oder dem Solo Star produzierten Konfekt (über die Geräte hab ich z. B. hier berichtet); der Vitamix glänzt allerdings mit einem weiteren Vorteil, besonders den Entsaftern gegenüber: die Reinigung ist wesentlich einfacher & schneller!

Der Anfang war also schon mal nicht schlecht … ich freu mich auf die weiteren Experimente in den nächsten Tagen!

Saftpressen im Vergleich

Monday, September 27th, 2010

Vor einigen Wochen hatte ich ja die Gelegenheit, die ultimative Saftpresse, die Green Star Elite, auszuprobieren. Zweifellos ist sie als Entsafter allen Zentrifugen haushoch überlegen & bietet außerdem noch weitere interessante Möglichkeiten für die Rohkostzubereitung an. Was meine Begeisterung deutlich schmälerte war allerdings der Aufwand für die Reinigung & beim Auseinandernehmen & Zusammensetzen.

Mich interessierte daher, wie denn die auf demselben Entsaftungsprinzip (Pressen mittels Drehwalzen) basierende kleinere Saftpresse Solo Star II im Vergleich abschneiden würde. Die Beschreibung als “geeignet für den kleinen Haushalt” gefiel mir jedenfalls schon mal gut. Auch der Preis liegt um mehr als 200 Euro unter dem des größeren Geräts. Aber kann sie das Gleiche wie die Green Star? Ist die Handhabung weniger aufwändig? Ich habe sie mir also ausgeliehen & eine kleine Versuchsreihe gestartet:

Entsaften kann die Solo Star II erwartungsgemäß sehr gut – Qualität & Quantität des erzeugten Saftes habe uns voll zufriedengestellt.
Außerdem habe ich unter Verwendung des Püriereinsatzes Eis (aus gefrorenen Bananenstücken), süße Kugeln (aus eingeweichten Mandeln & Datteln) und Tomatenketchup hergestellt. Was ebenfalls alles super geklappt hat! Besonders bei den süßen Kugeln ist mir positiv aufgefallen, dass die Solo Star auch gut mit kleineren Mengen zurechtkommt. Da ich derartige Naschereien für meine Tochter am liebsten frisch zubereite & keine Vorräte davon anlegen möchte, kommt mir das sehr entgegen. Es können aber natürlich auch große Mengen auf einmal verarbeitet werden.

Die Reinigung sowie das Auseinandernehmen/Zusammensetzen sind deutlich weniger aufwändig als beim Green Star.

Regnerischer Sonntag

Monday, August 30th, 2010

Den gestrigen verregneten (für meinen Geschmack viel zu kühlen) Sonntag haben wir zuhause verbracht. In Gesellschaft lieber FreundInnen & mit viel Zeit für Zubereitungen & Experimente in der Rohkost-Küche.

So sah unser heutiges Menü aus

Vormittags gab es Melone satt – sonntäglich schön angerichtet: Cantaloupemelonen-Kugeln, Sterne von Zuckermelone, getrocknete Honigmelone mit Schirmchen, Melonenmilch. Damit hat sich unser Frühstück, sonst meist eine kurze Mahlzeit, ausnahmsweise mal richtig lange hingezogen. Sonntäglich eben.
Mittags gab es …

... roh-vegane Sushi

Am späteren Nachmittag haben wir dann mal wieder ein neues Gerät, den Soyabella, getestet. Konzipiert, der Name verrät es schon, für die Herstellung von Sojamilch. Es lassen sich damit aber auch rohe Nuss- & Samenmilch herstellen. Wir haben Getränke aus Sonnenblumenkernen, Cashews und Mandeln ausprobiert. Der Soyabella übernimmt dabei das Mahlen der Kerne & Vermixen mit Wasser. Der dickere Brei verbleibt in einem Sieb, so dass die entstehende Milch ohne zusätzliches Filtern sehr glatt wird. Durch mehrmaliges Mahlen hintereinander lassen sich die Kerne so fein mahlen, dass kaum Brei zurückbleibt; so lässt sich aus einer kleinen Menge Kerne sehr viel Milch gewinnen – viel sparsamer als die Herstellung solcher Getränke im Blender.
Weil keinem von uns die puren Milch-Getränke geschmeckt haben, haben wir sie anschließend noch mit Banane vermixt (dafür brauchten wir dann allerdings doch den Blender, der Soyabella kann das nicht) und wahlweise mit Zimt oder Vanille gewürzt. Lecker!

Am besten abgeschnitten hat bei allen TesterInnen das Mandelmilch-Getränk. Die Sonnenblumenmilch war auch ganz lecker, Cashewmilch hingegen irgendwie fad. Was möglicherweise am niedrigeren Fettgehalt der Cashews liegen könnte.

Mit etwas Schaum (entsteht bei der Herstellung im Soyabella) oben drauf & Carob-Pulver drüber gestreut, sieht das ganze einem Cafe Latte echt ähnlich. Schmeckt allerdings viiiiel besser & fühlt sich vor allem im Bauch viel besser an :)

Nachtrag: Wer viel solche Nuss- & Samengetränke zubereitet, ist mit dem Soyabella sicher gut bedient. Die Herstellung ist einfacher & sparsamer als im Blender, die Reinigung des Geräts schnell & unaufwändig. Für Lebensgemeinschaften, in denen nicht ausschließlich roh gegessen wird, kann er zudem auch für die Herstellung von Soja- & Reismilch (usw) sowie für gekochte Suppen eingesetzt werden.