Posts Tagged ‘Entgiftung’



Algen, Bakterien, Smoothies

Tuesday, September 13th, 2011

Heute mal ein kleiner Zwischenbericht von meiner “Algenkur” mit den Afa-Algen:
Anders als sonst trinke ich nun also jeden Tag einen kleinen grünen Smoothie – bestehend aus den zermahlenen Afa-Algen-Presslingen, einer Handvoll Frucht (meistens Manga, Melone oder Banane) und etwas Wasser. Auch wenn ich beim Zubereiten immer aufpassen muss, nicht versehentlich die Frucht so aufzuessen (das macht einfach mehr Spaß :) ): die Smoothies schmecken schon lecker. Und machen ähnlich satt wie Mischungen mit Wildkräutern.

Wie’s mir damit geht … nun, gut wie immer, bisher nicht anders als sonst. Die Presslinge ersetzen immerhin tatsächlich einigermaßen die akut fehlenden Wildkräuter, wobei mir, wenn ich die Wahl habe, das naturbelassene Grünzeug und das Kauen nach wie vor lieber sind. Ich esse auch trotzdem zusätzlich soviel wildes und anderes Grün, wie ich bekommen kann, auch andere Algen. Je mehr Grün, desto besser :)

Der Smoothie des Tages: heute mal aus Banane, Kopfsalat & Afa-Algen

Was meine Idee der Ausleitung eventuell vorhandener Schwermetalle in meinem Körper betrifft … auch davon merke ich bislang nichts. Keine Entgiftungssymptome. Entweder gibt es nichts auszuleiten oder es funktioniert mit diesen Algen nicht. Nach gründlicherer Recherche habe ich mittlerweile herausgefunden, dass die Afa-Algen nach aktueller wissenschaftlicher Zuordnung keine Algen sondern Bakterien sind (Quelle: wikipedia). Vielleicht liegt’s auch daran? Obwohl sie ja dennoch offensichtlich reich an Chlorophyll sind. Ich werde sie trotzdem weiter nehmen, mal schauen, ob noch etwas passiert.

Schwermetalle, Algen & überraschende Post

Sunday, September 4th, 2011

Diese Woche gab es, in Gestalt des Paketboten, mal wieder eine schöne Demonstration, wie das Leben (das Universum … oder wie immer ihr es nennen mögt) uns das bringt, was wir gerade benötigen. Oder eher: wie unsere Gedanken Dinge in unser Leben ziehen können: er brachte mir ein Päckchen aus Deutschland, sah nach einer Warenlieferung aus, dabei hatte ich doch gar nichts bestellt?!? Die Überraschung stellte sich als eine Dose Afa-Algen Presslinge von Keimling heraus … mit der Frage, ob ich die vielleicht mal ausprobieren möchte. Und hier darüber schreiben.

Wer meinen Blog schon eine Weile liest, weiss, dass ich von Nahrungsergänzungsmitteln eigentlich gar nichts halte, zumindestens nicht für mich, sondern die Natur & das, was sie mir liefert, bevorzuge. Nun habe ich vor Kurzem ein paar interessante Dinge herausgefunden. Wie so viele hatte ich bis vor einigen Jahren eine Menge Amalganfüllungen in den Zähnen. Quecksilber. Schwermetall. Ganz und gar nicht gesund. Die Füllungen habe ich mir bereits vor Jahren, lange vor der Rohkost, entfernen lassen, eine regelrechte Ausleitung der Schwermetalle habe ich aber niemals gemacht. Vor allem deswegen, weil ich damals keine Ahnung hatte, dass so etwas nötig sein könnte.

Nun führt ja schon eine rohköstliche, insbesondere eine urköstliche Ernährung mit vielen Wildkräutern, wie ich sie seit Jahren praktiziere, zur Entgiftung des Körpers. Somit auch zur Ausleitung solcher Rückstände. Wobei es zum einen nach so vielen Jahren nicht-natürlicher Ernährung halt eine Weile dauern kann. Und zum anderen zur effizienten Entgiftung neben der Ernährung eine möglichst natürliche Lebensweise, mit wenig Stress, viel Bewegung, viel Sonne notwendig ist. Aspekte meiner Lebensweise, an denen ich noch arbeite … ;)

Für die Ausleitung von Schwermetallen werden allenthalben Algen empfohlen, da sie ebenfalls die Fähigkeit haben, Schwermetalle zu binden. Diese Fähigkeit ist, soweit ich das verstanden habe, dem hohen Chlorophyll-Gehalt zu verdanken – was bedeutet, dass auch Wildkräuter & andere dunkelgrüne Blattpflanzen (Petersilie, Koriander, …) das können. Offenbar weiss mein Körper das auch & es ist der Grund, warum ich das ganze Grünzeug, besonders Algen, seit Jahren so gern esse. (Wobei die Frage ist, ob die Nordseealgen, die ja ebenfalls nicht ganz frei von Schwermetallen sein dürften, dabei überhaupt weitergeholfen haben?!?) Leider habe ich hier auf Teneriffa nicht nur noch keine frischen Algen finden können, sondern zudem sind jetzt im Sommer, wie schon erwähnt, auch die Wildkräuter sehr knapp. Oft greife ich deshalb ohnehin schon auf eingeweichte, getrocknete Algen (aus Deutschland bestellt) zurück. Sowohl frische als auch eingeweichte getrocknete Algen kann ich aber nur in begrenzter Menge essen – bis ich satt bin. Oder eher voll: denn mein Appetit darauf ist meistens größer als die Kapazität meines Magens. So sehr verlangt mein Körper danach. Mit Wildkräutern geht es mir genauso. Weshalb ich in Anbetracht meiner neuen Erkenntnisse überlegt hatte, das Ganze ein wenig zu beschleunigen & vielleicht doch mal eine Ausleitung mit konzentrierten Algen auszuprobieren. So richtig dazu durchringen konnte ich mich allerdings bisher noch nicht – irgendwie hat mich die Vorstellung, NEMs, Tabletten, irgendetwas so Unnatürliches zu mir zu nehmen, abgeschreckt. Wenn überhaupt, kämen selbstverständlich nur pure Algen, ohne weitere Zusatzstoffe & in Rohkostqualität in Frage. Und – tadaa, da kam das Päckchen. Zumindest die eben genannten Kriterien erfüllen die Afa-Algen-Presslinge schon mal. Sie bestehen nur aus unter 40°C getrockneten, gemahlenen Afa-Algen – nicht-gezüchtete oder -kultivierte Wildalgen.

Neugierig bin ja eh immer, die Tochter auch, also haben wir gleich mal probiert & je einen Pressling pur gegessen. Hm. Der Geschmack ist okay, bisschen trocken halt. Und sie kleben überall an den Zähnen fest. Dunkelgrüne Zungen hatten wir außerdem danach :) . Naja, lesen hilft – auf dem Etikett wird vorgeschlagen, die Presslinge im Mörser zu zerstoßen & in ein Getränk zu mixen. Was wir folglich als nächstes ausprobiert haben. Mörser hab ich nicht, aber der Personal Blender tut’s ja auch. Das Algenpulver hab ich dann mit einer Handvoll Papaya & etwas Wasser zu einem seeeeehr grünen Smoothie gemixt. Lecker!

Das Etikett informiert außerdem über den Reichtum der Presslinge an sekundären Pflanzenstoffen & die mögliche stimmungsaufhellende Wirkung. Die ich so erstmal nicht feststellen konnte – allerdings braucht meine Stimmung auch grad keine Aufhellung & an einem Mangel an sekundären Pflanzenstoffen leide ich gewiss auch nicht :)

Da die Presslinge nun also so unverhofft & passend zu mir gefunden haben, werde ich mal eine “Ausleitungskur” damit versuchen. Der Inhalt der Dose sollte für ca 60 Tage reichen. Mal schauen, wie’s mir damit geht … ich werde weiter berichten!

Gesundheit & Appetit

Wednesday, August 31st, 2011

Motiviert durch Bianca‘s Frage zu meinem Artikel über “Alltägliches Fasten” habe ich mir mal Gedanken über die Zusammenhänge von (mangelndem) Wohlbefinden & Appetit gemacht. Während Tiere und auch viele (die meisten?) Menschen eher nicht essen, wenn sie sich körperlich nicht wohl fühlen, entwickeln andere eigenartigerweise bei akuter oder herannahender Krankheit gesteigerten Appetit. Bislang habe ich Fasten immer für die natürliche Reaktion des Körpers auf Krankheiten, Vergiftung, Verletzungen gehalten. Eben um alle Energien auf die Entgiftung bzw die Heilung zu konzentrieren. Sich nicht noch zusätzlich mit Verdauungsarbeit zu belasten. Möglicherweise ist jedoch auch das individuell verschieden? Von Natur aus, meine ich, also von Geburt an. Oder handelt es sich um ein erlerntes Verhalten, das die natürliche Reaktion des Körpers überlagert? Welche Erklärung für ein gesteigertes Bedürfnis nach Essen bei Unwohlsein und Krankheit könnte es geben?


Bildquelle: photocase.de, FloKu

Zunächst stellt sich mir da die Frage, worauf jemand denn Appetit hat. Vielleicht verlangt der Körper bei ansonsten vitalstoffarmer Ernährung dringend nach Vitaminen, Enzymen, Mineralstoffen, um besser mit der akuten Belastung zurechtzukommen? Das könnte sich offensichtlich durch gesteigerten Appetit auf frisches Obst, Gemüse und/oder Grünzeug äußern! Während meiner letzten Schwangerschaft litt ich monatelang unter starker Übelkeit & mochte kaum etwas essen. Nicht ungewöhnlich, eine Fastenzeit zu Beginn der Schwangerschaft soll ja normal, natürlich, sein. Das einzige, wonach mein Körper wirklich verlangt hat & was ich auch bei mir behalten konnte, waren frisch gepresste oder gemixte Säfte. Damals habe ich mich noch überwiegend gekocht ernährt – vielleicht fehlten mir also tatsächlich Vitalstoffe.

Manche Menschen haben aber auch gerade bei “Erkältungen” und ähnlichem das Verlangen nach extrem ungesunder Nahrung. Eine Freundin schwört zum Beispiel auf die “Bier-und-Chips”-Diät, wenn sie “krank” ist. “Erkältung”, “Krankheit” – was bedeutet das eigentlich wirklich, welchen Sinn hat es? “Erkältung” an sich, also eine Krankheit, die auftaucht, weil uns mal ein bisschen kalt ist – das gibt es ja meiner Meinung nach gar nicht. Sicher kommt unser Körper mit anderen Belastungen weniger gut zurecht, wenn wir viel Energie brauchen, um uns warm zu halten. Und zudem noch (weil wir uns zum Schutz vor der Kälte in geheizten Räumen aufhalten) zu wenig Sonne & frische Luft bekommen. Aber warum wir krank werden sollten, weil wir mal im Regen nass werden, nicht aber nach dem Duschen, erschliesst sich mir nicht.

Ich halte jede Art von Krankheit für eine Maßnahme des Körpers, sich zu reinigen, zu entgiften. Sobald er etwas zu entgiften hat – und das ist beim Leben in unserer Welt voller Schadstoffe in Nahrung, Wasser & Luft, insbesondere bei einer “Standard”-Ernährung eigentlich ständig der Fall – ergreift er jede sich bietende Gelegenheit. Das kann zum Beispiel eine ruhige, im Vergleich zum Alltag stressfreiere Phase wie Urlaub oder Wochenende sein, eine Phase weniger belastender Ernährung oder eben “vorbeikommende” Viren und Bakterien (die an sich keineswegs “böse” sind, sich jedoch zur Unterstützung der Entgiftung stärker als sonst im Körper ausbreiten & damit Krankheits- (Entgiftungs-)Symptome hervorrufen.) Positiv eigentlich, denn es hilft dem Körper, tiefere, größere Schäden zu vermeiden. Nur eben nicht so angenehm.

Entgiftungssymptome lassen sich unterdrücken, die Entgiftung somit verhindern, durch viel, insbesondere viel “ungesundes”, Essen. Klassisches Beispiel: du stellst deine Ernährung auf Rohkost um, entgiftest erstmal, fühlst dich also krank. Fängst wieder an, Gekochtes zu essen … und schon geht es dir (scheinbar) besser. In Wirklichkeit ist aber nur die Entgiftung gestoppt. Gesteigerter Appetit bei herannahender “Krankheit” könnte also ein Versuch sein, den unangenehmen Entgiftungssymptomen zu entgehen. Bzw. ein Versuch der abgelagerten “Gifte” und/oder der geschädigten Zellen in deinem Körper, sich zu erhalten.

Sollten wir also in solchen Fällen dem Verlangen nach Essen nicht nachgeben? Nicht auf unseren Körper hören? Vielleicht sollten wir versuchen, genauer hinzuhören. Hinzuspüren. Appetit auf Chips oder andere unnatürliche Nahrung kann in diesem Fall mMn kein natürliches Signal sein, dem ich folgen sollte, damit es mir besser geht. Besser schauen, ob sich dahinter vielleicht der Bedarf an bestimmten Nährstoffen (Mineralsalze, Fette) versteckt – und den erfüllen. Oder, wie es wohl auch die meisten uns vom “emotionalen Essen” kennen: nicht gleich essen, erstmal schauen, ob da vielleicht ein ganz anderer Bedarf hinter dem Appetit steckt. Vielleicht möchten wir, weil es uns nicht gut geht, gepflegt, umsorgt, verwöhnt werden – und sind daran gewöhnt, dieses Bedürfnis mit Essen zu erfüllen. Und wenn beides nicht zutrifft? Ich glaube, es könnte sich lohnen, dennoch mit dem Essen erstmal ein bisschen zu warten, etwas anderes zu tun (bewegen, ausruhen, sich unterhalten) – und zu schauen, wie sich Befinden & Appetit entwickeln. Bleibt das Verlangen nach Essen bestehen – na, dann soll es wohl so sein, dann ist es offenbar das, was dir jetzt am besten tut: Guten Appetit also :)

Der Weg ist das Ziel

Thursday, August 25th, 2011

Mein Weg zur Rohkost, zumindest das bewusst zurückgelegte Stück von der Entscheidung für Rohkost zur Umsetzung, war kurz & einfach; die Reise seitdem 100% roh-vegan, voller Genuss!

Jedoch: auch innerhalb einer reinen Rohkost-Ernährung gibt es viele verschiedene Arten, sich zu ernähren. Bessere & weniger gute – oder, anders ausgedrückt: das Wohlbefinden fördernde & andere, weniger gut bekömmliche. Mit der Umstellung auf Rohkost erleben die meisten Menschen zunächst nur positive Veränderungen: gesteigertes Wohlbefinden, mehr Energie, größere Klarheit, das Verschwinden von Krankheitssymptomen. Das liegt vor allem an all dem, den Körper belastenden, was nun nicht mehr gegessen wird. Außerdem steigt im Vergleich zur vorhergehenden, herkömmlichen Ernährung mit der Rohkost die Vitalstoffversorgung rapide an. Im Laufe der Zeit wird der 100% roh ernährte Körper immer reiner. Und immer sensibler für seine Bedürfnisse. Er braucht weniger Nahrung, mag weniger Mischungen, weniger verarbeitete Nahrungsmittel, reagiert auch empfindlicher auf Schadstoffbelastungen und so weiter.

Lieblings-Urkost-Mahl: Durian an Wildkräutern

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mir am besten geht, wenn ich Urkost esse – Früchte, Gemüse, viiiiiiel Grünzeug, vor allem viele Wildkräuter. Das Ganze möglichst so, wie es wächst, nicht zubereitet, wenig gemischt, nicht zu viel. Leider fällt mir das weitere Folgen dieses Weges nicht immer so leicht – je nach (seelischer) Verfassung & dem, was mir das Leben so bringt, esse ich mal mehr, mal weniger optimal. Immer roh zwar (& immer vegan sowieso), denn alles andere betrachte ich schlicht genauso wenig als essbar wie z. B. eine alte Zeitung. Aber eben nicht immer so, wie mein Körper es am liebsten hat.

Datteln & Süßkartoffel an Fucus-Algen (Blasentang)

Manchmal “fliege” ich mit meiner Ernährung “zu hoch”, weiss nicht wohin mit meinen Energien & Ideen, fühle mich zu wenig geerdet. Dann esse ich mehr “schwerere” Nahrungsmittel wie z. B. Kerne oder Datteln oder mehr Fettiges wie Avocados. So wie sich in der ersten Zeit mit der Rohkost körperliche Blockaden, Verschlackungen gelöst haben, so lösen sich im Laufe der Zeit (natürlich nicht nur, aber auch durch die Rohkost) auch gefühlsmäßige Knoten. Seelische Entgiftung, sozusagen. Und manchmal fühle ich mich dadurch hochkommenden, schmerzhaften Gefühlen (noch) nicht so recht gewachsen. In solchen Phasen esse ich dann zu viel (= mehr, als mein Körper braucht), zu durcheinander, zu spät abends, falle auf zubereitete Rohkost zurück, zum Betäuben schmerzhafter Gefühle oder als Ersatzbefriedigung für emotionale Bedürfnisse … viele Prägungen, gerade im Zusammenhang mit Essen, sitzen wirklich tief. Und gerade beim Essen merke ich immer wieder, wie weit entfernt vom “Continuum” (-> Jean Liedloff: Auf der Suche nach dem verlorenen Glück: Gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit) mein ganzes Leben war & ist.

Manchmal sind es auch einfach äußere Anlässe oder die pure Experimentierfreude, die mich essensmäßig von mir weg führen. Kopfzerbrechen bereitet mir das nicht – der Weg ist das Ziel, lehrreich ist er & vor allem macht er Spaß!

Rohe Maischips und Vanille-Marzipan-Kugeln

Genuss mit Reue

Monday, June 20th, 2011

Es erschien uns wie ein Festtag – die Feigensaison beginnt jetzt langsam & vor einigen Tagen haben die Tochter & ich voller Begeisterung beim Einkaufen in der Fruteria frische, reife Feigen entdeckt. Natürlich haben wir welche gekauft & sie gleich darauf, in der Sonne sitzend, verzehrt – mhmm, so köstlich! Einige Zeit später klagte die Tochter über Kopfschmerzen & auch mein Kopf fühlte sich kurz darauf nicht mehr so richtig gut an … das hielt sich bei uns beiden bis zum Abend, & die Tochter ist am folgenden Morgen mit geschwollenen Lymphknoten und schmerzendem Nacken aufgewacht … womit immer die leckeren Früchte, die wir mit Schale, ungewaschen, verzehrt hatten, behandelt waren: es gefiel unseren Körpern nicht. Schade … künftig werden wir wohl wieder besser aufpassen, dass wir zumindestens bei derart dünnhäutigen Früchten wirklich nur unbehandelte erwischen! Wie froh ich bin, dass mein Körper so wunderbar funktioniert & derartige Gifte schnell wieder entsorgt!

Entgiftung

Sunday, April 17th, 2011

Noch so ein häufig diskutiertes Thema bei RohköstlerInnen: Entgiftung. Besonders in der Anfangszeit, bei der Umstellung auf Rohkost, entgiftet der Körper deutlich. Je nach vorherigem Lebenswandel mehr oder weniger stark. Auf welche Art der Körper entgiftet, das ist individuell verschieden. Sehr häufig sind Schnupfen oder grippeartige Symptome, meist entsorgt der Körper große Mengen an Schleim. Oft kommt es auch zu Gewichtsverlust, selbst wenn vorher kein Übergewicht vorhanden war. Auch dies ist ein Weg zu entgiften: nicht optimal aufgebaute Körpermasse abbauen. Mein Körper hat in den ersten 3 Monaten mit Rohkost 10kg Gewicht abgebaut. Sobald ich einige Zeit später verstärkt Wildkräuter in meine Ernährung aufgenommen habe, bekam ich erst eitrige Entzündungen an den Fingern, dann wunde Brustwarzen, anschließend eine mehrere Wochen dauernde Nebenhöhlenentzündung mit starker Schleimbildung. Als Kind habe ich sehr häufig unter Mittelohr- und Mandelentzündungen gelitten – bis man mir schließlich die Mandeln entfernt hat. Möglicherweise stand die auf diesen Teil meines Körpers konzentrierte Reinigung damit im Zusammenhang. Oder vielleicht mit den Zähnen, an denen leider auch schon von Kindheit an viel behandelt wurde? Ich weiss es nicht, aber ich bin mir sicher, dass mein Körper immer die besten ihm zur Verfügung stehenden Wege nutzt, um Giftstoffe abzubauen & sich zu heilen.

Wie die meisten von uns habe ich die Rohkost erst relativ spät entdeckt & so ist es nicht weiter verwunderlich, dass mein Körper, der viele Jahre lang nicht gerade optimal ernährt wurde, nun auch seine Zeit braucht, um all die eingelagerten Gifte & Schlacken wieder loszuwerden. Ich kenne Rohköstler, die noch nach 20 Jahren die Reinigung von uralten Rückständen, z. B. extrem künstlicher Lebensmittel wie Gummibärchen, Kaugummi u. ä. feststellen. Solche Entgiftungen sind ihrer Beschreibung nach manchmal durch urplötzlich auftretenden Appetit auf das früher einmal Gegessene gekennzeichnet. Gibt man diesem Appetit nicht nach, befreit sich der Körper in der Folge von den noch vorhandenen Resten.

Die vielgepriesenen Wildkräuter sind nicht nur unentbehrlich für die Sättigung & die Versorgung mit allen Vitalstoffen, sie unterstützen auch die Entgiftung. Besonders auffällig ist das im Frühjahr, wenn wir nach einer mehr oder weniger langen Winterzeit wieder verstärkt Wildkräuter in unsere Ernährung aufnehmen … und damit nicht selten einen Reinigungsprozess unseres Körpers in Gang setzen. Diese “Erstreaktion” ist somit nicht etwa ein Zeichen für eine Unverträglichkeit … also nicht erschrecken, sondern weiterhin täglich Wildkräuter essen, am besten zu jeder Mahlzeit!

Ein paar Sorten erkennt mit Sicherheit jedeR von euch: Löwenzahn, Gänseblümchen, Brennesseln, Giersch, Klee, Sauerampfer, … & so nach & nach erweitert sich das Spektrum von ganz alleine. Auch die zunächst noch ungewohnten Geschmäcker werdet ihr bald schätzen lernen. Bei Kindern & Anfängern meist beliebt sind Sauerampfer, Sauerklee, Vogelmiere, Lindenblätter, Melde, Platterbse … die schmecken alle recht mild. Auch der Geschmack von Brennesseln ist sehr angenehm; es erfordert nur ein wenig Übung sie zu pflücken & zu essen, ohne sich daran zu verbrennen. Für den Anfang können sie aber gut im Smoothie verwendet werden. Wie natürlich auch alle anderen Wildkräuter.

Wer sich sehr unsicher fühlt, möchte vielleicht mal an einer Kräuterwanderung teilnehmen. Oder im Sommer zum Urkostkongress in Kisslegg kommen. Dort gibt es außer Wildkräutern und anderem Leckerem auch viele spannende Vorträge. Unter anderem einen von mir. Außerdem biete ich dort als Aktion zum Mitmachen die Gestaltung von “Kreativer Rohkost” (nicht nur) für Kinder an.