Posts Tagged ‘Entgiftung’



1 Woche voller Papaya

Wednesday, January 25th, 2012

Resümee einer Woche auf Papaya Island:

  • Am 1. Tag Hunger, Kopfweh, schlechte Laune, am 2. Tag Gelüste auf mehr Abwechslung, anderes Obst, Kokosnuss (Fett, Eiweiß?), ab dem 3. Tag essensmäßig total zufrieden. Heute, am 7. Tag, plötzlich gegen Abend Riesenhunger, der aber nach einem zügigen Fußmarsch (aufgrund diverser Erledigungen) wieder verschwunden ist.
  • Entgiftung: emotionale – siehe unten – von Anfang an. Außerdem leichte Halsschmerzen & Husten ab dem 5. Tag, heute fühlte ich mich einigermaßen mau damit.
  • Ich friere. Es ist kühl geworden hier, dennoch denke ich, dass das Frieren eher am Bewegungsmangel der letzten Tage liegt. Oder an der Entgiftung, die ja, s. o., mit erkältungsartigen Symptomen daherkommt. Der Bewegungsmangel liegt teilweise an meiner mentalen Verfassung. Ich hatte mich in letzter Zeit wirklich viel “gefüttert”, um Gefühle unten zu halten. Die jetzt hochkommen und mir zu schaffen machen … nicht immer angenehm, aber irgendwie schon reinigend & hoffentlich auch mich weiterbringend …
  • Die Meditation hat nicht jeden Tag geklappt, leider. Wenn ich es geschafft habe, tat’s sehr gut. Ich werde das weiterhin versuchen.

Eine Woche hatte ich mir vorgenommen, und es hat ja wunderbar geklappt. Im Grunde könnte ich gut noch ein wenig so weitermachen – schon allein, um zu sehen, wie sich das, was sich da grad so in Gang setzt in mir, weiterentwickelt. Werde ich auch, allerdings werde ich umsteigen. Auf Bananen. Die doch noch etwas leichter zu beschaffen & heranzuschleppen sind, kostengünstiger nebenbei auch, und sich vor allem besser zum Mitnehmen eignen. Ab morgen also wirklich Banana Island.

Wie lange noch? Mal schauen, ein paar Tage, denke ich. Abhängig davon, wie ich mich weiter damit fühle.

Papaya Island Tag 2

Friday, January 20th, 2012

Mein 2. Tag auf der Papaya-Insel. Heute mit knapp 4kg Papaya, also weniger als gestern. Trotzdem hab ich mich satter gefühlt & bin auch jetzt, am Abend, nicht so hungrig wie gestern, obwohl ich heute zuletzt um 16 Uhr gegessen habe. Allerdings fand ich den Geruch der Birnen, die die Tochter vorhin gegessen hat, extrem verlockend … und hab mich kurz gefragt, warum ich das hier eigentlich mache. Auch die Kokosnuss roch sehr verführerisch; alles andere Essbare, was mir so unter die Augen bzw Nase kam, hat mich kaltgelassen.

Entgiftungserscheinungen? Letzte Nacht hab ich länger geschlafen als sonst & bin einigermaßen verspannt & verquollen aufgewacht. Stimmungsmäßig hänge ich auch immer noch durch … was größtenteils nicht ursächlich durch die Entgiftung bedingt ist, mir jedoch heute sehr deutlich gemacht hat, wie emotional mein Essen der letzten 2-3 Wochen geprägt war. Ohne das kommen die Gefühle jetzt halt richtig hoch & wollen angemessen gelebt werden.

Um auf meine eigene Frage zurückzukommen: warum mache ich das eigentlich? Es ist ein Experiment, ein Versuch der Entlastung. Ich hatte, nach zu viel & zuviel gemischtem Essen in den letzten Wochen wieder mal das Bedürfnis nach mehr Einfachheit. Vor einigen Wochen habe ich von “Banana Island” gelesen & seitdem den Wunsch, das auszuprobieren. Es kommt meinen Vorlieben & Erfahrungen so sehr entgegen, da will ich nun mal ausprobieren, wie es sich anfühlt. Darüberhinaus scheint es mir ein guter Ansatz zur Entgiftung zu sein. Richtig Fasten fällt mir in meiner momentanen Lebenssituation sehr schwer; Banana Island entlastet den Körper – zumindest stelle ich es mir so vor – immerhin auch schon so weit, dass er sich um “Angesammeltes” kümmern kann.

Leider entwickeln sich meine Vorräte nicht ganz so wie gewünscht – zum Einen hat die Tochter, die seit 3 Monaten keine Papaya mehr mochte, ausgerechnet jetzt wieder Appetit darauf entwickelt. Zum Anderen reifen die vielen Papayas im Regal langsamer als erwartet, wohl aufgrund der kühleren Temperaturen, & beim heutigen Einkauf habe ich auch keine richtig reifen Früchte bekommen. Ich hoffe, morgen auf dem Markt welche zu finden – ansonsten muss ich einen Bananen-Tag einschieben. Oder einen Fastentag?

Papaya!

Thursday, January 19th, 2012

Yay, seit heute bin ich also auf meiner Früchte-Insel. Mit Papaya! Warum Papaya? Nun, ich liebe Papayas & mag sie ohnehin am liebsten täglich essen. Außerdem sind sie jetzt endlich wieder in Saison & somit gut, reif & günstig zu bekommen. Die Küche liegt voller Vorrat für die nächsten Tage (ein bissel nachreifen müssen sie schon meist noch).

Ein bisschen Wissenswertes über Papayas? Sie enthalten mehr Vitamin C als Kiwis, reichlich Antioxidantien wie Karotine oder Provitamin A – mehr als Karotten – und Flavonoide. Außerdem die fürs Nervensystem wichtigen B-Vitamine Thiamin, Riboflavin und Niacin, Vitamin E und die Mineralien Magnesium, Eisen, Phospor, Kalium, Selen und Kalzium. Papaya soll die basenbildenste Frucht sein, die es gibt. Sie ist arm an Fruchtsäuren & somit nicht nur für empfindliche Mägen gut verträglich, sondern darüber hinaus sogar beruhigend und heilend bei Schleimhautreizungen. Das in ihr enthaltende Papain, ein eiweißspaltendes Enzym, wirkt unterstützend bei der Eiweißverdauung.

Die in manchen Papayas reichlich enthaltenen Kerne können übrigens mitgegessen werden. Ebenso, sofern unbehandelt, die Schale, die mit zunehmender Reife dünner & weniger bitter wird. Häufig schimmeln Papayas während des Nachreifens von außen – das ist nicht weiter schlimm: es dauert mehrere Tage, bevor der Schimmel auch ins Innere der Frucht wandert. Verschimmelte Stellen einfach großzügig wegschneiden & den Rest der reifen Frucht genießen.

Mit Beginn dieser Woche ist nun auch hier offenbar der Winter eingebrochen … der kanarische zwar nur, der sich für uns jedoch trotzdem kalt anfühlt. Mal sehen, wie sich das mit meinem Projekt verträgt. Begleitend hab ich mich (ebenfalls verspätet) für den 21-Tage-Yoga-Challenge eingeschrieben. Mein Ziel dabei: täglich 15 Minuten Meditation – eine echte Herausforderung für mich & meinen unruhigen Geist!

So, und wie war er nun, der erste Tag? Ich habe über den Tag ca. 4,5 kg Papaya gegessen. Verteilt auf 4 Mahlzeiten. Im Laufe des Nachmittags hatte ich, trotz gut gefüllten Bauchs, ein Gefühl von Hunger. Außerdem habe ich gegen Abend leichtes Kopfweh bekommen & war ziemlich gereizt … was ich jetzt mal als Entgiftungssymptome interpretiere. Nach einem zügigen dreiviertelstündigen Spaziergang mit der Tochter & einem anschließenden 3km-Lauf ging es Kopf & Nerven wieder besser. Jetzt gönne ich mir gleich noch meine Meditationsrunde & versuch dann heute mal, früher ins Bett zu gehen. Und freu mich auf mein morgiges Papaya-Frühstück :)

Neujahrsvorsätze?

Friday, January 6th, 2012

“If you aren’t sure what you want in life, start by getting rid of what you don’t. In that open space good things will evolve.”

from The Why Cafe by John P. Strelecky

Wenn du nicht sicher bist, was du willst im Leben, fang damit an, das loszuwerden, was du nicht willst. In diesem freien Raum werden sich gute Dinge entwickeln.

Wie sieht es mit deinen Neujahrsvorstellungen aus, was möchtest du von diesem Jahr? Was willst du anders machen? Ideen & Pläne zu Ernährungsumstellungen gehören sicher bei vielen auf die Liste. Gerade jetzt nach all den Feiertagen & dem damit meist verbundenen (zu)viel & durcheinander Essen. Wer gerade Lust auf eine Entgiftungskur hat, einen Einstieg in die vegane Ernährung oder die Rohkost sucht oder letzteres einfach mal ausprobieren möchte, mag sich vielleicht der Crazy Sexy Detox Kur der Wurzelweberin anschließen. Geht allerdings schon heute los!

Wenn dir das nicht weit genug reicht, du eh schon 100% roh bist oder schlicht ein einfacheres Programm vorziehst, bist du herzlich eingeladen, mich nach Banana Island (Fruit Island) zu begleiten! Los geht’s am 16. Januar & der Plan ist ganz einfach: 2 Wochen lang gibt es nur eine Sorte Frucht zu essen. Nichts anderes. Den ganzen Tag. Soviel du magst.

Vorzubereiten gibt es für die Reise relativ wenig – Früchteeinkäufe halt, für die ersten Tage & zwar so, dass ausreichend reife Früchte im Haus sind. Hier bieten sich als Möglichkeiten gerade Orangen, Papayas und Bananen an. Granatäpfel auch, aber obwohl ich die wirklich gerade sehr mag, kann ich sie mir als mehrtägige Mono-Nahrung nicht so recht vorstellen. Papayas wären mir am liebsten, sind allerdings saisonal bedingt auch am schwierigsten in ausreichender Menge & der richtigen Reife zu bekommen bzw. nachzureifen. Mangos fände ich ebenfalls toll, weil sie gleichzeitig nahrhaft & saftig sind. Leider neigt sich deren Saison dem Ende zu. Nun, ich werde sehen, was ich im Laufe dieser Woche so bekommen kann. Im Zweifelsfall wechsle ich innerhalb der zwei Wochen halt die Frucht.

Obwohl sich diese Ernährung mit ein wenig Planung beim Einkaufen problemlos auch in den Arbeitsalltag integrieren lässt (hey, du musst tagelang nicht darüber nachdenken, was du essen willst! :) ), liesse sich andererseits eine solchermaßen bewusste, geplante Zeit natürlich prima dazu nutzen, gleichzeitig verstärkt auf ausreichend Bewegung, frische Luft & mentale Entspannung zu achten. Na, ich werde sehen, wie sich das Arbeitsaufkommen hier entwickelt & was sonst noch geht. Auf jeden Fall freu ich mich schon auf die Reise & bin gespannt, wie’s wird!

Samstag-Log

Saturday, December 17th, 2011

Die Tochter ist gesundheitlich ein bisschen angeschlagen (sie entgiftet, kommt in den besten Rohkost-Familien vor ;) und hat sich dafür einen recht heftigen Infekt ausgesucht … so arg hat es sie schon seit Jahren nicht mehr erwischt. ) & mein Tag dementsprechend zusätzlich gefüllt mit Versorgen & Bekuscheln, auch die Nacht war recht unruhig. Was wir machen in solchen Fällen? Nichts weiter. Dem Körper (& der Seele) die Ruhe geben, die gebraucht werden. Sie liegt & sitzt viel rum. Vormittags draußen in der Sonne. Isst kaum etwas, nur ein wenig Melone & Granatapfel heute. Kuschelt viel auf meinem Schoß & mit dem Bruder & lässt sich gern vorlesen … & freut sich, obwohl sie sich wirklich überhaupt nicht wohlfühlt, über den “Vorteil” am Kranksein: dass man so schön umsorgt & bedient wird :)

[bewegt]Samstags-Einkauf = 3 km Fußmarsch (Hinweg) & etliche Kilo in Rucksack & Trolley den Berg raufschleppen. (Für den Rückweg bis zum Fuß des Berges hab ich heute den Bus genommen.). Zu mehr bin ich heute nicht gekommen.
[gegessen] 1/2 Ananas. Später die andere Hälfte. 1 große Mango, Brennesseln, Borretsch. 3 Datteln mit Ingwer. 1 Bund Spinat, Brennesseln, 1/2 Avocado.
[wellness]
[seelennahrung]
[und sonst] Earthlings geguckt.

Salz

Tuesday, October 4th, 2011

Eine glücklicherweise kurze, aber dennoch unangenehme Erfahrung hat mir kürzlich wieder einmal gezeigt, dass isoliertes Salz, selbst wenn es unraffiniert, bio, frei von welchen Zusätzen auch immer ist, nichts in unserer Ernährung zu suchen hat. Schädlich für den Körper ist. Und gleichzeitig so suchterzeugend, den Instinkt überlagernd, die Geschmacksnerven betrügend. Es sorgt dafür, dass wir Dinge mögen, die eigentlich nach nichts schmecken. Uns nicht nähren. Und es sorgt dafür, dass wir mehr wollen, mehr von diesem verlockenden salzigen Geschmack.

Ich kann mich diesmal nicht mal damit rausreden, dass ich es nichtsahnend gegessen hätte – denn die fragliche Zubereitung (eine übrigens sehr leckere Erdnuss-Sauce) hatte ich selbst zum letzten Roh- & Veganertreffen mitgebracht. Dass überhaupt Salz darin war, war _eigentlich_ eine Konzession an den an Kochkost gewöhnten Geschmack der übrigen Mitfeiernden (die Tochter & ich waren die einzigen RohköstlerInnen dort). Unraffiniertes Meersalz war es. Und weil ich bei der Zubereitung nicht gut aufgepasst hatte, eben auch noch etwas zu viel davon. Zuviel für mich, die ich sonst so gut wie gar kein Salz verwende; wenn ich etwas “salzen” möchte, verwende ich gemahlene Algen. Außer mir fand das allerdings niemand.

Tja, und ich habe es geschmeckt & trotzdem davon gegessen – zu lecker fand ich an diesem Tag die Kombination der Sauce mit Bananen. Die Reaktion kam prompt, ich fing an zu schwitzen, und am selben Abend hatte ich mehrere unangenehm juckende Ekzeme. Am nächsten Morgen sah ich dann auch noch, anders als sonst, einigermaßen verquollen aus beim Aufwachen. Ich bin ja immer wieder begeistert & dankbar, wie gut mein Körper funktioniert – er wollte das, was ihn gestört hat, so schnell wie möglich wieder los werden. Lang gedauert hat es auch nicht, schon am nächsten Tag heilten die Ekzeme wieder ab, das Jucken hörte auf, und nach drei Tagen war nichts mehr davon zu sehen.

Das “übliche” Essen, die sogenannte gutbürgerliche Küche, mehr noch all die künstlichen Lebensmittel, Fertiggerichte, FastFood sind viel zu stark gesalzen. Salz (& all die weiteren künstlichen Aromen etc darin) verdirbt den Geschmackssinn, es tritt eine Gewöhnung ein, so dass, wer sich dauerhaft so ernährt, immer mehr Salz im Essen braucht, damit es überhaupt noch als schmackhaft wahrgenommen wird. Klar, ohne Salz wäre wohl niemand dazu zu bewegen, derartigen Müll zu sich zu nehmen.

Bis sich der Geschmackssinn regeneriert hat, erscheint pure, ungewürzte Rohkost oftmals zu Anfang etwas langweilig – das ändert sich aber schnell. Schon nach kurzer Zeit ohne Salz werden die intensiven Geschmäcker, roh natürlich viel ausgeprägter als bei zerkochtem Essen, wahrgenommen. Gesalzenes ist jetzt plötzlich viel zu salzig, schmeckt unangenehm. Warum fallen wir dann trotzdem wieder so schnell auf den “betrügerischen” Effekt des Salzes herein? Empfinden leicht gesalzene Speisen als lecker, mögen so auch Dinge, auf die wir pur, ungesalzen, gerade überhaupt keinen Appetit haben, Verlangen nach mehr davon?

Das Verlangen nach Salz ist das Verlangen des Körpers nach Mineralsalzen. Was wir wirklich wollen, sind die Mineralien. Die in der Kochkost, aber häufig genug auch bei rohköstlicher Ernährung, nicht ausreichend vorhanden sind. Wird dieser Appetit mit isoliertem Salz befriedigt, bekommt der Körper nicht, was er wirklich braucht. Nämlich Grünzeug! Dunkelblättriges Grün. Wildkräuter. Spinat, Petersilie, Grünkohl, Algen, Feldsalat und so weiter.

Ein Trick hier bei uns ist übrigens die Verwendung gemahlener getrockneter Algen im Salzstreuer. Das erfüllt gleichzeitig den Wunsch der Tochter nach selbstbestimmtem Salzen ihres Essens (hat sie schon vor Jahren bei Freunden & Großeltern kennengelernt und gleich übernommen), verleiht wirklich einen salzigen Geschmack & liefert tatsächlich gleichzeitig die benötigten Mineralien.

Rezept für die Erdnuss-Sauce
Für 2 Portionen

  • 2 EL rohes Erdnussmus
  • 100ml Wasser
  • 1 TL Agavennektar
  • 1 EL Limetten- oder Zitronensaft
  • Knoblauch
  • Ingwer
  • Paprikapulver
  • Gemahlene Algen (statt Salz)

Alle Zutaten im Blender oder per Hand zu einer glatten Sauce verrühren. Schmeckt köstlich zu Möhre oder Brokkoli. Oder auch – wenngleich das eine eher ungünstige Kombination ist – zu Bananen.