Die letzten Tage sowie der gestrige Kommentar von Jademond (danke!) haben es mir wieder mal bewusst gemacht: Je einfacher Mahlzeiten ausfallen, desto leckerer sind sie. Und desto befriedigender. Das fällt mir immer wieder auf. Sicher, gelegentlich schmeckt auch eine Rohkosttorte köstlich, oder ein Dipp zum Gemüse. Manchmal probiere ich ein neues Rezept aus & bin dann eine kurze Zeit lang ganz wild darauf – so wie kürzlich die Maischips. Zwar schon ein recht einfaches Rezept mit nur vier verschiedenen Zutaten und ohne Salz oder Gewürze. Dennoch: nahezu alle Rohkostzubereitungen, jede Verarbeitung, Mischung, Denaturierung der Nahrung scheint mehr oder weniger suchterzeugend zu sein. Mehr noch bei Verwendung verarbeiteter, aus ihrem natürlichen Zusammenhang isolierter, Zutaten wie Salz oder Agavennektar.
Dieses suchtartige Verlangen nach solchen Speisen lässt sich einfach von dem auf einem körperlichen Bedarf beruhenden Verlangen nach bestimmten puren Früchten, Gemüsen, Blättern unterscheiden: ich muss nur beobachten, wie ich mich danach fühle! Der Genuss zubereiteter Leckereien ist ein kurzfristigerer, macht mich nicht nur nicht so glücklich sondern lässt mich mich eher im Nachhinein unwohl fühlen. Nicht wirklich genährt sondern eher (zu sehr) gefüllt. Was mit der schwereren Verdaulichkeit zusammenhängt – ein Effekt, der natürlich erst nach einer gewissen Zeit mit Rohkosternährung auffällt.
Wie eine Freundin es vor Jahren mal formulierte: Der Rohkost-Weg ist eine Einbahnstraße … mit ein wenig Achtsamkeit für den eigenen Körper fühlt sich nämlich, sobald er das wirklich gute Gefühl einer naturgemäßen Ernährung kennt, nichts anderes mehr richtig an.
Merkwürdigerweise lassen sich mein Instinkt & meine Erfahrung mit solchen Zubereitungen wie Torten, Soßen oder Chips, denen die Zutaten nicht mal mehr anzusehen sind, eher austricksen als mit gemischten Salaten – die mag ich schon seit Jahren nicht mal mehr anrühren.
So richtig richtig lecker – das sind für mich die puren, ursprünglichen Geschmäcker der Früchte und Gemüse, so wie sie sind. Am besten dann noch Mono, also nur eine Sache pro Mahlzeit. Mehr als zwei oder drei Sachen gleichzeitig sind mir auf jeden Fall zuviel, dann verliert das Essen an Genuss. Grünzeug als ständige Beilage ausgenommen
Eigentlich wollte ich euch hier ein Foto meines Abendessens zeigen, aber leider hab ich beim Anblick des leckeren Essens glatt das Fotografieren vergessen – deshalb nur mal wieder das Menü des (gestrigen) Tages:





