Datteln!

April 23rd, 2012

Der Sonntag bewegte sich kulinarisch zwischen seeeehr süß & sehr grün … luxuriös in beiden Fällen. Am Nachmittag gab’s erfrischende Zitronentörtchen:

Zitronentörtchen

Im Anschluss an diesen süßen Imbiss haben wir unseren grünen “Nachtisch” (klingt jetzt vielleicht nach verkehrter Welt für euch?) im Garten gefuttert, die Sonne genießend: Malve, von der Hand in den Mund. Ich bevorzuge die Blätter, die Tochter konnte gar nicht genug von den “Früchten” bekommen.

Zum Abend dann ein Festmahl … ein phänomenales Sortiment von Datteln, dazu unglaublich leckerer Fenchel und Tomaten.

Mozafati, Tantboucht, Bahree, Deglet, Sukkari, Zahidi, Khalasah ...

Wir haben ihn des köstlichen Geschmacks wegen gegessen, den Fenchel, gleichzeitig ist er aber auch eine optimale Zahnpflege nach den süßen, klebrigen Datteln! Viel besser, gesünder & leckerer als die Zahnpflegekaugummis, die uns ein wohlmeinender Bekannter gestern angeboten hat!

Südlicher Rhythmus

April 22nd, 2012

Vielleicht erinnert sich die Eine oder Andere noch an mein Experiment vom vergangenen Sommer “nach 16 Uhr nichts mehr essen” … ein kurzes Experiment, da es einfach schlecht zu unserem Alltag passte. Zur Zeit bin ich weit davon entfernt … während unsere Abendessenszeit in den letzten Jahren normalerweise so bei 18 Uhr lag, hat sich unser Rhythmus in letzter Zeit, verstärkt noch durch die Umstellung auf Sommerzeit, mal wieder nach hinten verschoben. Hier wird es morgens erst gegen 8 Uhr hell & früher finde ich auch nie aus dem Bett. Eher, dank langer Nächte, noch eine Weile später. Frühstück gibt es dann irgendwann zwischen 10 und 11 (ich brauche morgens erst eine Weile körperlicher Aktivität, bevor ich etwas essen mag). Nach dem Mittagessen, zwischen 14 und 15 Uhr ungefähr, genießen wir gern eine ausgiebige Siesta: Spielen, Lesen, Sonne, bevor ich dann am späten Nachmittag wieder an die Arbeit gehe. Oder zum Strand fahre. ;) So kommen wir erst zwischen 19 und 20 Uhr zum Abendessen. Für hiesige Verhältnisse ist das übrigens noch früh, wiewohl es mir schon relativ spät erscheint. Nun ja, dunkel wird es so um 9 herum, eine lange nächtliche Essenspause (14-15 Stunden) habe ich bis zum späten Frühstück trotzdem & vor allem fühle ich mich wohl damit!

Was es gestern so gab:

  • zum Essen Papaya (seit 3 Tagen wieder, mit ein bisschen Malve dazu am Nachmittag. Ich glaube, ich bin süchtig … ich mag einfach nichts anderes essen. Hab schon überlegt, wie ich die 2 Wochen in Deutschland ohne Papaya überleben werde ;) )
  • 2 Stunden Sonne auf der Haut.
  • Etliche Wege treppauf & -ab über die Finca; Laufen ging heute fußbedingt leider fast gar nicht, dafür gab’s diverse “Body Weight Excercises” (gibts dafür eigentlich eine handliche deutsche Bezeichnung???) wie Push-Ups, Sit-Ups, Hindu Squats usw.

Wann isst du so, morgens, mittags, abends?

Bananen & mehr

April 17th, 2012

Was mit Papayas paradiesisch ist, funktioniert mit Bananen für mich (zur Zeit?) nicht wirklich gut. Ich weiss nicht genau warum – zu wenig saftig, zu schwer? Nach zwei Tagen Banana Island wollte ich heute morgen etwas Erfrischenderes, Leichteres. So gab’s Melone zum Frühstück – yummy, soooo saftig, erfrischend! Ab mittags hab ich mit Bananen weitergemacht & sie nachmittags mit Malve direkt aus dem Garten ergänzt. Frisches, köstliches Grün! So war der Tag perfekt, essensmäßig! Nun ja, der Rest war auch nicht schlecht – es gibt spannende Pläne für diesen Frühsommer. Im Juni werde ich nach Deutschland kommen & plane gerade einige Veranstaltungen in dieser Zeit. Vorschläge, Anfragen & Einladungen nehm ich gerne noch entgegen :)

Meinen Bewegungsdrang kann ich noch immer schlecht befriedigen momentan – mein Fuß schmerzt nach wie vor. Vermutlich nicht zuletzt deswegen, weil ich ihn nicht wirklich stillhalte … ich muss mich irgendwie austoben & habe zwischendurch schon wieder angefangen, bisschen zu laufen, bin gewandert, rumgesprungen, hab getanzt. War vielleicht nicht so klug … hat jemand andere Ideen zu auspowernder Bewegung, fußschonende? Ein Fahrrad hab ich leider nicht, und auf dem Rücken liegend Radfahren in der Luft bringts nicht wirklich.

Natürlicher leben

April 16th, 2012

Zu den Annehmlichkeiten des zivilisierten Lebens, die ich im allgemeinen als selbstverständlich hinnehme, gehört fliessendes Wasser. Aus dem Hahn, der Dusche. In der Toilette. In der Waschmaschine. Schön, gelegentlich dran erinnert zu werden, welche Bequemlichkeiten in der Natur so nicht vorgesehen sind … wir haben gerade 12 Tage ohne fliessendes Wasser hinter uns. Immerhin mit verfügbarem Wasser in der Nähe, das ich in 8-Liter-Flaschen zum Haus tragen konnte. Waschen & Geschirrspülen mithilfe einer gefüllten Plastikschüssel. Spülkästen vom Klo per Hand aufgefüllt &, wenn mal mehr Menschen hier waren, strategisches Pinkeln-Gehen (die Letzte darf dann spülen ;) ). Wäsche waschen im Eimer, mit sonnengewärmtem Wasser (welch Glück, in der Sonne zu leben.) bzw. Kleidung halt öfter mal auslüften statt sie gleich in die Wäsche zu geben. Oder bei Freunden waschen. Waschsalons gibt es hier in der Gegend nicht. Dafür öffentliche Duschen am Strand, auf die ich zwischenzeitlich ausgewichen bin. Heute wurden endlich Pumpe & Leck in der Leitung repariert & wir genießen wieder den Luxus fliessenden Wassers im Haus. Vielen Dank für diesen kleinen Denkanstoß, der mich hoffentlich noch eine Weile an den sparsamen Umgang mit Wasser erinnern wird.

Essenstechnisch nix Aufregendes von mir heute, der zweite Tag auf Banana Island – lecker & sehr nahrhaft! Allerdings, wie auch beim letzten Mal: Bananen sind mir zu wenig saftig, um längere Zeit auf dieser Insel zu bleiben. Papayas schmecken mir nicht nur noch viel besser, sie liefern auch deutlich mehr Flüssigkeit. Nun ja, in 1-2 Tagen gibt es wieder reife. Bis dahin trinke ich halt mehr Wasser zwischendurch.

Bei der Tochter gab es heute, wie meistens, mehr Abwechslung. Unser Tagesmenü in Bildern:

Das war meines - ¡ñam!

Frühstück: Galia Melone. Ca. 2kg. Regional!

Um den Mittag herum: BAD-Pie, heute mal in Sonnenform.

Abends hat sie sich dies hier zusammengestellt: Tomaten, Paprika, Möhren, Cashews.

Nicht fotografiert: Am Vormittag gab es noch ein Riesenglas Orangen-Aloe-Smoothie. Und nachmittags ein paar Handvoll getrocknete Maulbeeren.

Banana Island II

April 15th, 2012

Mit der (ungeplanten) Unterstützung der Tochter sind nun alle reifen Papayas aufgegessen – 4 Tage Papaya Island waren das – paradiesisch! Zwar haben wir gestern auf dem Markt schon Nachschub gekauft, jedoch braucht der noch ein paar Tage zum Nachreifen. Glücklicherweise haben wir aber aus dem Garten hier noch Bananen & haben außerdem auf dem Markt ausreichend reife für ein paar Tage bekommen. Ab heute also mal wieder Banaaaanen :)

Was für eine Fülle – sieht das nicht lecker aus?!

Pakete, Power, Papayas

April 14th, 2012

Etwas verspätet ist heute mein Paket mit einigen eigentlich für Ostern geplanten Delikatessen von Orkos eingetroffen. Pakete hierher brauchen in der Regel 2-3 Wochen; wenn sie, wie diesmal, beim Zoll hängenbleiben, noch ein bisschen länger. Na, war nicht schlimm – wie ihr gesehen habt, hat es uns über die Feiertage an nichts gefehlt. Im Gegenteil. Hab ich eigentlich schon von unserem phänomenalen Ostersonntagsabendessen erzählt? Dank der großzügigen Einladung von Freunden konnten wir frische Durian genießen … himmlisch! Und nun haben wir also dank der eingetroffenen Lieferung noch für einige Zeit besondere Leckereien für künftige spontane Feste. Welch Luxus :)

Wahrhaft luxuriös finde ich es allerdings auch grad auf meiner Mono-Frucht-Insel … ich liebe es, den ganzen Tag Papayas essen zu können! Obwohl ich beim besten Willen nicht mehr als ca. 3kg pro Tag schaffe (das sind so um die 1200 kcal), weiss ich gar nicht wohin mit meiner Energie. Echt ungünstig, dass ich noch nicht wieder laufen kann – ich hab’s vorsichtig versucht; es geht ein bisschen, aber der Fuß schmerzt noch bei Belastung. Besser noch ein wenig warten. Tanzen heute abend ging schon :)

Die Ernährung der Tochter ist wie so häufig ganz anders als meine: auf ihrem Speiseplan standen heute: Papaya. Gurken-Avocado-Sellerie-Suppe mit roter Paprika. Maulbeeren & Äpfel. Ein Osternaschi (sie hat noch reichlich in ihrem Vorrat ;) ). Tomaten & Erdnüsse.