Archive for January, 2012



Inselwechsel

Thursday, January 26th, 2012

Mein Umzug von Papaya nach Banana Island fand mitten am Tag statt: zum Frühstück gab es noch einmal Papaya (die noch da war & zu reif, um sie ein paar Tage liegen zu lassen). Mittags, als mein Magen wieder leer war, bin ich dann auf Banana Island gelandet … auf dem gegen Abend allerdings auch noch Melde wuchs … ich habe einen dicken Bund frisch gepflückter Melde auf der Bio-Finca geschenkt bekommen, der ich nicht widerstehen konnte (& wollte :) ). Somit lohnt sich heute auch mal wieder ein Log-Eintrag:
[bewegt] 4 km gelaufen/gegangen.
[gegessen] 1 Papaya. 3 Bananen. 2 Bananen. 2 Bananen, Melde.
[wellness] Sonne auf den Bauch scheinen lassen.
[seelennahrung] [und sonst] Beim Rundgang über die Finca letzte Details zu unserem Umzug geklärt. Neue Bäume bewundert (Granatapfel, weiße Feigen, Papaya, rote Bananen!). Den Sonnenuntergang hinter La Gomera genossen. Vorfreude auf den Umzug – erwähnte ich schon, dass ich Veränderungen liebe? :)

Nachdem der letzte Winter bis in den Mai dauerte & mit Unmengen von Regen daherkam, ist es dieses Jahr viel zu trocken. Was im ohnehin trockenen Westen deutlich mehr auffällt. Auch noch immer kein Schnee auf dem Teide … mal sehen, wie sich das weiterentwickelt. Was hier hervorragend wachsen müsste, sind Johannisbrotbäume. Da ich noch eine Tüte voll Johannisbrot hier herumliegen habe, werde ich von jetzt an die Kerne sammeln & wir werden das dann demnächst auf der Finca versuchen.

1 Woche voller Papaya

Wednesday, January 25th, 2012

Resümee einer Woche auf Papaya Island:

  • Am 1. Tag Hunger, Kopfweh, schlechte Laune, am 2. Tag Gelüste auf mehr Abwechslung, anderes Obst, Kokosnuss (Fett, Eiweiß?), ab dem 3. Tag essensmäßig total zufrieden. Heute, am 7. Tag, plötzlich gegen Abend Riesenhunger, der aber nach einem zügigen Fußmarsch (aufgrund diverser Erledigungen) wieder verschwunden ist.
  • Entgiftung: emotionale – siehe unten – von Anfang an. Außerdem leichte Halsschmerzen & Husten ab dem 5. Tag, heute fühlte ich mich einigermaßen mau damit.
  • Ich friere. Es ist kühl geworden hier, dennoch denke ich, dass das Frieren eher am Bewegungsmangel der letzten Tage liegt. Oder an der Entgiftung, die ja, s. o., mit erkältungsartigen Symptomen daherkommt. Der Bewegungsmangel liegt teilweise an meiner mentalen Verfassung. Ich hatte mich in letzter Zeit wirklich viel “gefüttert”, um Gefühle unten zu halten. Die jetzt hochkommen und mir zu schaffen machen … nicht immer angenehm, aber irgendwie schon reinigend & hoffentlich auch mich weiterbringend …
  • Die Meditation hat nicht jeden Tag geklappt, leider. Wenn ich es geschafft habe, tat’s sehr gut. Ich werde das weiterhin versuchen.

Eine Woche hatte ich mir vorgenommen, und es hat ja wunderbar geklappt. Im Grunde könnte ich gut noch ein wenig so weitermachen – schon allein, um zu sehen, wie sich das, was sich da grad so in Gang setzt in mir, weiterentwickelt. Werde ich auch, allerdings werde ich umsteigen. Auf Bananen. Die doch noch etwas leichter zu beschaffen & heranzuschleppen sind, kostengünstiger nebenbei auch, und sich vor allem besser zum Mitnehmen eignen. Ab morgen also wirklich Banana Island.

Wie lange noch? Mal schauen, ein paar Tage, denke ich. Abhängig davon, wie ich mich weiter damit fühle.

Was du isst, verändert die Welt!

Tuesday, January 24th, 2012

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, welchen Einfluss deine Nahrungsauswahl auf die Mitwelt hat? Früchte-Essen ist nicht nur besser für dein Karma & dein Gewissen, sondern hat auch ganz reale positive Konsequenzen für den Erhalt unserer Welt. Genau wie alles, was auf deinem Teller landet, nicht nur eine Bedeutung für dich & deine Gesundheit sondern vor allem auch für die Gesundheit unseres Planeten & damit aller seiner Lebewesen hat.

Auch wenn beim Blick in die Natur die Fülle manchmal unerschöpflich zu sein scheint, sind die Ressourcen unserer Erde begrenzt. Eine dieser Ressourcen ist Wasser – ohne Wasser kann der Planet nicht überleben & es gibt viele Gebiete auf dieser Welt, in denen es knapp ist! Eine andere, oft unerschöpflich zu sein scheinende Ressource, ist Erde. Ohne fruchtbare Erde kann nichts wachsen. Verursacht durch unseren Umgang mit der Welt haben wir in den letzten 50 Jahren Billionen Tonnen Mutterboden verloren. Auch Pestiziden & Fungiziden gegenüber ist unsere Welt empfindlich – wir können sie nicht retten & nicht überleben, wenn wir sie weiterhin vergiften.

Wie sehen die Konsequenzen unserer unterschiedlichen Ernährungsentscheidungen für unseren Planeten also aus? Ganz klar ist: eine rohe, organische, früchte-basierte Ernährungsweise hilft dem Planeten!

Wenn wir unseren Mutterboden verlieren, ist unsere Zeit auf diesem Planeten vorbei – ohne Erde können wir uns nicht ernähren. Zahlreiche alte Kulturen sind durch den Verlust von etwas so simplen untergegangen. Mutterboden geht verloren durch die Abholzung ganzer Urwälder – um Weideflächen für Vieh & Anbauflächen für Getreide (überwiegend zur Fütterung von “fleischproduzierendem” Vieh) zu schaffen. Ohne die tiefen Wurzeln der Bäume geht die Erde durch Erosion verloren; die Hufe der Viehherden tragen noch weiter dazu bei. Bäume hingegen geben dem Boden Halt & Stabilität & tragen darüberhinaus durch das herunterfallende, verrottende Laub zur Regeneration des Bodens bei.

Über die unglaublichen Mengen an Wasser, die für die Fleischproduktion verbraucht werden, habt ihr alle schon unzählige Male gelesen. Die Tiere müssen trinken, das für ihre Fütterung angebaute Getreide muss bewässert werden – zur Produktion von einem Kilo Rindfleisch wird mehr als 100mal soviel Wasser benötigt wie für ein Kilo Kartoffeln. Für die Produktion von 1 Kilo Käse immer noch 10mal soviel. Außerdem sind die Exkremente des Schlachtviehs einer der größten Faktoren zur Umweltverschmutzung. Es gibt praktisch kein Entsorgungssystem & große Teile davon landen in unseren Flüssen & Meeren, wo sie Millionen von Fischen töten und zusammen mit der Vergiftung durch Pestizide etc zu weltweit immer mehr Gebieten führen, in denen durch die Gifte-Ansammlung kein Leben mehr möglich ist.

Was können wir also konkret tun, um den Planeten (und uns) zu retten? Werfen wir einen Blick auf die Insel Tikopia. Etwa 100 v. Chr. steuerte Tikopia auf die Zerstörung zu – ähnlich wie die Osterinseln, deren Zivilisation sich selbst durch das Abholzen all ihrer Bäume ausgelöscht hat. Die Menschen in Tikopia haben jedoch rechtzeitig umgedacht und das Abholzen ihrer Wälder zur Gewinnung von Ackerflächen eingestellt. Stattdessen haben sie Bäume gepflanzt, die Insel in eine Obstplantage verwandelt, und die zu futterintensive Viehhaltung eingestellt. Was für eine brilliante Idee!

Mit einem Hektar voller Obstbäume können wir 2,5 mal so viele Menschen ernähren wie mit einem Hektar Getreideanbaufläche. Glaubst du nicht? Hier ein konkretes Beispiel: ein halber Acre (ca. 2000qm) voller Apfelbäume würde einen Ertrag von ca. 115 Äpfeln (etwa 12.000 KCal) pro Tag bringen. Mehr als genug, um einen Menschen zu ernähren. Auf derselben Fläche könnten 14 Tassen gekochtes Getreide, entsprechend ca. 9.500 KCal, produziert werden. Äpfel haben verhältnismäßig wenig Kalorien – stell dir stattdessen Avocados vor, mit denen pro Tag über 40.000 KCal erzeugt werden könnten!

Rette die Welt, iss Früchte!

Ausführlich berichtet dazu, in englischer Sprache & belegt mit vielen Zahlen für die USA, RawFoodHealth.Net.

Tag 4 & 5

Monday, January 23rd, 2012

Immer noch lecker :)

Mmhm, soooo reif & lecker!

Die Tagesverpflegung (fast) in einer Riesenfrucht ...

... da reichen 2 Scheiben pro Portion!

Paradiesische Nahrung … in der Realität

Sunday, January 22nd, 2012

Früchte, wilde, ursprüngliche, können uns, das glaube ich zumindest, auch wenn ich es leider noch nicht selbst ausprobieren konnte, vollständig nähren. Die den meisten von uns zur Verfügung stehenden Früchte jedoch sind das Produkt von Kulturpflanzen, überzüchtet, ohne unsere Hilfe nicht überlebensfähig. Uns ausschließlich von solchen Früchten zu ernähren … kann das funktionieren?

Ich glaube nicht. Nicht langfristig. Nicht ohne Ausgleich. Viele überzüchtete Früchte, durcheinander, bringen den Körper aus dem Gleichgewicht, überlasten ihn. Bringen ihn in ein Ungleichgewicht zu Ungunsten der Mineralstoffe. Daher der Effekt, mit Unmengen von Früchten dennoch nicht satt zu werden. Denn unser Gehirn signalisiert “satt”, wenn es alles hat, was es braucht. Alle Mineralstoffe.

Brigitte hat es vor einiger Zeit in ihrem Blog geschrieben: dass …

… die Kulturpflanzen überzüchtet sind und dass sie ohne die Hilfe der Chemie nicht mehr lebensfähig wären

Quelle

Früchte, die selbst nur bedingt überlebensfähig sind, können uns nicht vollständig nähren! Darum brauchen wir die Wildkräuter dazu!

Ich glaube, die in unserer paradiesfernen Umgebung am besten funktionierende paradiesische Ernährung sieht so aus: einen möglichst hohen Anteil an ursprünglichen, wilden Früchten essen. Gezüchtete Früchte nur in Maßen & unbedingt durch Wildkräuter ergänzen! Mono essen, am besten pro Tag nur eine Fruchtsorte. Weniger essen – nicht hungern, aber eben nur so viel wie nötig, um den Körper zu nähren. Öfter mal fasten zur Entlastung könnte auch helfen – damit hab ich nicht so viel Erfahrung bisher.

Probiert es aus … so wie ich, immer wieder :) , und findet das für euch in eurem Leben am besten funktionierende heraus!

3. Tag auf der Früchteinsel

Saturday, January 21st, 2012

Die gute Nachricht: es geht weiter, keine Pause, denn beim Einkaufen war heute mein Glückstag: im Bioladen gab es nicht nur superreife Papayas, sie waren sogar im Angebot. Juhu!

Es mag an meinen persönlichen Vorlieben liegen & ist nach nur drei Tagen natürlich noch nicht wirklich einzuschätzen, aber die Papaya scheint mir eine Frucht zu sein, die tatsächlich gut als Dauerernährung geeignet ist. Nicht so sehr gezüchtet, mineralstoffreich, nicht zu süß, mit verzehrbaren Kernen & Schale. Und zumindestens wenn ich sie komplett esse, tritt auch eine Sperre ein.

Sie hat allerdings sehr wenig Kalorien, nur 12kcal/100g. Viele Rohköstler, gerade Früchte-Rohköstler, halten eine den Standardrichtwerten entsprechende ausreichende Kalorienaufnahme für sehr wichtig. Ich teile diese Meinung nicht: unsere Nahrung, zumindest wenn es Rohkost, Urkost, ist, ist soviel mehr als nur in Wärme messbare Energie! Umso mehr je ursprünglicher, wilder, unbehandelter und frischer sie ist. Möglicherweise ist die Aufnahme einer bestimmten Kalorienmenge nötig, je weiter die Nahrung vom Naturzustand entfernt ist (gekocht, behandelt, überzüchtet etc) – um sicherzustellen, dass genug Nährstoffe aufgenommen werden? Mehr dazu findet ihr in den Artikeln über “Ein anderes Ernährungsparadigma” und Kalorienbedarf 27 Bananen?.