Archive for January, 2012



Hin & Her – warum eigentlich?

Tuesday, January 31st, 2012

Ich weiss genau, mit welcher Ernährung es mir seit Jahren langfristig am besten geht. Viele Früchte, viel (besonders wildes) Grün. Wenig Fett. Möglichst mono, nur wenig gemischt. Trotzdem falle ich immer wieder in Phasen, in denen ich anders esse: schwerer, fettiger, gemischter. Zwar werden sie seltener, & so manches an suboptimaler Rohkost, wie z. B. Fertigprodukte (rohe Schokoriegel) oder isolierte Produkte (Agavennektar und Co) esse ich so gut wie gar nicht mehr, weil ich sie einfach kaum oder gar nicht mehr mag. Wieso aber immer wieder dieses Hin & Her? Nun, manchmal folge ich meinem Bedarf – gern auch mal dem emotionalen. Oder lasse mich, auf Rohkosttreffen oder ähnlichen Gelegenheiten, wider besseren Wissens verführen. Beides führt mitunter zu einem Abrutschen in, sagen wir mal: ungünstigere, Gewohnheiten. Viele kennen dieses Auf & Ab mit Wechseln zwischen roh & nicht-roh … was für mich glücklicherweise seit meinem ersten Tag roh kein Thema ist.

Ich denke, es spielen mehrere Aspekte hinein, in das Hin & Her zwischen dem (sowohl mit dem Kopf als auch den Sinnen) als richtig Erkannten & dem, was wir dennoch immer wieder anders machen.

  • Körperliche: wer sich nicht ausreichend & bedarfsdeckend ernährt, beispielsweise zu wenig isst, zu einseitig, zu nährstoffarm, der entwickelt Gelüste. Eigentlich auf das, was fehlt. Da das aber nicht immer so leicht zu erspüren ist & unser Gehirn natürlich auch mit dem arbeitet, was es aus langen Jahren kennt, kann z. B. schlichter Hunger, Unterzuckerung, dazu führen, dass die Pizza aus dem Restaurant nebenan plötzlich unglaublich lecker riecht. Was dagegen hilft, ist offensichtlich: ausreichend essen – wobei die Betonung auf “ausreichend Nährstoffe” liegen sollte, nicht zwangsläufig auf großen Mengen. Maßnahme in akuten Situationen: die erspürten Gelüste analysieren (Beispiel: Jieper auf Chips = fettig & salzig = Mineralstoffe und evtl. Fett) & den Bedarf mit etwas geeigneterem decken (um im Beispiel zu bleiben: Grünzeug mit Avocado oder Oliven oder Algen & Nüsse).
  • Emotionale: mitunter drücken derartige Gelüste natürlich auch emotionale Bedürfnisse aus. Die, wissen wir alle, besser anders als durch Essen erfüllt werden sollten. Ein nicht immer leichter Weg, auf dem ich wohl noch eine Weile unterwegs sein werde :)
  • Seelische: mit roher Ernährung steigt die Sensibilität; vieles in unserer Alltagswelt, mit dem wir uns früher abgefunden/arrangiert haben, wird zunehmend unerträglicher. Auf schwerere Nahrung (sei sie nun gekocht, gemischt, fettiger als nötig) oder Überessen zurückzugreifen, kann das so begründete seelische Unwohlsein oder gar den Schmerz betäuben.
  • Soziale: die meisten von uns sind mit ihrer Rohkost-Ernährung (selbst schon mit einer veganen Lebensweise) ständig “anders” als der Rest der Welt. Werden angestaunt, müssen erklären, in eigentlich alltäglichen Situationen immer wieder besonders organisieren … das liegt nicht Jedem/Jeder. Mir macht es absolut nichts aus, mich außerhalb des Mainstreams zu bewegen & ich halte es nicht für mein Problem, wenn eine Gastgeberin sich dadurch verletzt fühlt, dass ich ihre Torte/Auflauf/Braten ablehne. Ich kenne jedoch einige RohköstlerInnen, die es vorziehen, bei solchen Gelegenheiten sich anzupassen, gekocht zu essen, um nicht aufzufallen.

Orangensaison

Monday, January 30th, 2012

Frühstück für die nächsten Tage

Yay, Orangen. Regional, in Saison & vom Bauernmarkt bis zum Straßenrand überall günstig zu bekommen. Lecker!

Der Montag geloggt:

[bewegt] Das übliche morgendliche Programm (Seilspringen, Dehnen, Sit-Ups etc.) & ein langer Strandspaziergang.
[gegessen] 2 kg Orangen. 6 Bananen. Spinat, Kokossaft & ein paar Stücke reifer Kokosnuss.
[wellness] Sonnenbad.
[seelennahrung] Mandalas.

Die abendliche Kombination aus Spinat & Kokosnuss war entweder nicht so günstig oder einfach für meinen seit 13 Tagen fett- & kombinationen-entwöhnten Magen zu üppig (wenngleich es eigentlich nicht viel war). Jedenfalls fühlte ich mich danach nicht so richtig wohl. Nicht so wie nach den reinen Früchtemahlzeiten.

Kind & Früchte

Monday, January 30th, 2012

Vielleicht nicht zufällig parallel zu meinem Banana Island Experiment hat sich gezeigt, dass der Nahrungsbedarf der Tochter sich gewandelt hat. Seit gut 2,5 Jahren waren Sonnenblumenkerne ihr Grundnahrungsmittel – sie konnte sie täglich essen, nicht genug davon bekommen. Vor allem im Laufe des letzten Jahres hat sie viel konzentrierter gegessen als ich, schwerere Nahrung, mehr, gerne gemischt. Zwar auch Früchte, aber anteilig viel weniger. In den letzten Wochen war schon zu erkennen, dass sie damit nicht mehr so zufrieden war. Seit einigen Tagen nun isst sie wieder viel mehr Früchte – die momentan ebenfalls den größten Teil ihrer Nahrung ausmachen. Außerdem Grünzeug & Cashews oder Hanf oder andere Kerne/Samen – in kleineren Mengen allerdings & Sonnenblumenkerne nicht mehr. Der Bedarf ist wohl fürs Erste gedeckt ;) Und: sie ist viel besser drauf, besonders stimmungsmäßig, aber auch körperlich. Die vielen Kerne haben ihr in der letzten Zeit nicht gut getan, das hat sie auch gemerkt … & wenn der Bauch sich gut anfühlt, ist halt die Laune auch besser, gell :)

Ein sehr gehaltvolles Getränk, auf das die Tochter gerade steht:

Erdbeer-Date-Orade

4-5 über Nacht eingeweichte Deglet-Datteln mit ein paar Erdbeeren & Wasser (den Mixbecher auffüllen) pürieren. Die Wassermenge ist natürlich variabel: es geht auch dicker, als Sosse, oder als dünnflüssigeres Getränk. Date-Orade pur, also nur Datteln und Wasser, schmeckt ebenfalls lecker – die Idee habe ich bei Freelee gefunden, die allerdings mal wieder mit anderen Mengen hantiert als ich: 20-30 Datteln + 1,2 Liter Wasser.

Banana Island … und nun?

Sunday, January 29th, 2012

10 Tage Banana Island. Siebeneinhalb Tage Papaya, zweieinhalb Tage Banane. Gut war’s, ein gutes Körpergefühl, spürbare Entlastung. Jetzt reicht’s mir erstmal & ich werde wieder etwas abwechslungsreicher essen. Vor allem auch wieder GRÜN *lechz*!

Was ich unbedingt beibehalten will, sind möglichst häufige Mono-Mahlzeiten – die so eindeutig bekömmlicher, weniger belastend sind für den Körper sind. Und wieder zurück zu meiner seit Jahren üblicherweise fettarmen, “Low fat” Ernährungsweise. Ab und zu zwischendurch einen Mono-Tag stelle ich mir ebenfalls vor, & sicher auch weitere längere Ausflüge nach Banana Island.

Wobei mir, wie schon mal erwähnt, die Papaya als Mono-Nahrung viiiiiel besser gefällt als die Banane. Zum einen, weil sie leichter, wasserhaltiger, saftiger ist. Banane ist mir auf die Dauer zu konzentriert. Besonders morgens bekomme ich sie kaum runter. Wenn ich von Frutariern lese, die 9 Bananen zu einer Mahlzeit, eventuell gar zum Frühstück, essen, kann ich nur staunen. Morgens schaffe ich allerhöchstens 2, später am Tag maximal 3-6, je nach Größe. Vielleicht wachsen die essbaren Mengen im Laufe einer reinen Früchteernährung? Außerdem habe ich mich mit Papaya irgendwie satter gefühlt. Nicht voller aber besser genährt. Möglicherweise hängt das mit dem ausgeglicherenen Nährstoffgehalt zusammen – mehr Mineralien in Papaya? Ohne Grünzeug dazu fehlt (zumindest mir) bei Bananen auf die Dauer etwas. Da unser Gehirn ja bekanntlich erst “satt” signalisiert, wenn der Mineralstoffbedarf gedeckt ist, würde das auch die großen Bananenmengen erklären – ich kann mir vorstellen, dass es weniger um die benötigten Kalorien geht als vielmehr um die benötigten Mineralien.

Alles in allem jedenfalls ein schönes Experiment, eine angenehme neue Erfahrung (trotz der Entgiftungssymptome, die mich mich immerhin so “krank” haben fühlen lassen wie schon seit Jahren nicht mehr!) & zwar keine neuen Erkenntnisse aber mal wieder eine wunderbare Erinnerung an das, was mir gut tut.

Frühstück …

Saturday, January 28th, 2012

Banaaaanen ... 2 davon gab es zum Frühstück. Gestern waren es über den Tag insgesamt 8.

Für die Tochter: Bananen-Knusper-Creme mit Erdbeeren

Bananiges & mehr

Friday, January 27th, 2012

Während ich mich auf Banana Island umschaue … und feststelle, dass mir die Papayas mehr liegen: irgendwie fühlte ich mich heute, nur mit Bananen, deutlich weniger satt & zufrieden als die Tage zuvor. Soviel zum Thema Kalorien. Es könnte natürlich auch wieder nur ein Startproblem sein – mal sehen, wie es morgen wird … freut sich die Tochter über bunte Kreationen aus Banane & mehr:

Kiwimäuse auf rosa Wolken