Archive for October, 2011



Koriander & Knoblauch

Wednesday, October 26th, 2011

Kennt ihr Koriander? Das Kraut meine ich, nicht die Samen. In Deutschland ist ersteres nicht so sehr verbreitet; manchmal auf Märkten erhältlich und vor allem in Asia-Läden, häufig unter der Bezeichnung “Chinesische Petersilie”. Sowohl zu Kochkost- als auch zu Rohkostzeiten bin ich immer wieder auf Rezepte mit Koriander gestossen & so habe ich ihn immer mal wieder, einmal im Jahr oder so, ausprobiert. Mochte ihn aber nie, überhaupt nicht; ich fand den Geschmack abstoßend. Hier auf den Kanaren ist Koriander sehr verbreitet; auf dem Markt und in jeder Fruteria wird er angeboten. Vor ein paar Tagen habe ich mal wieder probiert – & plötzlich finde ich ihn unglaublich lecker & kann gar nicht genug davon bekommen!

Solche Erfahrungen habe ich schon häufiger gemacht, allerdings noch nie so extrem. Manche Nahrung reizt manchmal gar nicht, zu anderer Zeit schmeckt sie plötzlich sehr verlockend. Meiner Meinung nach die Art meines Körpers, seinen Bedarf anzuzeigen. Was er grad braucht, darauf habe ich Appetit, das schmeckt mir. Auch in diesem Fall vertraue ich ganz klar auf meinen Instinkt. Offenbar brauche ich Koriander jetzt. Und der Koriander schreit geradezu nach Knoblauch – auch nach dem verlangt es mich nämlich zunehmend. Ganz besonders während oder nach dem Essen von Koriander.

Nachdem ich mich ja nun gerade mit dem Thema Schwermetallausleitung beschäftigt habe, glaube ich, dass hinter diesem speziellen Appetit mehr steckt. In allen Quellen, die ich zu diesem Thema gefunden habe, wird nämlich auf Folgendes hingewiesen:

  1. Schwermetalle lagern sich zum Einen im Bindegewebe ab, zum Anderen in Knochen, Nerven & im Gehirn.
  2. an die Letzteren kommt man so einfach nicht heran; einzig Koriander hat scheinbar die Fähigkeit, die “Tür” zum Abtransport auch dieser Belastungen zu öffnen.
  3. Diese “Tür” funktioniert allerdings in beide Richtungen; es wird somit dringend davon abgeraten, eine Ausleitung mit Koriander zu versuchen, solange noch Schwermetalle im Blut & Bindegewebe unterwegs sind.

Auch wenn ich mich in den letzten Jahren nicht gezielt mit einer Ausleitung welcher Art auch immer beschäftigt habe, so esse ich doch jetzt seit 5,5 Jahren roh, mit sehr vielen Wildkräutern – eine Ernährung die, auch wenn das in solcherlei Behandlungsanleitungen nicht erwähnt wird (lässt sich ja nix mit verkaufen, nicht wahr), extrem entgiftend wirkt.

Vielleicht hat mein Instinkt mich also so davor geschützt, in meinem Blut & Bindegewebe vorhandene Schwermetalle & anderes an empfindlichere, schwerer zu erreichende Stellen zu transportieren. Und nun ist mein Bindegewebe frei davon – eine Theorie, die unterstützt wird durch die fehlende Reaktion meines Körpers auf meine kürzlichen Ausleitungsversuche mit den mir freundlicherweise von Keimling zur Verfügung gestellten Afa- und Chlorella-Algen. Die für ihre herausragende Absorptionsfähigkeit von Toxinen aller Art bekannt sind & körpereigene Entgiftungsfunktionen aktivieren sollen. Wie es mir damit ergangen ist, könnt ihr hier nachlesen. Mein Körper ist jedenfalls offenbar nun bereit, tiefer sitzende Belastungen loszuwerden. Daher mein momentaner Appetit auf Koriander. Knoblauch hat ebenfalls eine entgiftende Wirkung & schützt außerdem das Blut vor Schäden während des Transportes von Metallen aus dem Körper.

Rezepte dafür brauche ich nicht, ich futtere einfach einen Bund frischen Koriander zu Gemüse/Salat/Avocado oder ähnlichem – lecker! Den Knoblauch dazu ebenfalls einfach pur, in feine Scheibchen geschnitten. Das geht zum Beispiel prima als Wrap: ein großes Salatblatt in die Hand, mit etwas Avocado, Knoblauch & Koriander füllen, zusammenrollen, fertig! Alternativ lässt sich auch gut ein einfaches Pesto aus Koriander, zusammen mit Knoblauch & kaltgepresstem Olivenöl, zubereiten.

Mittag!

Tuesday, October 25th, 2011

Grüne Mandelsahne zu reichlich Gemüse & Grünzeug

Man sieht’s ihr nicht an, aber in der Mandelsahne versteckt sich eine Menge Grünes! Und – sie schmeckt super-lecker!

Übrigens, falls ihr euch fragt: wir schneiden Möhren, Kohlrabi & Co zur Zeit nicht nur aus ästhetischen Gründen in Stifte, sondern auch der wackelnden Tochter-Schneidezähne wegen. Damit beisst es sich nämlich nicht so gut & kräfig wie gewohnt.

Zahnheilung mit Rohkost

Monday, October 24th, 2011

Unsere Zähne haben, genau wie unser übriger Körper, die Fähigkeit sich selbst zu heilen. Sie können, zum Schließen/Versiegeln von Löchern, neues Dentin bilden. Und so können auch kariöse Stellen, wenn die Ursachen dafür behoben bzw. die Auslöser vermieden werden, abheilen. Wie schon in einem der letzten Artikel beschrieben, beschäftigt uns dieses Thema akut.

Besonders wichtig zur Unterstützung der Heilung (aber natürlich auch zur Gesunderhaltung sowohl heiler Zähne als auch des übrigen Körpers!) sind meinen Recherchen zufolge ein ausgeglichener Blutzuckerspiegel, ausreichend Mineralien und ganz besonders viel Chlorophyll. Ein sehr interessanter Vortrag dazu von Maria Kageaki war übrigens vor einigen Jahren mal in der Wurzel-Zeitschrift zu lesen.

So gut süßes Obst auch ist: der Körper braucht dazu Mineralstoffe; bekommt er sie nicht ausreichend aus der Nahrung, holt er sie sich aus Knochen & Zähnen. Grünzeug also. Viel Grünzeug. Sehr viel Grünzeug! Das liefert Mineralien. Und Chlorophyll, über dessen Bedeutung für unseren Körper ich hier schon einmal etwas geschrieben hatte.

Die Kernpunkte meines Konzepts hinsichtlich der Ursachenbehebung sind

  • Süße Zubereitungen wie Konfekte oder Kuchen wird es nur noch zu besonderen Gelegenheiten geben. Wenn schon genascht wird, dann lieber die Datteln & Mandeln ganz. Dabei ist dann auch viel besser zu bemerken, wann die Zähne (oder der Körper allgemein) genug hat.
  • Obst natürlich weiterhin nach Bedarf. Möglichst immer mit was Grünem hinterher.
  • Da letzteres leider häufig nicht so gut klappt, vor allem die Mengen an pur gegessenem Grün grade zu dieser Jahreszeit eher gering sind, werde ich dafür noch öfter, möglichst täglich, grüne Smoothies zubereiten. Die sind einfach ein guter Weg, den Süßhunger zu stillen & zugleich viel Grünes = Chlorophyll aufzunehmen.
  • Mehr Gemüse, eine möglichst große Palette. Gern auch mal als Pommes, Spaghetti etc. angerichtet, jedoch so, dass noch immer gebissen & gekaut werden muss. Was nicht sooo schwierig ist, denn sonderlich kleingeschnippelt haben wir ohnehin nie viel. Super dazu: Dipps auf Basis von Avocado, Kernen, Mandeln … mit noch einer reichlichen Extra-Dosis Grünzeug drin.
  • Auch andere nicht-süße Zubereitungen wird es erstmal weiterhin geben. Abgesehen davon, dass sie bei der Tochter ohnehin viel beliebter sind als die süßen Sachen, sind sie ebenfalls eine gute Gelegenheit, grössere Mengen an Grünzeug & auch mehr Gemüse unterzubringen

Zum Beispiel sowas: Sauerkrautbrot und Rote-Bete-"Gebäck"

Aterhov’s 6 Rohkost-Regeln – Las 6 normas de crudismo de Aterhov

Sunday, October 23rd, 2011
  1. Die Ursache menschlicher Krankheiten ist endgültig entdeckt – alle Krankheiten haben eine gemeinsame Ursache und ein gemeinsames Heilmittel.
  2. Krankheiten entstehen durch die Ernährung mit gekochten Speisen und anderer schädlicher Nahrung.
  3. Die einzige Möglichkeit der dauerhaften Heilung besteht in der Abkehr von der Kochkost und anderer schädlicher Nahrung.
  4. Das Kochen tötet die wichtigen Bestandteile der natürlichen Nahrung und verwandelt sie in gütige und schädliche Substanzen.
  5. Alle wissenschaftlichen Daten über den Nährwert einzelner Proteine, Vitamine, Mineralien usw. sind in ihrer isolierten Darstellung wertlos.
  6. Zeit- und Kostenaufwand für das Zubereiten gekochter Speisen sind reine Verschwendung.


  1. Hay solo una causa de todas enfermedades humanas. Y hay solo un remedio.
  2. Enfermedades provienen de una alimentación de comidas cocinadas y otros alimentos dañables.
  3. La unica posibilidad de curación durable es el alejamiento de la alimentación cocinada y de los otros alimentos dañables.
  4. La cocina mata a los componentes importantes de la alimentación natural y los converte en las sustancias toxicas y dañables.
  5. Todos datos científicos concerniente al valor nutritifo de las proteínas, vitaminas y minerales separados y incomunicados son sin valor.
  6. La inversión de tiempo y el gasto para preparar las comidas cocinadas es desperdicio de tiempo.

(Traducción de mi, perdón por los errores.)

Das komplette Buch von Aterhov als PDF findet ihr hier zum kostenlosen Download.
Pueden descargar el libro de Aterhov gratuito aqui (en alemán).

Herbst, Winter, Rohkost!

Friday, October 21st, 2011

Herbst. Bis letztes Jahr hiess das für mich: Frische Äpfel. Weissdornbeeren, Pilze, Nüsse & Maronen. Bunt gefärbte Bäume. Laub fegen, schöne Blätter und Kastanien sammeln. Und vor allem: kürzere Tage & abnehmende Temperaturen.

Dieses Jahr ist, dank verändertem Wohnort, alles ein wenig anders. Äpfel sind hier eher rar, dafür genieße ich jetzt Kakis & Cherimoyas. Die Palmen kennen das bunte Farbenspiel des Herbstes nicht. Claro, auch hier werden die Tage kürzer – deutlich kürzer sogar als im Norden Deutschlands. Und die Temperaturen sinken allmählich ein wenig. Allerdings auf viel angenehmerem Niveau … nach den mit Hitzewarnung einhergehenden Tagen noch letzte Woche (36° Grad) sind wir jetzt bei ca 26° & wenn abends die Sonne hinter den Bergen verschwindet, brauchen wir auch mal wieder Langärmeliges.

Nein, ich schreibe das nicht, um euch neidisch zu machen (… wobei ich mich freue, wenn jemand sich dadurch eingeladen fühlt, ein paar erholsame, sonnige Rohkost-Tage hier bei uns zu verbringen :) ). Sondern, weil mich eine Mail (danke Claudi!) gerade daran erinnert hat, wie kalt Rohkost sein kann, besonders im deutschen Herbst & Winter!

In meinem ersten Winter mit Rohkost habe ich ständig gefroren. Und zwar richtig. Was sicher mit daran lag, dass ich vorher, in den ersten Monaten mit Rohkost, so viel Gewicht verloren hatte. Kein wärmendes Fett mehr am Körper ;) Viel ausschlaggebender aber, das habe ich im Laufe der Zeit gelernt, sind andere Dinge:

  1. Bewegung erzeugt Wärme – also wenn du frierst (vielleicht während du wie ich viel Zeit am Computer sitzend verbringst): steh auf & nix wie raus! Laufen, Fahrradfahren, mit den Kindern Fangen spielen. Oder, falls du nicht raus kommst, spring Minitrampolin, geh auf den Stepper, dreh deine Lieblingsmusik auf & tanze durch die Wohnung! Das hebt nebenbei die Laune, unterstützt die Entgiftung & trainiert deinen Körper (Muskeln wärmen viel mehr als Fett!).
  2. Iss, was dich wärmt! Das geht auch ganz ohne Erhitzen. Nahrungsmittel haben unterschiedliche thermische Wirkung. Wer sich mal mit der Ernährungslehre der TCM, der Traditionellen Chinesischen Medizin, beschäftigt hat, kennt das. Es gibt heiße, warme, neutrale, kühle & kalte Nahrungsmittel. Optimal ist eine ausgeglichene Zusammenstellung von warmen, neutralen & kühlen Speisen, mit wenig Extremen: also heisses & kaltes nur in sehr kleinen Mengen. In der kalten Jahreszeit liegt der Schwerpunkt logischerweise mehr im warmen Bereich.

    Auch ganz ohne Theorie dahinter: achte einfach mal darauf, wie welche Nahrung auf dich wirkt. Sicher hast du es selbst schon gespürt: Melonen kühlen, scharfe Gewürze wie Ingwer & Knoblauch erhitzen. Wurzeln, wie z. B. Sellerie, Rote Bete & Möhren, wärmen ebenfalls. Das saisonale, regionale Angebot entspricht dem zur Jahreszeit passenden Bedarf auch in thermischer Hinsicht: im Sommer kühlen uns Tomaten & Gurken, im Winter wärmen uns Kohl & Wurzelgemüse. Gewürze & Kräuter unterstützen das: auch Ingwer & Zimt, klassischerweise in der Weihnachtsbäckerei verwendet, wärmen.

    Nach dem Sommer mit vielen leichten Früchten ist im Herbst & Winter eher schwerere, gehaltvollere Nahrung angebracht. Die schon erwähnten Wurzelgemüse, Kohl, Nüsse. Beeren & Maronen. Früchte lassen sich weiterhin wunderbar mit Wildkräutern, aber auch mit Kohl kombinieren. Besser als Melonen & Ananas sind jetzt Pflaumen, Datteln, Kakis, Mangos, Birnen. Eine leckere, gesunde & wärmende Nascherei im Winter sind Datteln mit Grünkohl.

    Wer gern zubereitet, mag die Rezepte jetzt vielleicht mit Zimt & Ingwer ergänzen. Oder Knoblauch, Curry, Chili verwenden. Außerdem können rohe Zubereitungen, Suppen zum Beispiel, im Lebensmitteltrockner oder vorsichtig im halbgeöffneten, auf niedrigster Stufe eingestellten Ofen oder im Wasserbad auf knapp 40° erwärmt werden. Ein paar Ideen für herbstliche Rezepte findest du hier. Genauso wichtig wie zu jeder Jahreszeit sind natürlich die Wildkräuter. & auch sie helfen tatsächlich, warm zu bleiben!

Vielleicht nimmst du meine Anregungen als Basis & findest heraus, was dir zu dieser Jahreszeit gut tut. Rohkost funktioniert auf jeden Fall auch im Herbst & Winter!

Lebendige Nahrung

Thursday, October 20th, 2011

Rohkost, rohe Früchte, Gemüse, grüne Blätter, Nüsse, Samen … vielfach auch gern als “lebendige Nahrung” bezeichnet. Nahrung, in der Leben steckt. Die uns tatsächlich nähren kann. Anders als gekochtes, gebratenes oder sonstwie durch Hitzeeinwirkung “getötetes” Essbares. Gar nicht zu reden von all den künstlichen sogenannten Lebensmitteln – hochgradig verarbeitet, ehemals natürliche Bestandteile so weit isoliert, dass ihre einst wertvollen Inhaltsstoffe dies kaum überlebt haben. Oder gleich komplett künstlich erzeugt. Damit es dem sie konsumierenden Menschen an nichts fehlt, werden ihm Nahrungsergänzungsmittel empfohlen. Ebenfalls künstlich hergestellt. Im (seltenen) besten Fall aus natürlichen Zutaten, jedoch, siehe oben, hochgradig verarbeitet, aus ihrem natürlichen Zusammenhang gerissen & künstlich neu (& unvollständig) zusammengesetzt.

Lebendig – das bedeutet in diesem Zusammenhang, dass deine Nahrung Leben erhalten & erzeugen kann. Gesundheit erhalten & regenerieren kann. Jinjee schrieb in ihrem Newsletter vor einigen Tagen:

“Nichts von Menschen Hergestelltes, weder Lebensmittel noch Nahrungsergänzungsmittel, kannst du in die Erde stecken & es wird eine neue Pflanze daraus wachsen. Aus einem einzelnen Apfelkern jedoch wächst ein ganzer Apfelbaum voller Äpfel, aus einem ganzen Apfel gleich mehrere Bäume. Das ist Lebenskraft! In einem winzigen Kern ist mehr Wissen, mehr “Programmierung” enthalten als in unseren leistungsfähigsten Computern.” Vergleichbar nur mit dem Wissen, dem Potential, der Programmierung von Menschen und anderen Tieren. Dem Entwurf der Erde, des Universums, der Natur selbst. Im Universum gibt es eine lebensproduzierende Intelligenz, die auch in lebenden Zellen, Molekülen & Atomen enthalten ist.

Kein künstlich erzeugtes Lebensmittel, keine Pillen, keine NEMs sind der natürlichen, lebendigen Nahrung überlegen! Jede Frucht, jedes Gemüse enthält das komplette Paket, Lebensintelligenz, die gesamte Palette von Bestandteilen (Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen & viel mehr, was die Wissenschaft noch nicht identifiziert hat).

Jede Frucht, jedes Gemüse ist ein “Superfood”, mit einer unglaublichen Fähigkeit, den menschlichen Körper zu nähren & zu heilen!

Superfood!