Archive for September, 2011



Kräuterkäse

Saturday, September 17th, 2011

Kräuterkäse, roh & vegan ... queso con hierbas, crudo y vegan

Vor ein paar Tagen sind meine magischen Beutel, besser bekannt als Nussmilchbeutel oder Nut Milk Bags, von Megumi eingetroffen und ich habe sie gleich ausprobiert. Samenkäse, aus gekeimten Sonnenblumenkernen, wollten wir schon lange mal wieder machen. Diesmal also mit etwas professionellerem Equipment. Letztes Jahr habe ich einfache Mullwindeln verwendet – was auch funktioniert, ist nur nicht ganz so komfortabel.

Biogene Nahrung, zu der alle Sprossen & Keimlinge gehören, soll das beste, lebensspendende sein, was wir essen können. Besser sogar als frische rohe Früchte & Gemüse, also bioaktive Nahrung. Ob das stimmt – keine Ahnung. Ich habe eigentlich eher selten Appetit auf Sprossen, egal ob pur oder in Zubereitungen. Die Tochter dagegen mag am liebsten jeden Tag etwas aus gekeimten Sonnenblumenkernen essen – Cräcker, knusprig getrocknete Kerne, Sushi, Patés … heute also mal Käse. Wenngleich er geschmacklich – so weit ich mich erinnern kann – nicht viel mit “normalem” Käse zu tun hat: schick ist er geworden & seeeeehr lecker!

Gestern gab’s …

Friday, September 16th, 2011

Süßkartoffel, Algen, Kokosnuss

Am späten Nachmittag haben uns Freunde mit zu einer Bio-Finca hier in der Nähe genommen, wo wir nicht nur eingekauft, sondern auch unser Abendessen gleich dort genossen haben: Bananen, ganz frisch & unvergleichlich lecker. Dazu gab es wilden Fenchel und Breitwegerich, den ich am Wegesrand entdeckt habe – was für ein Festtag!

Der gesamte Tag sah so aus:

Sushi a la canarias

Wednesday, September 14th, 2011

Roh-vegane Sushi, nach einem Rezept von Gila, begleiten uns schon seit Jahren & kommen zu besonderen Gelegenheiten immer mal wieder auf den Tisch. Da ich hier auf Teneriffa bisher noch keinen Bio-Stangensellerie auftreiben konnte, habe ich ein bisschen experimentiert – und dabei eine köstliche Alternative entdeckt. Etwas leichter & irgendwie erfrischender:

Rezept

Zutaten:
- Sonnenblumenkerne
- ein paar Blätter Salat
- Petersilie
- Zitronensaft
- Knoblauch
- Currypulver
- nach Geschmack Salz oder gemahlene Algen
- rohe Sushi-Nori-Blätter (gibt es bei lifefood)
- Gurke, Paprika, Avocado

Sonnenblumenkerne über Nacht einweichen, dann abgießen, abspülen & mit den übrigen Zutaten im Mixer oder der Küchenmaschine pürieren. Am leckersten ist es, wenn du die Creme nicht ganz glatt mixt.

Die Füllung gleichmäßig auf einem Nori-Blatt ausstreichen, 2 Reihen mit Streifen oder Stiften von Gurke, Paprika und Avocado belegen, zusammenrollen und mit einem scharfen Messer in Stücke schneiden.

Noch leichter und mehr nach meinem Geschmack ist diese Variante:

Nur wenig von der Sonnenblumenkern-Füllung auf den Algen verteilen (oder sie ganz weglassen), dafür mehr Avocado (ich habe Fuerte genommen, die ist nicht so fettig wie die Hass), Paprika und Gurke wrappen.

Algen, Bakterien, Smoothies

Tuesday, September 13th, 2011

Heute mal ein kleiner Zwischenbericht von meiner “Algenkur” mit den Afa-Algen:
Anders als sonst trinke ich nun also jeden Tag einen kleinen grünen Smoothie – bestehend aus den zermahlenen Afa-Algen-Presslingen, einer Handvoll Frucht (meistens Manga, Melone oder Banane) und etwas Wasser. Auch wenn ich beim Zubereiten immer aufpassen muss, nicht versehentlich die Frucht so aufzuessen (das macht einfach mehr Spaß :) ): die Smoothies schmecken schon lecker. Und machen ähnlich satt wie Mischungen mit Wildkräutern.

Wie’s mir damit geht … nun, gut wie immer, bisher nicht anders als sonst. Die Presslinge ersetzen immerhin tatsächlich einigermaßen die akut fehlenden Wildkräuter, wobei mir, wenn ich die Wahl habe, das naturbelassene Grünzeug und das Kauen nach wie vor lieber sind. Ich esse auch trotzdem zusätzlich soviel wildes und anderes Grün, wie ich bekommen kann, auch andere Algen. Je mehr Grün, desto besser :)

Der Smoothie des Tages: heute mal aus Banane, Kopfsalat & Afa-Algen

Was meine Idee der Ausleitung eventuell vorhandener Schwermetalle in meinem Körper betrifft … auch davon merke ich bislang nichts. Keine Entgiftungssymptome. Entweder gibt es nichts auszuleiten oder es funktioniert mit diesen Algen nicht. Nach gründlicherer Recherche habe ich mittlerweile herausgefunden, dass die Afa-Algen nach aktueller wissenschaftlicher Zuordnung keine Algen sondern Bakterien sind (Quelle: wikipedia). Vielleicht liegt’s auch daran? Obwohl sie ja dennoch offensichtlich reich an Chlorophyll sind. Ich werde sie trotzdem weiter nehmen, mal schauen, ob noch etwas passiert.

Kanarische Küche – Cocina canaria: Mojo rojo

Monday, September 12th, 2011

Ein typisch kanarisches Gericht ist die scharfe rote Soße, mojo rojo, die hier zu allem möglichen, besonders gern zu Kartoffeln, gegessen wird. Passt aber natürlich auch zu Rohkost – wenn man’s denn scharf mag. In jetzt schon herbstlich kühleren Gegenden sicher eine Möglichkeit, sich von innen auch mit Rohkost ein wenig zu wärmen. Denn die Soße selbst ist tatsächlich roh – ein wenig Aufmerksamkeit bei der Auswahl der Zutaten vorausgesetzt. Und so geht’s:

du brauchst:
- 1 Schote getrocknete Paprika
- Kreuzkümmel
- Paprikapulver (Pimenton)
- Oregano getrocknet
- Knoblauch
- Olivenöl
- Wasser
- Salz
- Essig

Die getrocknete Paprikaschote in kaltem Wasser einweichen, danach die Kerne entfernen und die Paprika ganz fein schneiden.
Mit fein geschnittenem Knoblauch im Mörser zu einer Paste verarbeiten.
Kreuzkümmel, Paprikapulver und Oregano dazugeben und einarbeiten.
Nach und nach Olivenöl und Essig dazugeben, weiterrühren.
Nach Geschmack noch etwas Salz dazu. Fertig.

Wer mag (& spanisch versteht oder es lernen möchte) kann sich die Zubereitung auch bei YouTube ansehen:

Kombinationen

Sunday, September 11th, 2011

Nach einer Zeitlang mit rohem Essen habe ich, wie die meisten, festgestellt, dass mir nicht alles, was roh ist, gleich gut bekommt. Damit meine ich jetzt nicht individuelle oder phasenweise Vorlieben & Abneigungen, die sich durch den Bedarf (oder eben nicht) des Körpers erklären lassen. Zuerst ist mir das bei Rohkosttreffen, beim Essen von viel Zubereitetem, Gemischten aufgefallen. Sicher sind es teilweise auch verarbeitete, rohe Lebensmittel, extrahierte/getrocknete Bestandteile von Früchten & Pflanzen, wie z. B. Agavennektar, Maca-Pulver, Kakaobutter usw., die, wenngleich viel weniger schädlich als Zucker und Co, nicht wirklich optimal sind. Aber auch beim Essen purer, unverarbeiteter Nahrungsmittel habe ich im Laufe der Zeit gemerkt, dass sich manches nicht so gut miteinander verträgt, zusammen schwerer verdaulich ist, müde & schwer macht, sich einfach nicht so gut im Bauch anfühlt.

Ich vermute, dass es dafür – wie immer – keine allgemeingültigen Regeln gibt. Ich habe jedoch schon mit vielen Menschen gesprochen, die sehr ähnliche Erfahrungen wie ich mit (un-)geeigneten Mischungen gemacht haben. Im Folgenden beschreibe ich mal, was ich für mich festgestellt habe.

Einteilung der Nahrungsmittel

Gruppe 1 – Frische Früchte:
Immer einzeln – mono – genießen. Mindestens eine halbe bis eine Stunde vor anderem Essen.
Am besten auch keine verschiedenen Früchte miteinander mischen, oder zumindestens keine süßen mit eher sauren Früchten:

Süße Früchte sind z. B. Bananen, Trauben, Papaya, Melonen, Kaki, Cherimoya, Birnen, Feigen, Datteln usw.

Zu den sauren Früchten gehören Orangen, grüne Äpfel, Erdbeeren, Zitronen, Ananas usw.

Gruppe 2 – Avocado, Oliven, Nüsse, Kerne, Samen und Trockenfrüchte:
Nicht untereinander mischen! Vertragen sich (in kleinen Mengen) recht gut mit Nahrungsmitteln aus Gruppe 3. Oder eben mono – auch dann aber lieber nur kleine Mengen.

Gruppe 3 – Gemüse & Grünzeug:
Alle Arten von Gemüse, Salaten, Kohl, Wildkräutern, Algen können sowohl untereinander als auch mit Nahrungsmitteln aus Gruppe 2 zusammen gegessen werden.

Ausnahmen:
Wildkräuter sind so neutral, dass ich sie mit allem, sogar mit Früchten, problemlos mischen kann. Frische Kokosnuss passt für mich außer zu Gemüse oder Grünzeug ebenfalls gut zu einigen frischen Früchten (Bananen, Papayas und Mangos). Meine Tochter, für die sonst im wesentlichen bezüglich der Verträglichkeit von Kombinationen dasselbe gilt, kann problemlos Mandelmilch mit Banane genießen – mir liegt diese Mischung zu schwer im Magen. Kakao, den ich ohnehin nur selten & in kleinen Mengen esse (warum steht hier), beschreiben manche ebenfalls als neutral – ich finde ihn gut bekömmlich zusammen mit frischer Kokosnuss und Grünzeug, manchmal auch in der Kombination mit Gojibeeren. Mit Nüssen oder Mandeln zusammen weniger – das mag aber auch daran liegen, dass in derartigen Zubereitungen meistens zusätzlich Datteln oder Rosinen zum Süßen verarbeitet sind.

Wie ihr diesem Blog entnehmen könnt, mischen wir trotzdem gelegentlich mal auch anders. Zum Beispiel, um “Kinderessen”, Konfekte oder mal eine Torte für besondere Gelegenheiten zu machen. Dann achte ich allerdings darauf, nicht mehr als maximal fünf verschiedene Zutaten (Grünzeug ausgenommen) zusammen zu verarbeiten. Von Mandeln abgesehen (die ja eigentlich keine Nüsse sind & mir im Vergleich zu diesen allgemein bekömmlicher zu sein scheinen) mischen wir keine Nüsse. Trockenfrüchte verwenden wir fast gar nicht mehr. Für Tortenböden finde ich die Verwendung von Leinsamen und frischer Banane besser bekömmlich als Nüsse und Datteln oder Trockenfrüchte.

Wenn ihr euch mit “eurer” Rohkost nicht so richtig wohl fühlt, ist dies hier vielleicht eine hilfreiche Anregung. Die aber bitte nicht als Anleitung für zuviel Nachdenken über das Essen verstanden werden soll! Am besten, ihr findet selber heraus, was für euch gut funktioniert, was sich gut anfühlt. Vielleicht macht ihr ganz andere Erfahrungen als ich? Auch mit wenigen Zutaten und gut bekömmlichen Mischungen lassen sich übrigens besondere Gerichte basteln:

Abendessen-Törtchen: aus Möhre und Kokos, mit Salat & Algen dazu.

Nur aus "gemüsigen" Zutaten und Olivenöl: Maischips