Archive for April, 2011



Rohkost-Vorträge & Mitmach-Aktionen

Tuesday, April 19th, 2011

Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, werde ich im Sommer nach Deutschland kommen, unter anderem meines Vortrags beim Urkostkongress in Kisslegg wegen. Außer dem Vortrag biete ich dort als Aktion zum Mitmachen die Gestaltung von “Kreativer Rohkost” (nicht nur) für Kinder an.

Gerne würde ich in der Zeit meines Deutschlandaufenthalts (Mitte Juli bis Anfang August) weitere Vorträge, Mitmach-Aktionen und ähnliches anbieten – wenn ihr Interesse habt, von geeigneten Veranstaltungen wisst oder selbst welche organisieren möchtet, lasst es mich möglichst bald wissen!

Küchenausstattung

Monday, April 18th, 2011

Eigentlich braucht so eine Rohkost-Küche ja nicht viel an Ausstattung. Ein Messer zum Schneiden größerer Früchte/Gemüse (& eventuell ein Schraubendreher zum Öffnen von Kokosnüssen :) ). Eine Schneidunterlage, und vielleicht, für etwas zivilisiertere Mahlzeiten, ein paar Teller. Für die Urkost reicht das allemal. Okay, die Tochter mag sich nicht gern die Finger klebrig machen. Also noch ein bisschen Besteck. Gabeln & kleine Löffel.

Aufwändiger wird es, wenn wir auch mal was zubereiten wollen. Wollen wir. Daher enthält unsere Küche außerdem ein paar Ausstecher, ein paar Vorratsbehälter für Mandeln und ähnliches, Schälchen, einen Eiskugelformer, Eis-am-Stiel-Förmchen & natürlich den tapferen kleinen Blender.

Und, seit gestern, ein neues Spielzeug: den Excalibur-Trockner. Ob er uns, wie sein legendärer Namensgeber, übermenschliche Kräfte verleihen wird, weiss ich nicht. Aber neue Gelegenheiten zum Spielen & Ausprobieren, viele Möglichkeiten für alte und neue Rezepte. Allen voran die von meiner Tochter heiss geliebten knusprigen Sonnenblumenkerne, die sie nun schon seit über zwei Monaten nicht mehr gegessen hat. Auch Bananenpfannkuchen stehen auf ihrer Wunschliste, seit wir auf den Trockner gewartet haben (dessen Reise aus Deutschland einige Wochen gedauert hat).

Ihr könnt euch also vorstellen, wie ich den (praktischerweise verregneten) Sonntagnachmittag verbracht habe. Unser neuer Mitbewohner hat einen Platz in der Küche bekommen und ist auch schon gefüllt, mit Kernen, Bananenpfannkuchen & diversen Kräutern & Gemüsen … unsere Wohnung duftet interessant nach einer Mischung aus Bananen & Zwiebeln. Ich bin gespannt, was daraus wird. Und werde natürlich weiter berichten!

Entgiftung

Sunday, April 17th, 2011

Noch so ein häufig diskutiertes Thema bei RohköstlerInnen: Entgiftung. Besonders in der Anfangszeit, bei der Umstellung auf Rohkost, entgiftet der Körper deutlich. Je nach vorherigem Lebenswandel mehr oder weniger stark. Auf welche Art der Körper entgiftet, das ist individuell verschieden. Sehr häufig sind Schnupfen oder grippeartige Symptome, meist entsorgt der Körper große Mengen an Schleim. Oft kommt es auch zu Gewichtsverlust, selbst wenn vorher kein Übergewicht vorhanden war. Auch dies ist ein Weg zu entgiften: nicht optimal aufgebaute Körpermasse abbauen. Mein Körper hat in den ersten 3 Monaten mit Rohkost 10kg Gewicht abgebaut. Sobald ich einige Zeit später verstärkt Wildkräuter in meine Ernährung aufgenommen habe, bekam ich erst eitrige Entzündungen an den Fingern, dann wunde Brustwarzen, anschließend eine mehrere Wochen dauernde Nebenhöhlenentzündung mit starker Schleimbildung. Als Kind habe ich sehr häufig unter Mittelohr- und Mandelentzündungen gelitten – bis man mir schließlich die Mandeln entfernt hat. Möglicherweise stand die auf diesen Teil meines Körpers konzentrierte Reinigung damit im Zusammenhang. Oder vielleicht mit den Zähnen, an denen leider auch schon von Kindheit an viel behandelt wurde? Ich weiss es nicht, aber ich bin mir sicher, dass mein Körper immer die besten ihm zur Verfügung stehenden Wege nutzt, um Giftstoffe abzubauen & sich zu heilen.

Wie die meisten von uns habe ich die Rohkost erst relativ spät entdeckt & so ist es nicht weiter verwunderlich, dass mein Körper, der viele Jahre lang nicht gerade optimal ernährt wurde, nun auch seine Zeit braucht, um all die eingelagerten Gifte & Schlacken wieder loszuwerden. Ich kenne Rohköstler, die noch nach 20 Jahren die Reinigung von uralten Rückständen, z. B. extrem künstlicher Lebensmittel wie Gummibärchen, Kaugummi u. ä. feststellen. Solche Entgiftungen sind ihrer Beschreibung nach manchmal durch urplötzlich auftretenden Appetit auf das früher einmal Gegessene gekennzeichnet. Gibt man diesem Appetit nicht nach, befreit sich der Körper in der Folge von den noch vorhandenen Resten.

Die vielgepriesenen Wildkräuter sind nicht nur unentbehrlich für die Sättigung & die Versorgung mit allen Vitalstoffen, sie unterstützen auch die Entgiftung. Besonders auffällig ist das im Frühjahr, wenn wir nach einer mehr oder weniger langen Winterzeit wieder verstärkt Wildkräuter in unsere Ernährung aufnehmen … und damit nicht selten einen Reinigungsprozess unseres Körpers in Gang setzen. Diese “Erstreaktion” ist somit nicht etwa ein Zeichen für eine Unverträglichkeit … also nicht erschrecken, sondern weiterhin täglich Wildkräuter essen, am besten zu jeder Mahlzeit!

Ein paar Sorten erkennt mit Sicherheit jedeR von euch: Löwenzahn, Gänseblümchen, Brennesseln, Giersch, Klee, Sauerampfer, … & so nach & nach erweitert sich das Spektrum von ganz alleine. Auch die zunächst noch ungewohnten Geschmäcker werdet ihr bald schätzen lernen. Bei Kindern & Anfängern meist beliebt sind Sauerampfer, Sauerklee, Vogelmiere, Lindenblätter, Melde, Platterbse … die schmecken alle recht mild. Auch der Geschmack von Brennesseln ist sehr angenehm; es erfordert nur ein wenig Übung sie zu pflücken & zu essen, ohne sich daran zu verbrennen. Für den Anfang können sie aber gut im Smoothie verwendet werden. Wie natürlich auch alle anderen Wildkräuter.

Wer sich sehr unsicher fühlt, möchte vielleicht mal an einer Kräuterwanderung teilnehmen. Oder im Sommer zum Urkostkongress in Kisslegg kommen. Dort gibt es außer Wildkräutern und anderem Leckerem auch viele spannende Vorträge. Unter anderem einen von mir. Außerdem biete ich dort als Aktion zum Mitmachen die Gestaltung von “Kreativer Rohkost” (nicht nur) für Kinder an.

Süßkartoffelernte

Saturday, April 16th, 2011

Wir haben mal wieder einen Tag auf meiner Lieblings-Finca verbracht. Zum Freunde-Treffen, Mitarbeiten, Aufwärmen – dort, im Westen der Insel, ist es deutlich wärmer als bei uns im Norden. Deutlich trockener allerdings auch: während die Pflanzen hier durch die an den Bergen “hängenbleibenden” Wolken ständig mit Feuchtigkeit versorgt werden, war auf der Finca jetzt, nur 4 Wochen nach unserem letzten Besuch, schon eine Menge Grünzeug verdorrt.

Ich habe den Tag mit Löwenzahn-Schneiden begonnen – das Gewächshaus ist voll davon; es ist die kanarische Version von Löwenzahn, die mir nicht schmeckt – aber die Hühner haben sich über eimerweise frisches Grünfutter gefreut. Anschließend haben wir Süßkartoffeln geerntet: die Ranken unter üppig wachsenden Wildkräutern ausfindig gemacht, mit Händen und kleinen Schaufeln die Bataten ausgegraben & dabei gleich wieder neue gepflanzt. Das geht bei Süßkartoffeln ganz leicht: einfach ein paar Blätter von den Ranken abtrennen & in die Erde stecken. Süßkartoffeln vertragen die Trockenheit gut & sind somit optimal für die Gegend hier. Ein bisschen Bewässerung brauchen sie aber schon. Dafür ist der schwarze Schlauch, der im unteren Bild zu sehen ist.

Ein neues Pflänzchen. Rechts daneben sind die Ranken der schon länger wachsenden Knollen zu sehen.

Frisch ausgebuddelt - lecker: es ist die orangene Sorte, eher selten hier.

Lohn der Arbeit (die mir viel Spaß gemacht hat): eine Menge gelernt & ein Rucksack voller Süßkartoffeln, Avocados und Bananen. Danke!

Mangelerscheinungen

Thursday, April 14th, 2011

Dass die ewige Sorge um das Auftreten von Mangelerscheinungen bei vegetarischer, veganer und/oder gar roher Kost absolut überflüssig ist, wissen wir ja längst. In diesem zwar schon 2 Jahre alten, aber dennoch treffenden Artikel beschäftigt sich Renato Pichler mal andersherum mit dem Thema: Vorsicht vor Mangelerscheinungen bei gemischter Kost.

Sammlerglück

Wednesday, April 13th, 2011

Meine momentane Lieblingskräuterwanderstrecke: ca 1 Stunde steil bergauf, Geschichten erzählend, Blüten sammelnd und auf Felsen dicht neben dem Abgrund herumkletternd, um das mitwandernde Kind bei Laune zu halten. Unterwegs genießen wir beide die phänomenale Aussicht & die unglaublich schöne, wilde Landschaft. Seelennahrung! Dann wird der Weg entspannter, ebener … und führt an meinem derzeitigen Lieblingshang vorbei:

Borretsch in Hülle & Fülle. Bissel Vogelmiere gibts da auch.

Malvenblätter wachsen unterwegs an verschiedenen Stellen, davon sammle ich auch immer schon ein. Später führt unser Weg dann noch etwa eine halbe Stunde (wieder steil) bergab, im nächsten Ort unten an der Fruteria vorbei & dann zurück nach Hause – auf dem direkten Weg, an der Straße entlang.

Nach dieser reichen “Beute” sah mein Essen gestern dann so aus … einer lieben Freundin gedenkend, bin ich grad versucht, es “Affenmenu” zu nennen ;)