Archive for March, 2011



Gründe für Rohkost

Sunday, March 20th, 2011

Auf der Seite von Dr. Mercola habe ich eine schöne zusammenfassende Antwort auf die immer wiederkehrende Frage “Warum eigentlich roh essen?” gefunden. Den englischen Originalartikel findet ihr unter http://articles.mercola.com/sites/articles/archive/2002/05/22/cooked-food-part-one.aspx – hier meine Übersetzung:

Eine Küche ist nichts anderes als ein Chemielabor, in dem Millionen komplett neuer chemischer Substanzen produziert werden, wie sie in der Natur niemals oder nur durch extrem seltene Zufälle existierten. Beim Kochen werden Millionen verschiedener Zucker- und Eiweißkombinationen produziert – ein Vorgang, der als Maillard-Reaktion bekannt ist.

Während des größten Teils der Evolution, dem vor der Verarbeitung von Nahrungsmitteln, haben Menschen niemals solche Mengen an Maillardmolekülen zu sich genommen wie heute. Die Einführung von Milchprodukten und Getreiden hat das Ernährungsspektrum der Menschen ebenfalls innerhalb sehr kurzer Zeit um neue chemische Substanzen wie neue Proteine ergänzt.

Die wichtigsten Punkte im Hinblick auf die Auswirkungen des Kochens auf Nahrung und Gesundheit

  • Die Lebenskraft der Nahrung wird durch das Kochen stark vermindert oder zerstört. Wie sich durch die Kirlian-Fotografie grafisch dargestellen lässt, wird das bioelektrische Energiefeld verändert und stark vermindert. Lebendige und bioaktive rohe Nahrung verliert deutlich an Energie.
  • Die biochemische Struktur und der Nährstoffgehalt der Nahrung verändern sich. Die Moleküle in der Nahrung werden zerstört. Die Nahrung wird auf mehrere Arten degeneriert. Fasern in pflanzlicher Nahrung werden in weiche, passive Substanz zerlegt & verlieren ihre darmreinigenden Eigenschaften.
  • Nährstoffe wie Vitamine, Mineralien und Aminosäuren werden vermindert, zerstört und geändert. Der Grad der Verminderung, Zerstörung und Änderung ist abhänging von der Temperatur, Kochweise und Zeit.
  • Bis zu 50% der Eiweiße gerinnen. Viele davon werden dadurch unbrauchbar. Hohe Temperaturen erzeugen außerdem Querverbindungen zwischen den Proteinen. Quervernetzte Proteine verursachen viele körperliche Probleme und tragen auch zur Beschleunigung des Alterungsprozesses bei.
  • Das Zusammenspiel der Nährstoffe wird im Vergleich zu seiner natürlichen Synergie verändert. Zum Beispiel wird bei Fleisch relativ mehr Vitamin B6 als Methionin zerstört, was Ablagerungen in den Blutgefäßen fördert, die zu Herzproblemen beitragen.
  • Der Wassergehalt der Nahrung wird reduziert. Auch die natürliche Struktur des Wassers wird zum Nachteil verändert.
  • Toxische Substanzen und gekochte “Nebenprodukte” werden erzeugt. Je höher die Kochtemperatur, umso mehr Giftstoffe werden erzeugt. Frittieren und Grillen sind besonders gifterzeugend. Zahlreiche krebserzeugende und mutagene Substanzen und viele freie Radikale werden insbesondere in gekochten Fetten und Eiweißen generiert.
  • Hitze lässt die beteiligten Moleküle kollidieren, wiederholte Kollisionen verursachen bivalente Verkettungen zu neuen Molekülen und damit die Bildung neuer Substanzen. Sie sind sogar schon benannt worden als “neue chemische Zusammensetzungen”.
  • Nichtverwertbare Abfallstoffe werden erzeugt, die einen zunehmend verstopfenden und verschlackenden Effekt auf deinen Körper haben und die natürlichen Reinigungsprozesse deines Körpers erschweren.
  • Alle in roher Nahrung enthaltenen Enzyme werden schon bei Temperaturen von 118° F (47° C) zerstört. Diese Enzyme, bekannt als Nahrungsenzyme, sind wichtig für eine optimale Verdauung. Sie unterstützen auf natürliche Weise die Verdauung und werden aktiv sobald das Essen beginnt. Kochen zerstört 100% dieser Enzyme.
  • Enzymlose Nahrung zu essen führt zur Belastung und Überarbeitung der Bauchspeicheldrüse und anderer Organe, was sie schließlich erschöpft. Die Verdauung gekochter Nahrung verbraucht wertvolle metabolische Enzyme. Die Verdauung gekochter Nahrung erfordert viel mehr Energie als die Verdauung roher Nahrung. Im allgemeinen wird Rohkost soviel leichter verdaut, dass sie den Verdauungstrakt in der Hälfte oder einem Drittel der Zeit passiert die gekochte Nahrung braucht.
  • Nach dem Essen einer gekochten Mahlzeit findet ein Ansturm weißer Blutkörperchen auf den Verdauungstrakt statt, der den Rest des Körpers weniger gut vom Immunsystem geschützt zurücklässt. Aus der Sicht des Immunsystems wird der Körper von einer fremden (toxischen) Substanz angegriffen, wenn gekochte Nahrung gegessen wird.
  • Fäulnisbakterien, besonders aus gekochtem Fleisch, verdrängen die natürliche Bevölkerung der gesunden Darmflora, was zu Fehlfunktion des Darms und zur Absorption von Giftstoffen führt. Dieses Phänomen wird Dysbiose oder Darmvergiftung genannt.
  • In den Eingeweiden bilden sich mukoide Ablagerungen. Das ist eine dicke, teerartige Substanz, die das langfristige Ergebnis unverdauter, nicht-ausgeschiedener gekochter Nahrung ist, die in den Eingeweiden verfault. Insbesondere gekochte Stärken und Fette sind Hauptursache für Verstopfung und Verschlackung der Organe.
  • Gekochte Nahrung verursacht die Anreicherung von Gift- und Abfallstoffen in vielen Teilen des Körpers, bis hin zur Zellebene. Manche dieser Gift- und Abfallstoffe werden Lipofuscine genannt. Sie reichern sich in der Haut, dem Nervensystem und dem Gehirn an. Beobachten lässt sich das an “Leberflecken” oder “Altersflecken”.
  • Gekochte Nahrung verursacht Unterernährung auf Zellebene. Da gekochte Nahrung einen niedrigeren Gehalt an Nährstoffen hat und gleichzeitig Abfallstoffe und Gifte enthält, erhalten die einzelnen Zellen nicht genug der benötigten Nährstoffe.
  • Gekochte Nahrung fördert die Neigung zur Fettsucht durch Überessen. Da die Zellen nicht genug Nährstoffe bekommen, sind sie sozusagen “immer hungrig” und “verlangen” daher nach mehr Nahrung. Gekochte Nahrung kann außerdem weniger gut verstoffwechselt werden, was ein weiterer Faktor für übermäßige Gewichtszunahme ist.
  • Von Zeit zu Zeit macht der Körper Entgiftungskrisen durch, auch Reinigungs- oder Heilungskrisen genannt. Das passiert, wenn Giftstoffe über die Haut ausgeschieden oder durch Leber, Nieren oder andere Organe ins Blut abgegeben werden. Die Symptome können Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Erkältungen, Bronchitis, Sinusitis, Lungenentzündung und Durchfall beinhalten.
  • Das Immunsystem, dass massive tägliche Angriffe von Toxinen und toxischen Nebenprodukten bewältigen muss, wird schließlich überwältigt und geschwächt. Ein Hauptfaktor im Alterungsprozess.
  • Die Abfallstoffe, Gifte, Mutagene und Karzinogene, die sich in den Zellen anreichern, sowie der tägliche Angriff freier Radikale führt schließlich zur Verkrebsung einiger Zellen – was schätzungsweise 30% der Amerikaner tötet.
  • Im allgemeinen wird der natürliche Alterungsprozess durch gekochte Nahrung beschleunigt. Menschen, die auf Rohkost umstellen, werden oftmals biologisch und sichtbar jünger.
  • Nach dem Essen einer gekochten Mahlzeit tritt ein Anstieg der weißen Blutkörperchen im Blut und eine Veränderung der relativen Verhältnisse der unterschiedlichen Blutkörperchen auf. Dieses Phänomen ist bekannt als “Verdauungsleukozytose“.

Leukozytose und gekochte Nahrung

1930 wurden am Institut für Klinische Chemie in Lausanne, Schweiz, unter der Leitung von Dr. Paul Kouchakoff Forschungen durchgeführt. Die Auswirkungen von Nahrung (gekochte/verarbeitete im Vergleich zu roher/natürlicher) auf das Immunsystem wurden getestet und dokumentiert.

Dr. Kochakoffs Entdeckungen betrafen die Leukozyten, die weißen Blutkörperchen.

Er fand heraus, dass das Blut einer Person nach dem Essen von gekochter Nahrung umgehend mit einer Erhöhung der Zahl der weißen Blutkörperchen reagiert. Dieses wohlbekannte Phänomen heisst “Verdauungsleukozytose”, was den Anstieg der Zahl der Leukozyten, der weißen Blutkörperchen, nach dem Essen bezeichnet.

Da die Verdauungsleukozytose nach dem Essen schon immer beobachtet worden war, hielt man sie für eine normale physiologische Reaktion auf Essen. Niemand wusste, warum die Zahl der weißen Blutkörperchen nach dem Essen ansteigt, denn dies schien eine Stressreaktion zu sein; so als ob der Körper auf einen Angriff wie eine Infektion, eine Verletzung oder giftige Chemikalien reagiert.

Die Schweizer Forscher des Instituts für Klinische Chemie studierten 1930 den Einfluss der Nahrung auf das menschliche Blut und machten eine bemerkenswerte Entdeckung. Sie fanden heraus, dass das Essen unveränderter, roher Nahrung oder Nahrung die bei niedrigen Temperaturen erwärmt worden war, keine Blutreaktion hervorrief. Wenn ein Nahrungsmittel jedoch über eine gewisse Temperatur hinaus erhitzt worden war, oder wenn das Nahrungsmittel verarbeitet worden war (raffiniert, zugesetzte Chemikalien, etc), verursachte das immer einen Anstieg der Zahl der weißen Blutkörperchen.

Die Forscher benannten diese Reaktion zu “pathologische Leukozytose” um, denn der Körper reagierte auf hochgradig veränderte Nahrung. Sie testeten viele verschiedene Arten von Nahrung und fanden heraus, dass die Nahrung, wenn sie nicht übererhitzt oder raffiniert wurde, keine Reaktion hervorrief. Der Körper betrachtete sie als “freundliche Nahrung”. Dieselbe Nahrung jedoch, bei zu hoher Temperatur erhitzt, verursachte eine negative Reaktion des Blutes; eine Reaktion, die nur auftritt, wenn der Körper durch gefährliche Erreger oder Wunden bedroht wird.

Die schlimmsten Angreifer von allem, egal ob erhitzt oder nicht, waren verarbeitete Nahrungsmittel, die raffiniert (wie weisses Mehl oder weisser Reis), homogenisiert (ein Prozess, bei dem die Fette in der Milch stark zerkleinert werden), pasteurisiert (ebenfalls angewandt bei Milch, die sehr schnell auf hohe Temperaturen erhitzt wird um Bakterien abzutöten) oder konserviert (Chemikalien werden der Nahrung zugesetzt um den Verderb zu verzögern oder Geschmack oder Textur zu verbessern) wurden.

In anderen Worten, Nahrungsmittel, die von ihrem gottgegebenen Zustand verändert wurden. Gute Beispiel für diese schädlichen Nahrungsmittel sind: pasteurisierte Milch, Schokolade, Margarine, Zucker, Süßigkeiten, Weißmehl und Kochsalz. Die Forscher haben herausgefunden, dass die Beschädigung des Blutes verringert wird, wenn diese veränderten, chemischen Nahrungsmittel sehr gründlich gekaut werden. Eine weitere erstaunliche Entdeckung war, dass die pathologische Reaktion des Blutes minimiert wird, wenn etwas von derselben Nahrung im rohen Zustand zusammen mit dem gekochten Nahrungsmittel gegessen wird.

Dennoch gilt für optimale Gesundheit: vermeide diese unnatürlichen, verarbeiteten Lebensmittel; ersetze sie durch köstliche vollwertige Nahrung.

Eingekauft!

Tuesday, March 15th, 2011

Heute hab ich es geschafft. Unser Frischkost-Sortiment sieht jetzt wieder viel besser aus … ich habe Orangen, Äpfel, Süßkartoffeln, Möhren, Pfirsiche, Papaya & Birnen eingekauft … hatte bei der Gelegenheit mein “Alltagstraining”: paar Kilometer bergab & -auf laufen, auf dem Rückweg mit mehreren Kilo Gepäck …. uuund ich habe auf dem Weg ein schönes verwildertes Grundstück gefunden, mit jeder Menge Brennesseln drauf, bisschen Malve, Sauerklee … :)

Zur Beruhigung für alle, die sich um uns gesorgt haben also: unser heutiger Tag war wieder viel nahrhafter. So sah das Tagesmenü aus (das, was in Klammern steht, hat die Tochter gegessen – zusätzlich zu allem anderen natürlich; sie ist im Wachstum & ihr Nährstoffbedarf ist deutlich höher als meiner.):

Improvisationen

Tuesday, March 15th, 2011

Seit Samstag abend sind wir wieder zuhause, zurück von der Finca. Nach dem Überfluss dort müssen wir hier nun für ein paar Tage auf die eher knappen Vorräte hier zurückgreifen. Zwar haben wir von der Finca ein halbes Dutzend reife Avocados, ein paar noch nicht ganz reife Bananen & 4 Orangen mitgebracht. Das war’s dann aber auch schon an Frischem. Die Orangen gab es Sonntag zum Frühstück. Anschliessend war eigentlich ein Besuch des Bauernmarktes in La Orotava geplant. Den wir sogar gefunden haben … genauer gesagt: den Platz, auf dem er stattfindet. Es stellte sich nämlich heraus, dass der Markt nur noch samstags stattfindet. Unsere Suche nach einer sonntags geöffneten Fruteria verlief leider auch ergebnislos. Immerhin haben wir auf dem Rückweg – durch strömenden Regen – Malven & Kapuzinerkresse am Straßenrand gefunden.

Ein paar trockene Vorräte (Rosinen, Sonnenblumenkerne, Mandeln, Ananas, Algen) hatten wir glücklicherweise noch im Schrank. Denn auch am Montag fiel der Einkauf im nächsten Ort aus: aufgrund eines kleinen Unfalls war die Tochter zu angeschlagen, um den (pro Richtung) halbstündigen Marsch, zudem noch durch strömenden Regen (ohne Regenjacke oder Schirm, da wir beides noch nicht wieder haben), zu bewältigen. Allein mit dem Bruder wollte sie auch nicht bleiben. Also haben wir einen ruhigen Tag zuhause verbracht. Und essenstechnisch improvisiert: Zum Frühstück gab es eingeweichte getrocknete Ananas. Lecker und sättigend. Danach hat sich die Tochter stundenlang damit beschäftigt, Sonnenblumenkerne zu knacken und zu essen. Erst pur, später dann mit Rosinen dazu. Mittags haben wir Avocado mit eingeweichten Algen gegessen. Am Nachmittag gab es für die Tochter ein paar selbstgemachte süße Kugeln, für mich eine Handvoll Malvenblätter – beim Müll-Rausbringen von einem halb überwucherten Parkplatz um die Ecke gesammelt – & abends haben wir uns die einzige reife Banane geteilt & in Currypulver eingestippt genossen.

Insgesamt also doch ein recht abwechslungsreicher Tag. Gehungert haben wir auch nicht. Aber es fehlten eindeutig frische, saftige Früchte. Und ein bisschen Gemüse und/oder Grünzeug zur Avocado – so eine Mahlzeit fast nur aus Fettfrüchten fühlt sich für mich nicht wirklich befriedigend an. Und eine Ernährung mit so viel Getrocknetem wäre auf die Dauer nichts für mich.

Nun, der Wetterbericht kündigt für Dienstag wieder Sonnenschein an (auch wenn es jetzt noch immer wie aus Eimern schüttet da draußen). Ich freue mich schon auf den Einkauf … Orangen, Papaya, Süßkartoffeln, Möhren *träum*

Grünes Haus

Sunday, March 13th, 2011

“Green house”, grünes Haus, so nennt die Betreiberin der Bio-Finca, auf der wir in der vergangenen Woche eingehütet haben, eine Art riesiges weißes Zelt, in dem Unmengen von … genau: Grünzeug :) wachsen. Genau wie im Freigelände auch hier alles scheinbar wild durcheinander. Naturgemäß. Frei von Pestiziden und anderen Giften. Sich gegenseitig unterstützend. Permakultur ist schwierig hier, aufgrund des sehr trockenen Klimas. Ganz ohne Bewässerung geht es nicht. Aber im Gegensatz zu den sonst üblichen Monokulturen ist hier viel weniger Eingreifen nötig. Was auf den ersten Blick eher unbewirtschaftet, durcheinander, nicht so ertragreich erscheint, zeigt auf den zweiten Blick eine unglaubliche Vielfalt: Draußen wachsen zwischen Bananen Tomaten, Kürbisse & andere Gemüse, im grünen Haus gibt es Mangold, Salate, Kräuter, Tomaten usw. Und überall dazwischen Wildkräuter in Hülle und Fülle. Ein Paradies!

Mangold



Basilikum ... und mehr

... und was findet ihr hier noch?

Nachdem wir jetzt wieder zuhause sind, werden wir wohl die gute Grünzeugversorgung vermissen. Die Tochter hat, da wir dort einen Pürierstab gefunden haben, ihre Begeisterung für grüne Smoothies wiederentdeckt … wir werden die nächsten Tage also hier die Umgebung nach Sammelstellen absuchen.

Spontane Kreationen

Thursday, March 10th, 2011

In der uns umgebenden Fülle habe ich gestern mein Abendessen im Garten genossen: Zwei Bananen, frisch gepflückt, mit reichlich Malvenblättern dazu. Das Leben ist ein Paradies!
Das Essen der Tochter war etwas aufwändiger:

3-Gänge-Menü: Tomaten als Vorspeise, Möhre zum Nachtisch. ...

... Hauptgang: Törtchen aus mit Dattel und Mandeln belegten Apfelscheiben.

Frisch, frischer, …

Tuesday, March 8th, 2011

Wenn ihr selbst einen Garten habt oder wenigstens ab und zu die Gelegenheit, irgendetwas frisch Geerntetes zu essen, kennt ihr das vermutlich auch: ganz frisch gepflückt, von der Hand in den Mund, schmeckt alles am Besten. Um ein Vielfaches besser, manchmal sogar ganz anders, als das, was es im Laden zu kaufen gibt. Dazwischen gibt es viele Abstufungen: selbst geerntet & nach Hause getragen, ein paar Stunden alt vielleicht. Direkt beim Erzeuger gekauft, im Hofladen beispielsweise, oder auf dem Wochenmarkt. Im Großhandel erstanden. Im Angebot gekauft oder selbst geerntet & dann zuhause eingelagert (z. B. Äpfel). Und so weiter.

Wie wohl die meisten von euch kaufe auch ich den Großteil unserer Nahrung, so frisch wie möglich, aber oftmals – meistens – eben schon mehrere Tage alt. Manche Dinge schmecken dann einfach gar nicht mehr, besonders Salate oder grünblättrige Gemüse. Normalen Salat habe ich daher auch schon seit Jahren gar nicht mehr gekauft, weil er für mich einfach nach nichts schmeckte. Momentan aber, wo ich die Möglichkeit habe, die Salatblätter direkt von der Pflanze zu essen, finde ich ihn wirklich lecker! Und auch meine Tochter, die sich sonst aus Salaten überhaupt nichts macht, isst ihn so sehr gern. Auch bei Mangold finde ich den Unterschied deutlich: er schmeckt mir wirklich nur frisch gepflückt. Spinat dagegen habe ich immer problemlos einige Tage im Kühlschrank lagern können & er war trotzdem noch lecker.

Was mir Freundinnen mit eigenem Garten schon öfter erzählt haben, erfahre ich jetzt gerade wieder selbst: Habe ich mich erstmal an diese absolute, echte Frische gewöhnt, schmeckt anderes überhaupt nicht mehr. Die beste Art, sich zu verwöhnen :) . Wahrhaft paradiesisch unser momentanes Leben: Essen direkt aus dem Garten. Unter blauem Himmel & strahlender Sonne die Suche nach reifen Tomaten & das Sammeln der überall reichlich wuchernden grünen Blätter. Heute haben wir sogar 3 baumgereifte(!) Bananen geerntet – was für ein Luxus! Die Bananen hier auf den Kanaren schmecken ohnehin ganz anders als die in Deutschland angebotenen. Obwohl sie auch meist unreif in den Handel kommen. Baumgereift sind sie dann tatsächlich noch besser!

Bullerbü auf kanarisch: besser als Erdbeeren ...

... winzig kleine Strauchtomaten.

Kanarischer Spinat - schmeckt ganz anders als der in Deutschland, für meinen Geschmack hat er zuviel Säure.