Archive for March, 2011



Familien-Rohkost: Grundnahrungsmittel

Wednesday, March 30th, 2011

Viele unserer Grundnahrungsmittel bieten sich hier auf Teneriffa noch mehr als in Deutschland als Basis unserer rohköstlichen Ernährung an: günstig, sättigend, nährend – und hier auch noch aus regionalem Anbau. Süßkartoffeln gehören dazu, Avocados, Orangen, Papayas, Mandeln und natürlich Bananen. Die hiesigen Bananen sind andere, kleinere, geschmacklich intensivere als die, die wir aus Deutschland kannten. Sehr lecker! Ebenso wie in Deutschland sind sie selbst in Bio-Qualität günstig zu bekommen, besonders, wenn man, wie ich, die schon reifen Früchte bevorzugt.

Die meisten Kinder mögen Bananen auch pur; für die anderen & damit’s nicht so schnell langweilig wird, hab ich für euch mal ein paar einfache Zubereitungsideen zusammengestellt. Immer die erste Idee & bei meiner Tochter grad wieder hoch im Kurs: der Grüne Smoothie aus Banane und Brennesseln. Wenn ihr viele frische Brennesselsamen mit hineinmixt & den Smoothie kurz stehenlasst, wird er etwas fest & kann so auch gut als Pudding auf einen Teller gestürzt werden. Oder als Tortenfüllung verwendet werden. Natürlich lassen sich Smoothies auch mit anderen Wildkräutern und/oder weiteren Früchten zubereiten.

Bananen-Brennessel-Creme mit Streuseln (Brennesselsamen) & Apfel zum Dippen.

Weitere Serviervorschläge:

  • Bananenmasala – gemixt mit Gewürzen wie z. B. Zimt, Kardamom, Ingwer. Gerade in der kalten Jahreszeit angenehm wärmend!
  • Kombiniert mit Kokosnuss und Hokkaidokürbis auch farblich ein Genuss.
  • Zusammen mit Currydipp zum Einstippen.
  • Bananen halbieren, in Carob oder gehackten Nüssen wälzen und auf Holzstiele gesteckt als Lollis servieren. Oder die halbierten Bananen auf Holzstielen einfrieren -> Eis am Stiel!
  • Banane in kleineren Stücken einfrieren & im Mixer oder mit einer Saftpresse zu Eiscreme verarbeiten. Pur oder mit anderen (nicht gefrorenen Früchten) zusammen.
  • Banane, Carobpulver und geriebene reife Kokosnuss im Mixer glatt mixen, über Nacht im Kühlschrank festwerden lassen: fertig ist eine frische & vergleichsweise leichte Schokolade.

Avocado- und zeitlos

Monday, March 28th, 2011

Die Zeitumstellung auf Sommerzeit, die ich zum ersten Mal in meinem Leben überhaupt nicht auf dem Plan hatte, hat uns gestern ziemlich durcheinander gebracht. Der Vormittag war praktisch nicht vorhanden, zu einer Verabredung am Mittag waren wir nur durch puren Zufall pünktlich … aber was soll’s: es war Sonntag, wir sind in Spanien … und haben den Tag bei herrlichem Sonnenschein dennoch genossen.

Am Nachmittag haben wir einen langen Spaziergang durch einen kleinen Barranco hier in der Nähe gemacht – und dort u. a. diese Pflanze hier entdeckt:

Wächst hier überall - weiss jemand, was das ist?

Die Blätter sehen aus wie Baumsterne (ja genau, die aus “Einem Land vor unserer Zeit” :) ) und dran wachsen diese kleinen stachligen Kugeln. Die übrigens gerne in den Haaren hängenbleiben. Außer diesem, noch unbekannten, Gewächs, gab es natürlich noch jede Menge anderes Grünzeug. Unter anderem meine geliebte Malve … die wir zusammen mit Mandarinen bei einem kleinen Picknick dort genossen haben.

Unsere Avocados wollen grad mal wieder nicht so schnell nachreifen wie wir es gern hätten & so essen wir uns seit gestern schon avocado-frei durch den Tag. Wer das für vollkommen unproblematisch hält, kennt meine Tochter & ihren momentanen Appetit nicht – während ich mich meistens mit einer eher fettarmen Ernährung wohler fühle, braucht sie viel davon. Und zwar am liebsten in Form von Avocados, Sonnenblumenkernen oder Durian. (Letztere haben wir übrigens auf dieser Insel noch gar nicht auftreiben können & denken daher gelegentlich über einen Thailand-Urlaub im kommenden Winter nach :) ) Den aktuellen Avocado-Mangel hat sie dieses Wochenende mit reifer Kokosnuss, Mandeln, Sonnenblumenkernen und heute einer im Blender gemixten Tomatensauce aus eingeweichten getrockneten Tomaten, Wasser und Olivenöl überbrückt. Ein echtes Sonntags-Essen! Ebenso wie das Marzipan-Pferdchen zum “Kaffee” nach unserem Ausflug. Insgesamt sah das Menu heute so aus:

Bauernmarkt

Saturday, March 26th, 2011

Samstags findet hier in Orotava der schon erwähnte Bauernmarkt statt. Dort werden regionale Früchte & Gemüse angeboten. Zwar überwiegend keine zertifizierten Bio-Produkte, aber unbehandelt. Mais, Süßkartoffeln, Avocados, Orangen, Mandarinen, Bananen, Paprika, Tomaten, Nisperos, Papayas und noch viel mehr … gibt es dort. Und zu jedem Kauf ein Los dazu – in der Folgewoche wird immer die Gewinnnummer bekannt gegeben; soweit ich es verstanden habe, gibt es dafür einen Gutschein für Produkte. Vielleicht gewinnen wir ja nächste Woche mal, dann kann ich es euch genauer erzählen :)

Heute morgen sah es dort so aus:

Avocados, Papayas, Bananen ...

Zucchini, Brokkoli ...

... und jede Menge mehr Gemüse.

Und so lecker sieht es jetzt wieder in unserer Küche aus:

Nisperos

Orangen und Mandarinen und Papayas

Wie immer: Bananen

Mais, Paprika, Möhren, Süßkartoffeln

Snacks

Saturday, March 26th, 2011

Lust zum Knabbern? Mal so zwischendurch? Oder abends? Mit Rohkost??? Aber sicher, warum denn nicht?! Und ich meine jetzt nicht den Apfel zwischendurch. Was sich so alles an Süßigkeiten und Knabbereien zubereiten lässt, das habt ihr hier schon öfter gelesen und findet einiges in meinen Rezeptbüchern (äh – in dem einen bisher veröffentlichten, aber ich schwöre, das nächste wird auch bald fertig sein :) ). Es geht aber auch ganz lecker ohne Zubereitung … hier mal ein paar Beispiele unserer Zwischendurch-Knabbereien:

Rosinen, Sonnenblumenkerne, Mandeln

Spontane Kreation, fertig in weniger als 5 Minuten: Mandarinentoertchen

Mehr Ideen:

  • Rosinen mit Knoblauch
  • Datteln mit Ingwer
  • Feigen in Malvenblättern
  • Möhren & Mandeln
  • Banane mit Curry
  • gekeimte Sonnenblumenkerne, mariniert in gemahlenen Algen & Tamari

Was knabbert ihr gern so zwischendurch?

Bio vs Nicht-Bio: Mengen

Wednesday, March 23rd, 2011

Die Vorzüge von biologisch angebautem Obst & Gemüse im Vergleich zu solchem aus konventioneller Produktion sind vielfältig – als offensichtlichste seien genannt:

  • deutlich geringere Belastung durch Pestizide und andere Giftstoffe
  • besserer Geschmack
  • höherer Nährstoffgehalt: biologisch angebaute Produkte haben einen höheren Gehalt an Vitalstoffen

Am optimalsten sind darüberhinaus in möglichst unberührter (auto- & industrieferner) Natur wildwachsende Pflanzen & Früchte. In unser zivilisierten Welt allerdings auch am seltensten zu finden. Ich bezeichne hier der Einfachheit halber auch Produkte aus nicht-zertifiziertem Bio-Anbau, die aber unbehandelt, chemiefrei, sind als “Bio” – sicher gibt es auch da noch viele Abstufungen bezüglich der oben genannten Kriterien, aber der grundlegende Unterschied zum konventionellen, bodenauslaugenden & lebensfeindlichen Anbau gilt, denke ich, für alle davon.

Wie ihr wisst, hatten wir in unseren ersten Wochen hier auf Teneriffa Schwierigkeiten, unbehandeltes Nahrung zu finden & waren gezwungen, auf Früchte & Gemüse aus konventionellem Anbau zurückzugreifen. Neben verschiedenen kleineren Reaktionen meines Körpers (der seit vielen Jahren an eine überwiegend pestizid-freie Ernährung gewöhnt ist) ist mir dabei besonders eines aufgefallen: der Unterschied im Nährstoffgehalt!

Wir kennen den Effekt vom Vergleich der Nahrungsmengen, die wir bei Kochkost-Ernährung im Gegensatz zur Rohkost benötigen: weil die gekochte Nahrung soviel ärmer an Nährstoffen ist, wird unser Körper, der die Vitalstoffe braucht, nicht wirklich satt & verlangt mehr & mehr. Ein ähnlicher, wenngleich nicht ganz so großer, Unterschied lässt sich zwischen Bio- bzw Nicht-bio-Früchten & Gemüsen beobachten. Da die konventionell erzeugten Produkte ärmer an Vitalstoffen sind & durch ihren Gehalt an Giftstoffen gleichzeitig der Vitalstoffbedarf des Körpers steigt, brauchen wir davon offenbar größere Mengen um satt zu werden, um unseren Körper zu nähren. Am deutlichsten ist es mir hier in der letzten Zeit am Beispiel der Bananen aufgefallen: baumgereift, bio & frisch gepflückt macht mich eine der kleinen hiesigen Bananen so satt wie zwei gekaufte Bio-Bananen, während ich mich beim Verzehr von (ebenfalls regionalen) nicht biologisch angebauten erst nach 3 oder 4 Früchten ansatzweise zufrieden fühle.

Vielleicht ist das auch eine Erklärung für die großen Nahrungsmengen, die Frederic Paténaude in seinen Artikeln beschreibt – er hält ja bekanntlich die Bioqualität für nicht so relevant für seine Ernährung?!?

Vielleicht mögt ihr es mal ausprobieren, mal darauf achten? Für diejenigen unter euch, die aus finanziellen Gründen auf Bio-Nahrung verzichten: möglicherweise lohnt sich das Experiment & ihr stellt fest, dass ihr für (fast) das gleiche Geld genauso satt werdet … und dabei gleichzeitig noch viel sowohl für eure Gesundheit als auch für die Mitwelt tut?

Warum vegan oder rohvegan werden?

Tuesday, March 22nd, 2011

Auch ohne Spanischkenntnisse ansehenswert – die Bilder sprechen für sich:

¿Por qué hacerse vegan@ o crudivegan@?