Sonntag ist Markttag. Heute mal wieder in Los Silos:

Alles aus regionalem Anbau, unbehandelt: Erdbeeren, Erdbeerguaven, Mais, Bataten

Viel angeboten werden hier Kürbisse ...

... Orangen, Mandarinen, Zitronen, Lauch ...

... Avocados & Kräuter.
Sonntag ist Markttag. Heute mal wieder in Los Silos:

Alles aus regionalem Anbau, unbehandelt: Erdbeeren, Erdbeerguaven, Mais, Bataten

Viel angeboten werden hier Kürbisse ...

... Orangen, Mandarinen, Zitronen, Lauch ...

... Avocados & Kräuter.
Nach einem Nachmittag am Strand sah unser Abendessen gestern so aus:

Kiwi-Apfel-Gesicht mit Vogelmiere-Haar & Kapuzinerkresse-Haarspange

Außerdem auf dem Tisch: Brennesseln, wilder Fenchel, Mangold, Bananen, Orangen
Was die Nahrungsbeschaffung betrifft, stelle ich hier immer wieder fest, wie verwöhnt ich von der Infrastruktur in Hamburg bin. In vielerlei Hinsicht empfinde ich es hier auf der Finca als luxuriös: viel Sonne (die sowohl unseren Körper als auch unsere Seele nährt), ein bisschen Gemüse frisch aus dem Garten & vor allem ausreichend Wildkräuter. Für die Früchte aber müssen wir weite, anstrengende Wege auf uns nehmen. An Bio-Früchte kommen wir momentan überhaupt nur heran, wenn wir ausnahmsweise ein Auto zur Verfügung haben. Was morgen wieder der Fall sein wird – ich hoffe, bei der Gelegenheit ein paar neue Quellen auftun zu können. In der Nähe unseres künftigen Wohnortes gibt es eine (von einer Deutschen bewirtschaftete) Bio-Finca, deren Hofladen aber leider seit dem letzten starken Sturm, der hier auf der Insel viele Verwüstungen mit sich gebracht hat, geschlossen ist.
Gestern jedenfalls habe ich ca 10kg Früchte im etwa 5km bergab gelegenen Städtchen Icod de los Vinos gekauft & sie den Berg heraufgeschleppt. Gut 1 kg davon waren Gold-Kiwis, die die Tochter gerade zu ihrem Hauptnahrungsmittel erwählt hat. Und die heute morgen schon wieder aufgegessen sind. Uff!

Gut & günstig sind hier Bananen zu bekommen. Die kleinen aus hiesigem Anbau. Ich finde sie sehr lecker, der Tochter schmecken sie leider (noch) nicht. Sie freut sich aber über die Avocados, die hier ebenfalls sehr lecker sind. Papayas, unser beider Lieblingsfrucht, sind ebenfalls köstlich – wenn wir sie in reifem Zustand bekommen. Nicht so süß wie die, die wir in Deutschland (importiert in der Regel aus Südamerika) bekommen haben. Rätselhafterweise sind sie, obwohl aus regionalem Anbau, meist sehr unreif im Handel. Die, die wir heute frühstücken wollten, war auch so früh geerntet worden, dass sie nicht gut nachgereift war & einfach nur gummiartig schmeckte … Ananas, die auf Hierro, der Nachbarinsel, angebaut werden, werden ebenfalls viel zu früh geerntet. Die Ernährung der Einheimischen hier, besonders auf dem Land, ist geprägt durch viel Fleisch & viel (tierisches) Fett … vielleicht haben sie deshalb, trotz der vielen lokal angebauten Früchte, den Geschmack dafür verloren?
Gestern gab es für uns beide dies hier:

Der Drachenbaum in Icod de los Vinos – eigentlich kein Baum, sondern zur Familie der Spargelgewächse gehörend:
