Archive for February, 2011



Markttag

Monday, February 28th, 2011

Sonntag ist Markttag. Heute mal wieder in Los Silos:

Alles aus regionalem Anbau, unbehandelt: Erdbeeren, Erdbeerguaven, Mais, Bataten

Viel angeboten werden hier Kürbisse ...

... Orangen, Mandarinen, Zitronen, Lauch ...

... Avocados & Kräuter.

Suchen & Finden

Saturday, February 26th, 2011

Das Schöne an so einem “Neustart” in anderer Umgebung sind die vielen Erfolgserlebnisse: nicht nur entdecken wir jeden Tag neue, wunderschöne Ecken dieser Insel; wir finden auch jeden Tag Neues, Nützliches heraus, kennen uns täglich ein bisschen besser aus. Auf unseren Ausflügen der letzten Tage haben wir so unter anderem zwei Bioläden in unserer Nähe (besser noch: in der Nähe unseres künftigen Zuhauses) gefunden, beide super per Bus zu erreichen: einen kleinen Laden in La Orotava, ganz in der Nähe des Busbahnhofes gelegen. Zwar gibt es dort kein Frischkostangebot, aber immerhin Trockenfrüchte, Kerne & Nüsse (von Rapunzel … zu astronomischen Preisen, aber immerhin) & darüberhinaus diverse zumindest gesündere Alternativen zum Standardangebot der hiesigen Supermärkte für den nicht-rohköstlich lebenden Sohn. Sonntags soll es in La Orotava außerdem einen Bauernmarkt geben … den wir sicher bei nächster Gelegenheit erkunden werden. In der ebenfalls relativ schnell per Bus zu erreichenden größeren Stadt Puerto de la Cruz haben wir sogar einen Bio-Stand im Mercado Municipal entdeckt, der eine breite Palette an Gemüse, Salaten & Obst sowie Öle, Trockenfrüchte usw führt. Große Freude … wir haben dort Möhren, Tomaten, Brokkoli, Bananen & Äpfel gekauft. Zusammen mit Avocado & – wie immer – frischen Wildkräutern aus dem Garten ergab das ein köstliches, farbenfrohes Abendessen:

Kapuzinerkresse-Wrap mit Avo & Paprika drin & Blüte dran. Möhren, Brokkoli, Avocado, Wildkräuter, Sonnenblumenkerne

So sehen die hiesigen Pitahayas aus: kleiner & mit dickerer Schale als die aus Asien. sehr lecker!

Den Tag über gab es außerdem: zum Frühstück Orangen, unterwegs Möhre, Kakis, Trockenfeigen, Banane, Apfel & Kokosnuss.

Kinderteller

Thursday, February 24th, 2011

Nach einem Nachmittag am Strand sah unser Abendessen gestern so aus:

Kiwi-Apfel-Gesicht mit Vogelmiere-Haar & Kapuzinerkresse-Haarspange



Außerdem auf dem Tisch: Brennesseln, wilder Fenchel, Mangold, Bananen, Orangen


Alltagssport & Früchteauswahl

Wednesday, February 23rd, 2011

Was die Nahrungsbeschaffung betrifft, stelle ich hier immer wieder fest, wie verwöhnt ich von der Infrastruktur in Hamburg bin. In vielerlei Hinsicht empfinde ich es hier auf der Finca als luxuriös: viel Sonne (die sowohl unseren Körper als auch unsere Seele nährt), ein bisschen Gemüse frisch aus dem Garten & vor allem ausreichend Wildkräuter. Für die Früchte aber müssen wir weite, anstrengende Wege auf uns nehmen. An Bio-Früchte kommen wir momentan überhaupt nur heran, wenn wir ausnahmsweise ein Auto zur Verfügung haben. Was morgen wieder der Fall sein wird – ich hoffe, bei der Gelegenheit ein paar neue Quellen auftun zu können. In der Nähe unseres künftigen Wohnortes gibt es eine (von einer Deutschen bewirtschaftete) Bio-Finca, deren Hofladen aber leider seit dem letzten starken Sturm, der hier auf der Insel viele Verwüstungen mit sich gebracht hat, geschlossen ist.

Gestern jedenfalls habe ich ca 10kg Früchte im etwa 5km bergab gelegenen Städtchen Icod de los Vinos gekauft & sie den Berg heraufgeschleppt. Gut 1 kg davon waren Gold-Kiwis, die die Tochter gerade zu ihrem Hauptnahrungsmittel erwählt hat. Und die heute morgen schon wieder aufgegessen sind. Uff!

Gut & günstig sind hier Bananen zu bekommen. Die kleinen aus hiesigem Anbau. Ich finde sie sehr lecker, der Tochter schmecken sie leider (noch) nicht. Sie freut sich aber über die Avocados, die hier ebenfalls sehr lecker sind. Papayas, unser beider Lieblingsfrucht, sind ebenfalls köstlich – wenn wir sie in reifem Zustand bekommen. Nicht so süß wie die, die wir in Deutschland (importiert in der Regel aus Südamerika) bekommen haben. Rätselhafterweise sind sie, obwohl aus regionalem Anbau, meist sehr unreif im Handel. Die, die wir heute frühstücken wollten, war auch so früh geerntet worden, dass sie nicht gut nachgereift war & einfach nur gummiartig schmeckte … Ananas, die auf Hierro, der Nachbarinsel, angebaut werden, werden ebenfalls viel zu früh geerntet. Die Ernährung der Einheimischen hier, besonders auf dem Land, ist geprägt durch viel Fleisch & viel (tierisches) Fett … vielleicht haben sie deshalb, trotz der vielen lokal angebauten Früchte, den Geschmack dafür verloren?

Gestern gab es für uns beide dies hier:

Riesenspargel

Monday, February 21st, 2011

Der Drachenbaum in Icod de los Vinos – eigentlich kein Baum, sondern zur Familie der Spargelgewächse gehörend:

Flora auf der Vulkaninsel

Sunday, February 20th, 2011

Klima & Vegetation auf Teneriffa unterscheiden sich je nach Region auf der Insel sehr. Hier in den höheren Lagen im Norden der Insel ist es vergleichsweise kühl, aber auch sehr grün. Vieles wächst hier, was wir auch aus Deutschland kennen: wilder Fenchel, Brennesseln, Kapuzinerkresse, Vogelmiere usw., aber auch Aloe Vera, Tamarillos, Opuntien (Kaktusfeigen) … Heute waren wir am nordwestlichsten Zipfel der Insel, am Punto de Teno. Von hier aus scheint die Nachbarinsel, La Gomera, zum Greifen nah. Auf der Nordseite der “Ecke” schlagen die Wellen, wie zu dieser Jahreszeit fast rund um die Insel, meterhoch. Gleich um die Ecke jedoch, auf der westlichen Seite der Küste, ist die Küste geschützt; es gibt mehrere kleine Buchten, mit natürlichen Steinbecken, in denen sich gefahrlos baden lässt. Ein bisschen klettern muss man, um sie zu erreichen: schwarze zerklüftete Felsen lassen den vulkanischen Ursprung der Insel erkennen. Ein klein wenig Sand gibt es sogar in einer der Buchten, ebenfalls schwarz.

Oberhalb der Steilhänge wächst außer Opuntien einiges, was ich leider (noch) nicht identifizieren konnte:

Erinnert im Aussehen & Geschmack an Salzgras, wie wir es aus der Nordsee kennen

Sieht ein bisschen wie Salat aus - probiert hab ich es noch nicht.

Das sieht so trocken aus, dass es mich überhaupt nicht zum Probieren lockt.

Frische Algen habe ich hier leider noch nicht gefunden; für unser Picknick hatten wir aber getrocknete Dulse-Algen aus dem Reformhaus hier in Icod dabei. Zusammen mit Avocado & Süßkartoffel ein leckeres Mittagessen! Und unser erstes Strandpicknick (im Badeanzug!) im Februar :)

Was es sonst noch zu essen gab: