Schnell noch fürs Foto gerettet vor den hungrigen Kindern: rohe Florentiner, ein Werk von Pavlina – sehr lecker & optisch “wie echte”. Fragt bloss nicht, wieviele Stunden Arbeit da drin stecken …

Schnell noch fürs Foto gerettet vor den hungrigen Kindern: rohe Florentiner, ein Werk von Pavlina – sehr lecker & optisch “wie echte”. Fragt bloss nicht, wieviele Stunden Arbeit da drin stecken …

Die Hamburger Rohkosttreffen, organisiert von Martina, erfreuen sich stetig wachsenden Zuspruchs. Beim gestrigen Potluck waren es schon über 70 TeilnehmerInnen. Das Buffet riesengroß – keinerlei Chance mehr, von allem zu probieren. Mein Beitrag diesmal:

Brokkoli-Sonnen-Küsse
Ich habe ein Stück der umwerfenden, aber seeeehr mächtigen Sacher-Torte von Carla ergattert & war damit dann auch erstmal pappsatt. Eine liebe Überraschung für uns hatte sie außerdem dabei: zwei superleckere Schoko-Kekse für die Tochter & mich. Die leider die Fahrt nach Hause (zur Fotosession
) nicht überlebt haben. Vielen Dank dafür!
Besonders schön war es natürlich, noch einmal im Kreis vieler unserer FreundInnen zu feiern & uns zu verabschieden. Die nächsten Termine für Potlucks in Hamburg & anderswo in Deutschland findet ihr wie immer bei GermanyGoesRaw. & falls jemand Rohköstlerinnen auf Teneriffa oder La Gomera kennt – lasst es mich wissen!
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Durian, Löwenzahn, Vogelmiere, Brennesseln, Taubnesseln ...
Sonnengereifte Tropenfrüchte, mit die besten Nahrungsmittel dieser Welt, sind hierzulande bekanntlich leider nur als Flugware zu bekommen. Und Flugzeuge sind, auch das wissen wir alle, enorm schädlich für’s Klima & damit für unser aller Zukunft. Da bei den meisten von uns spätestens mit dem Wechsel zu einer natürlichen Ernährung auch das Bewusstsein für die Natur, die Mitwelt & die Zukunftsfähigkeit des eigenen Lebensstils wächst, ist die Vertretbarkeit des Konsums von Flugobst ein häufig diskutiertes Thema auch in Rohkostcommunities. Und die klimaschädlichen Auswirkungen desselben ein gern verwendetes Argument gerade von Fleischessern gegen unsere vegane Lebensweise.
Letzteres lässt sich allerdings schnell entkräften, schaut man sich einmal die Auswirkungen des Fleischkonsums auf das Klima an. Hier, und nicht beim Transport von Früchten per Flugzeug, liegt nämlich das größte Einsparpotential für klimarelevante Emissionen im Ernährungssystem! In welchem Ausmaß der Fleischkonsum unsere Erde & unser aller Zukunft zerstört, wird in diesem Artikel des World-Watch-Institut aus Washington ausführlich beschrieben.
Durch meine vegane Lebensweise trage ich also schon deutlich zur Steigerung unser aller Chancen auf ein Überleben dieser Erde bei. Selbstverständlich sind mir darüberhinaus die Auswirkungen meiner Lebens- & Ernährungsweise auf diese Welt nicht egal. Um dafür zu sorgen, dass es meiner Mitwelt & meinen Mit-Lebewesen jetzt & in Zukunft mit meiner Lebensweise gut geht, muss ich aber auch dafür sorgen, dass es mir gut geht. Tropenfrüchte sind dafür ein wichtiger Bestandteil meiner roh-veganen Ernährung. Die einzig richtige Lösung wäre folglich, in die Tropen umzusiedeln. Solange ich das noch nicht schaffe, suche ich tragbare Kompromisslösungen. Den Konsum von Tropenfrüchten von Tropenkost, die ihre Ware als Beiladung in Linienmaschinen verschicken, empfinde ich als tragbar. Wenn ich auf dem Markt überreife Flugware geschenkt bekomme, die sonst im Müll gelandet wäre, erhöhe ich nicht die Nachfrage & trage überhaupt nicht zur Entstehung klimaschädlicher Emissionen bei.
Da mich ja nun keine 3 Wochen mehr vom zwar nicht tropischen, aber doch schon viel früchte-freundlicheren Klima der Kanaren trennen, hat sich diese Frage für mich ohnehin erstmal erledigt
… meinen ökologischen Fußabdruck hab ich trotzdem eben mal messen lassen. Ergebnis:
Im Bereich Ernährung hinterlassen Sie einen ökologischen Fußabdruck von 0,36 global Hektar.
Ihr Footprint im Bereich Ernährung ist um 71,9% kleiner – also deutlich besser – als der österreichische Durchschnitt.
Durchaus erfreulich, finde ich. & werde jetzt zum Frühstück ohne schlechtes Gewissen eine Trinkkokosnuss mit gestern Nachmittag gesammelter Vogelmiere & Löwenzahn genießen
… so heisst es zur Zeit bei uns des Öfteren. Dank eines großzügigen Weihnachtsgeschenks-Gutschein gibt es diese Woche noch ein letztes Mal Tropenfrüchte frisch aus Thailand.

Zwischen all den Koffern & Kisten ein ganz besonderes Paket
Heute morgen haben wir Trinkkokosnüsse genossen & zum zweiten Frühstück für die Tochter gibt es gerade …

Mango-Schmetterlinge (Nam Dok Mai) mit Vanillesauce
Das Rezept für die Vanillesauce habe ich aus dem überwältigenden Buch “ROHKOST: Himmlische Vital-Rezepte für Gourmets” von Jenny Ross & Doreen Virtue: bestehend aus Pinienkernen, Kokoswasser, Vanille & Agavennektar gehört es zwar nicht gerade zu den Low-Budget-Rezepten, dafür schmeckt die Sauce so intensiv, dass eine kleine Menge davon zu viel Obst vollkommen ausreicht. Mit “viel” meine ich nicht nur die paar Schmetterlinge auf dem Teller; es waren insgesamt 2 Mangos & 2 Kiwis.