Archive for November, 2010



SuperheROHine im Interview: Heike Michaelsen

Sunday, November 21st, 2010

Die Marketing-Fachfrau Heike Michaelsen hat sich die Rohkost auf ihre Fahnen geschrieben & propagiert diese seit einiger Zeit sehr erfolgreich über ihre Website GermanyGoesRaw – für mehr Rohkost in Deutschland. Das Portal bietet neben vielen interessanten Links & Informationen rund um die Rohkost vor allem einen ausführlichen, gut gepflegten Veranstaltungskalender. Für moderne RohköstlerInnen, die so gar nicht dem Bild des asketisch Möhren futternden Klischee-Ökos entsprechen, hat sie den Begriff “SuperheROH” geprägt.

Hier erzählt uns Heike ein wenig über ihre Rohkost-Reise. (more…)

Gäste-Essen

Saturday, November 20th, 2010

Einen netten Nachmittag haben wir heute mit unseren Seminar-Gästen verbracht. Ihr Interesse galt vor allem einem gangbaren, bezahlbaren & sättigenden Weg mit der Rohkost hier im jetzt kalten Norddeutschland, weit weg von den Tropen & ihren wundervollen Früchten. Und einem bisschen Orientierungshilfe im Dschungel der unterschiedlichen Rohkost-Theorien. Mit vielen Inspirationen & mehr Klarheit für ihren eigenen Weg haben sie sich nach ein paar gemeinsamen Stunden wieder auf den Weg gemacht. Dem Interessensschwerpunkt entsprechend sah der Tisch heute mal ein bisschen anders aus als sonst:

Datteln in Grünkohl, Madonna-Buletten, Tomatensauce, Oliven, Gemüse, Brombeerblätter, Falafeln, Apfelauflauf

Ich freue mich, wieder einmal so sympathische, interessante Menschen kennengelernt zu haben & ihnen ein wenig auf ihrer Rohkost-Reise helfen zu können.

Spaß in der Rohkostküche

Wednesday, November 17th, 2010

Mein neues Spielzeug ist gestern eingetroffen. Küchengeräte-Traum vieler RohköstlerInnen – der Vitamix. Ein Powermixer mit 1000 Watt, der nicht nur perfekte Smoothies sogar aus Gemüse zaubern soll, sondern angeblich auch Nüsse zu sahnig-glatten (Eis-)Cremes mixen kann. Von den üblichen Fähigkeiten eines guten Mixers, wie Nüsse mahlen & rohe Kuchenteige herstellen, Eiswürfel zerkleinern für Sorbets, Cremes & Dipps mischen usw, gar nicht zu reden. Sogar Getreide kann er (mit dem Extra Trockenmix-Aufsatz) mahlen. Wobei mich das nun weniger interessiert ;) . Beeindruckend finde ich auch die Garantiezeit von 7 Jahren – bisher hat noch keiner meiner Mixer länger als 1 Jahr gehalten, ohne deutliche Verschleißerscheinungen zu zeigen, die mindestens zu Ersatzteilbedarf führten. Da der Vitamix nur für einige Wochen bei mir bleiben wird, werde ich darüber allerdings wohl nichts herausfinden.

Aber auf jeden Fall rechne ich mit viel Spaß beim Ausprobieren – mal gucken, was er so kann! Zur Begrüssung durfte er gestern erstmal Erdnussbutter herstellen – eines der Grundnahrungsmittel meines Sohnes (normalerweise allerdings in der nicht-rohen Variante aus dem Bioladen). Gestern gab es also mal die rohe Version, denn der Vitamix hat es tatsächlich geschafft: Innerhalb von wenigen Minuten hat er unsere rohen Erdnüssen, ohne weitere Zusätze, zu Erdnussbutter verarbeitet. Hätten wir mehr davon gehabt, wäre es vielleicht noch schneller gegangen, denn der Mixbecher ist recht groß und so musste ich die verhältnismäßig kleine Menge an (nach wenigen Sekunden schon gemahlenen) Erdnüssen zwischendurch ein paarmal wieder vom Rand in den Einzugsbereich der Messer bewegen.

Anschliessend habe ich noch frische reife Kokosnuss erst zu Flocken (für ein Rezept aus Thora Tuoni’s Urkost-Rezepte-Büchlein: Kokos-Zimt-Reis) & dann noch feiner geraspelt (für Kokos-Ananas-Konfekt). Dabei hat sich der Unterschied zu meinem kleinen Personal Blender deutlich offenbart! Beides schafft zwar auch der kleine Mixer, aaaaber … es dauert viel länger & erfordert mehrere Arbeitsgänge. Dem Vitamix habe ich grob zerkleinerte Kokosnuss, eine Handvoll getrocknete Ananas und ein paar entsteinte Datteln gegeben, alles auf einmal, und nach wenigen Sekunden hatte ich einen gut formbaren Teig, ganz glatt, keine Stückchen – wow! Das Ergebnis war ähnlich dem mit dem Green Star oder dem Solo Star produzierten Konfekt (über die Geräte hab ich z. B. hier berichtet); der Vitamix glänzt allerdings mit einem weiteren Vorteil, besonders den Entsaftern gegenüber: die Reinigung ist wesentlich einfacher & schneller!

Der Anfang war also schon mal nicht schlecht … ich freu mich auf die weiteren Experimente in den nächsten Tagen!

Arbeitsessen

Monday, November 15th, 2010

Am Nachbarhaus auf dem Grundstück finden Bauarbeiten statt. Heute morgen fragte mich einer der Arbeiter nach dem nächsten Bäcker. Und ob ich ihnen wohl, gegen Bezahlung, Kaffee kochen könne. :) … Da konnte ich ihm leider nicht weiterhelfen. Weder habe ich Kaffee im Haus noch eine Kaffeemaschine. Wasser wollten sie nicht … ob sie wohl an Äpfeln, Cherimoyas oder Brokkoli interessiert gewesen wären? Das gab’s nämlich heute so bei uns:

In Klammern das Kinderessen

Im Interview: Markus Rothkranz

Sunday, November 14th, 2010

Sicher kennen ihn viele von euch schon & vielleicht hat ihn die eine oder andere auch kürzlich live hier in Deutschland erlebt, z. B. bei seinem Vortrag in Hamburg im Oktober.

Markus Rothkranz hat nach jahrelanger Krankheit in den letzten 20 Jahren auf seinem Weg über erst vegetarische, dann vegane Ernährung bis zur Rohkost einen erstaunlichen Prozess durchlaufen & sieht heute, mit Ende 40, besser, jünger, gesünder aus als in seinen Zwanzigern.

Der ehemalige Hollywood-Filmproduzent beschäftigt sich heute damit, weltweit Menschen zu mehr Rohkost, Natur & Liebe zu inspirieren. Seine Botschaft: “Heile deine Welt & du heilst die ganze Welt!“. Vor kurzem ist sein Buch Heile dich selbst: Die Markus-Rothkranz-Methode – Wie Menschen auf der ganzen Welt sich von Krankheiten befreien – eigenständig,dauerhaft und beinahe gratis erschienen.

Für den ersten Teil der roh-macht-froh-Interviewserie hat Markus mir einige Fragen zu seiner Ernährung beantwortet – Fazit daraus: Hab Spaß, folge deinen Gefühlen & finde deinen eigenen Weg: (more…)

Im Wandel

Saturday, November 13th, 2010

Auf meiner nunmehr schon 4,5 Jahre währenden Rohkostreise hat sich die Zusammensetzung meine Ernährung kontinuierlich gewandelt. Ein Teil dieses Wandels ist gewiss dem Experimentieren und Optimieren zuzuschreiben. Da sich mein Bedarf aber je nach Jahreszeit & sonstigen Umständen immer wieder wandelt, wird sich wohl auch mein Speiseplan weiterhin entwickeln.

Zur Verdeutlichung beschreibe ich mal ein wenig die Entwicklungen der letzten Monate: Am Anfang des Jahres, im Frühling, habe ich fast nur Früchte & Grünzeug gegessen. Gemüse nur sehr selten, Kerne & Nüsse so gut wie gar nicht. Low fat. Fast alle Mahlzeiten waren süß. Im Frühsommer habe ich (mal wieder) angefangen, mit Sprossen & Keimen zu experimentieren und habe Samenmilch & Samenkäse in meinen Speiseplan aufgenommen. Biogene Nahrung. Außerdem bin ich dazu übergegangen, mittags öfter nicht-süß zu essen. Saisonbedingt & passend zur warmen Temperatur gab es dabei meist Gemüsefrüchte, Avocado & natürlich Wildkräuter. Um mein zu dieser Zeit auftauchendes Bedürfnis nach mehr Erdung zu befriedigen, habe ich mehr schwerere (fettreichere) Nahrungsmittel zu mir genommen. D. h., mehr Avocados, mehr Samen/Kerne. Sprossen von Hülsenfrüchten sind nach recht kurzer Zeit wieder von der Speisekarte verschwunden; biogene Zubereitungen haben sich etwas länger gehalten, kommen aber inzwischen wieder nur noch selten auf den Tisch. Meine Erfahrungen damit haben aber dazu geführt, dass ich jetzt, wenn ich etwas mit Kernen/Nüssen zubereite, diese möglichst vorher einweiche. Mit den wieder sinkenden Temperaturen verschwanden Gurken, Tomaten, Melonen und wurden ersetzt durch Gemüse.

Die unveränderte Basis meiner Ernährung sind seit Beginn der Reise Früchte & Grün, in möglichst großer Vielfalt. Immer reif, immer frisch, möglichst bio bzw unbehandelt, soviele Wildpflanzen wie möglich. Weitere Bestandteile meiner Ernährung, mal mehr, mal weniger, sind: Gemüse, Kerne/Samen, Nüsse, Sprossen. Was sich auch nicht verändert: Am besten fühle ich mich mit überwiegender Urkost – das heisst für mich, die Sachen so zu essen, wie sie sind, ohne Zubereiten, Mischen usw. & nicht zuviel Durcheinander. Wenn ich etwas zubereite, dann meist einfache Dipps, Patés oder Samenkäse. Oder auch mal Getränke oder Kugeln als eine leckerere Art, z. B. Sesam oder Lein zu essen. Meine Zubereitungen bestehen immer aus möglichst wenigen unterschiedlichen Zutaten.

Momentan sieht meine Ernährung so aus, dass ich morgens Früchte esse (mono, z. B. Papaya, Ananas, Apfel, Kiwis). Dann am späteren Vormittag einen kleinen Früchte-Imbiss, was halt grad so da ist. Jetzt dürfen es auch schon schwerere Früchte sein, Banane, ein paar Datteln oder ein Stück Kokosnuss. Und eine Handvoll Grün dazu. Mittags gibt es meist Gemüse & Grünzeug mit Oliven, Avocado, Kernen, Nüssen oder einem Dipp. Meist bin ich danach für den Rest des Tages satt & nasche gegen Abend nur noch etwas (z. B. 1-2 Datteln mit Ingwer oder ein paar Stückchen von dem, was ich meiner Tochter zubereite.) Wenn ich doch noch Hunger habe, gibt es nochmal Früchte. Mit Grün natürlich ;)

Da ich sehr gern esse … es schmeckt einfach alles so köstlich! … neige ich dazu, abends trotzdem, auch ohne Hunger, zu essen. Fühlt sich aber nicht wirklich gut an & drum lasse ich es immer öfter sein. Was sich über die Jahre nur in eine Richtung verändert hat, ist die Menge, die ich esse. Mit zunehmender Reinheit scheint mein Körper immer weniger zu brauchen um satt zu werden.

Und so sah mein Menu gestern aus: