Archive for October, 2010



Rohkost-Kindern geht es gut!

Tuesday, October 19th, 2010

Davon durfte sich vor ein paar Tagen auch das hiesige Jugendamt überzeugen. Warum es sich dafür interessiert hat, könnt ihr hier nachlesen. Nach einer gewissen anfänglichen Skepsis (“Rohkost – was ist das eigentlich? Was essen Sie denn da überhaupt?”) haben meine strahlend gesunde Tochter sowie meine Beschreibung unserer Ernährung sie überzeugt, dass hier alle wohlauf sind!

Bleibt höchstens noch zu hoffen, dass sich auch um die vielen konventionell ernährten & dadurch kranken Kinder hierzulande so gesorgt wird …

Die alten Fotos meiner vor 5 Jahren noch schwer unter Neurodermitis leidenden Tochter haben es mir jedenfalls mal wieder bewusst gemacht: wie dankbar ich bin, dass wir diesen Weg gefunden haben!

Ein Tag mit Torte

Saturday, October 16th, 2010

Der Herbst ist auch eine Zeit der Feiern & Feste. Heute haben wir den Geburtstag meines Sohnes gefeiert. Er hatte sich gemeinsames Kuchenessen am Nachmittag gewünscht – eine Freude & zugleich eine Herausforderung für mich: einen Kuchen zu kreieren, der ihm gefällt & schmeckt & den wir aber alle gemeinsam essen können. Da er – als Nicht-Rohköstler – zwar gerne Obst & Gemüse isst (& mir neulich sogar den Löwenzahn vor der Nase weggeschnappt hat!), meinen Rohkost-Zubereitungen gegenüber jedoch immer etwas misstrauisch ist, keine leichte Aufgabe. Aber mir ist etwas eingefallen – was ihn tatsächlich sowohl optisch als auch geschmacklich überzeugt hat! Ich wollte euch meine wundervolle Kreation ja eigentlich hier zeigen; allerdings hat sie nicht lange genug gehalten für ein Foto :) . Also gibt’s nur eine Beschreibung in Worten:

  • Boden aus Cashews, reifer Kokosnuss & Medjool-Datteln
  • 1. Schicht: Booja-Booja Vanille-Eis (100% roh)
  • 2. Schicht: Booja-Booja Schoko-Eis (nur teilweise roh, daher fehlte diese Schicht auf meinem Stück der Torte)
  • 3. Schicht: Heidelbeeren
  • Verzierung: Booja-Booja Schoko-Eis, mit der Sahnetülle dekorativ aufgebracht

Sah wirklich umwerfend aus & schmeckte allen Beteiligten so gut, dass die Torte im Handumdrehen aufgegessen war!

Was es für mich sonst noch gab heute, seht ihr hier:

Hamburger Rohkost in Bildern

Friday, October 15th, 2010

Eine schöne Zusammenstellung unseres Weltrohkost-Treffens, veröffentlicht von Heike Michaelsen:

Frucht der Saison

Thursday, October 14th, 2010

Die Früchte dieser Jahreszeit sind für mich ganz klar die Trauben: weisse oder blaue, immer mit Kernen & richtig reif & süß, unglaublich lecker! Auch, wenn sie schon anfangen am Zweig einzutrocknen, mag ich sie noch. Schaut mal, sieht das nicht verlockend aus?

Weltrohkosttag

Sunday, October 10th, 2010

Von Stefan Hiene initiiert, wurde heute, am 10.10.2010, weltweit die Rohkost gefeiert: der erste Weltrohkosttag. Australien hatte bereits viele Stunden vor uns begonnen, das vermutlich größte Potluck fand mit 300 Teilnehmern in Ägypten statt – und bei uns in Hamburg hatte Martina ein Rohkosttreffen organisiert.

Schon der Weg dorthin war ein Fest – bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel folgten wir den Kreidemarkierungen, die quer durch den Hamburger Stadtteil Rotherbaum den Weg wiesen. Bei unserem deutlich verspäteten Eintreffen erwartete uns ein Saal mit ca 50 Gästen, die soeben das Buffet eröffnet hatten. Die Tische dekoriert mit Vasen voller wunderschöner Dahlien (in Bio-Qualität): essbare Blüten & so zugleich Nahrung für die Seele als auch Beilage zu den Köstlichkeiten des überquellenden Buffets, letzteres zusammengestellt aus den phantasievollen Kreationen aller Teilnehmenden.

Neben einer gemeinsamen Singrunde & einer kurzen Rede von Stefan Hiene bestand der Tag hauptsächlich aus vielen interessanten Begegnungen & Gesprächen mit FreundInnen, alten & neuen Bekannten – ein schöner, erfüllter Tag, dem Anlass des Feierns angemessen! Vielleicht zugleich der Beginn einer neuen Tradition? Nicht, dass wir einen festgelegten Feiertag bräuchten, um das wunderbare Leben, zu dem eben auch diese wunderbare Ernährung gehört, zu feiern!

Optisch bei weitem nicht das Highlight des Buffets, aber so lecker, dass sie innerhalb kürzester Zeit verschwunden war: mein kulinarischer Beitrag zum Fest war heute eine Kürbistorte:

Kürbistorte

Boden: Leinsamen mahlen & im Blender mit dem flachen Messer mit Datteln vermengen. Dann die entstandene Mischung (sollte noch kein Teig sein!) mit einer reifen Banane zu einem Teig vermengen & daraus einen Kuchenboden formen.

Für den Belag einen kleinen Hokkaidokürbis schälen, entkernen & in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit 4 reifen Bananen, eingeweichten Datteln (Menge nach Geschmack) & Zimt pürieren. 2-3 EL Kokosöl unterrühren, auf den Boden geben & ein paar Stunden lang kühlen oder kurz ins Gefrierfach stellen.

Nach Belieben mit aus Kürbis ausgestochenen Halloween-Motiven verzieren.

Grüne Smoothies

Saturday, October 9th, 2010

Cantaloupe-Melone mit Brennessel

Victoria Boutenko hat sie mit ihren Büchern berühmt gemacht, aber nicht erst seitdem wissen wir alle, wie wichtig Grünzeug in unserer Nahrung ist. Am besten Wildkräuter, aber falls davon mal, z. B. jahreszeitbedingt, nicht genug zur Verfügung stehen, empfehlen sich auch einige Arten von Kulturgrün – in Bio-Qualität! (Falls ihr gelegentlich aus finanziellen Gründen auf Produkte aus konventionellem Anbau zugreift: macht das nicht ausgerechnet bei grünen Blättern, die ihr nicht mal schälen könnt. Und in denen dann, aufgrund der bodenauslaugenden Anbaumethoden, auch tatsächlich kaum noch welche der dringend benötigten Mineralstoffe drin sind.) Spinat, Feldsalat, Rucola, Grünkohl, Wirsing – bilden meinen bevorzugten Wildkräuter-”Ersatz”. Die dunkelgrüne Farbe & der zumindest im Vergleich zu Kopfsalat & Co noch relativ intensive Geschmack zeigen den einigermaßen hohen Gehalt an Mineralstoffen.

Für mich haben Gesundheit & Wohlbefinden & damit auch meine Ernährung viel mit natürlichem Leben zu tun – ich habe im Laufe der letzten Jahre immer wieder bemerkt, dass es mir am besten geht, wenn ich meine Nahrung so esse, “wie sie ist” – also nicht gemixt, durcheinander gemischt oder sonstwie zubereitet. Am liebsten eine Frucht in der einen Hand, Wildkräuter in der anderen & dann immer abwechselnd zubeissen. Und gründlich kauen. :)

Warum schreibe ich dann hier einen Artikel über grüne Smoothies? Weil ich finde, dass dennoch vieles für deren Zubereitung spricht. Zum einen der Vorteil der besseren Vereinbarkeit mit einem modernen, zeitintensiven Arbeitsalltag: das gründliche Kauen = Verflüssigen der grünen Blätter, um sie gut verdauen zu können, braucht Zeit und Ruhe. Außerdem lassen sich Smoothies in Flaschen abgefüllt besser mitnehmen & sind wohl auch etwas “gesellschaftskonformer” als eine Riesendose voller “Unkraut” ;)

Vor allem aber sind grüne Smoothies ein hervorragender Weg, überhaupt (mehr) Grünzeug in die Ernährung aufzunehmen. Wer kaum Grün, geschweige denn Wildkräuter mit ihrem meist sehr intensiven Geschmack, isst, tut sich oftmals schwer damit, sich daran zu gewöhnen. Oder gar Gefallen daran zu finden – denn Essen soll ja schließlich Spaß machen & keine Pflichtübung sein. Auch die Konsistenz mancher Wildpflanzen, gründliches Kauen erfordernd & damit sehr ungewohnt für von der herkömmlichen Zivilisationskost verwöhnte Münder, ist gewöhnungsbedürftig. Man denke nur an Brombeerblätter im Winter – als ich mich denen vor Jahren zum ersten Mal genähert habe, konnte ich zu Anfang höchstens 1-2 Blätter runterkriegen. Gemischt mit süßen Früchten aber lassen sich leckere Getränke zubereiten. Zuerst mit wenig, dann immer mehr Grün drin, kann man den Körper genußvoll mit den wichtigen Mineralstoffen versorgen & sich dabei langsam mit dem Geschmack anfreunden.

Gerade für Kinder, die meist den süßen Geschmack bevorzugen, sind grüne Smoothies großartig. So können wir sichergehen, dass sie mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt werden. Die Vorbildfunktion allein reicht dafür leider nicht immer aus: Wenn ich beim Essen (immerhin bei jeder Mahlzeit, und zwischendurch, wenn wir draußen unterwegs sind) meine Wildkräuter futtere, animiert das meine Tochter durchaus nicht immer dazu, mitzumachen. Leckere grüne Smoothies nimmt sie aber gern! Mittlerweile mische ich in alles, was ich ihr zubereite, Wildkräuter oder anderes Grünzeug rein: Cremes, Dipps, Süssigkeiten, Cräcker. Unser Geschmackssinn, von Natur aus süß bevorzugend, wird eben auch geprägt durch unsere Erfahrungen. Und ihm so beizubringen, dass der Geschmack von Wildkräutern gleichbedeutend mit Genuss ist, halte ich für eine wichtige “Vorsorgemaßnahme” für’s weitere Leben.

Im Sinne der guten Bekömmlichkeit & der Verwertbarkeit der Inhaltsstoffe aus den Früchten & Wildkräutern empfehle ich aber, für einen Smoothie nur eine oder zwei Fruchtsorten mit grünen Blättern zu mixen & auch keine allzu riesigen Portionen auf einmal zu trinken: bedenkt, was für eine riesige Portion Früchte, eventuell noch mehrere auf einmal, ihr sonst innerhalb weniger Minuten zu euch nehmt! Viel mehr, als ihr beim Essen vielleicht auf einmal schaffen würdet. Die Rückmeldung des Körpers über die Sättigung braucht nun mal länger als das Trinken eines solch gehaltvollen Smoothies.

Hier sind noch ein paar unserer Smoothies aus den letzten Tagen – als Anregung zum Nachmachen. Was sind eure liebsten Smoothie-Rezepte?

1/2 Mango, 1/2 Apfel, Ingwer, Brennesseln

1/2 Apfel, 1 kleine Banane, 1 frische Dattel, Brennesseln

M.'s Kreation: Banane-Brennessel-Mandelmus mit Gänseblümchen-Deko