Archive for October, 2010



Trick or treat

Saturday, October 30th, 2010

Auch Rohkost-Familien feiern Halloween. Wir zumindest. Wenn auch dieses Jahr nur mäßig. Nicht mal einen Kürbis haben wir ausgehöhlt bisher – was aber auch daran liegt, dass keineR hier sich sonderlich viel aus Kürbis macht. Bananengespenster gab es schon, diverses Obst & Gemüse in Form von Fledermäusen, Katzen und Kürbissen – und natürlich Halloween-Süssigkeiten:

Wer Lust hat, sich mehr Mühe zu machen: Richtig tolle Halloween-Rezepte (rohe natürlich!) gibt es hier.

Die Vorlagen für die Süssigkeiten-Tütchen habe ich übrigens bei TheToyMaker gefunden.

Gewichtsregulierung mit Rohkost I

Friday, October 29th, 2010

Einer von vielen Wegen zur Rohkost führt über den Wunsch abzunehmen, Gewicht zu verlieren. Warum auch nicht – Übergewicht ist definitiv ein Risikofaktor für die Gesundheit, und die roh-vegane Ernährung hilft nicht nur zuverlässig dabei, überschüssiges Gewicht abzubauen, sondern versorgt den Körper zugleich optimal mit allen benötigten Vitalstoffen. Bereits vorhandene Krankheiten & Beschwerden verschwinden & Gesundheit & Wohlbefinden steigen. Mit richtig praktizierter Rohkost erreicht nicht nur jedeR ihr/sein Idealgewicht; sie ist im Gegensatz zu den diversen unterschiedlichen Diäten, insbesondere in Verbindung mit ausreichend körperlicher Bewegung, der gesündeste Weg abzunehmen!

Wer es einfach mal probieren möchte & nicht so recht weiss, wie: einen guten Einstieg nicht nur für diejenigen, die mit Rohkost ab- oder zunehmen wollen, bietet das eBook “Die Reise: 7 Tage roh” von Storm Talifero, das ihr hier bestellen könnt. Es enthält detaillierte Menüpläne und Rezepte sowohl zur Gewichtsabnahme als auch -zunahme und außerdem Pläne für die rohe Kinderernährung.

Bei weitergehenden individuellen Fragen dazu biete ich euch übrigens ab sofort auch gern persönliche Beratung per Telefon, Skype oder eMail an: weitere Infos & Buchung hier!

Weitere Gedanken zum Thema findet ihr in diesem Artikel:

Figur, Gewicht, Bedarf

Gründe, nicht 100% roh zu essen?

Thursday, October 28th, 2010

Nicht dass ihr mich falsch versteht: ich bin unverändert von meiner (tatsächlich 100%ig rohen) Ernährung überzeugt, liebe & genieße sie & will gewiss nichts daran ändern!

Nachdem ich aber gerade über ein Video von Ka Sundance (selbst mitsamt seiner Familie nach eigener Aussage ebenfalls 100%iger Rohköstler) gestolpert bin, in dem er drei Gründe gegen eine 100%ige Rohkosternährung nennt, habe ich mich mit seinen Argumenten auseinandergesetzt. & möchte euch meine Gedanken dazu nicht vorenthalten:

Als ersten Grund nennt er Zweifel, fehlende Überzeugung an der Rohkost als die richtige Ernährung. Nun ja, dazu ist eigentlich nicht viel zu sagen, oder? Sicher sollte sich jedeR bewusst ernähren & zwar so, wie es ihr/ihm richtig erscheint. Wer sich bei jedem Bissen fragt, ob dieser ihm gut tun wird, hat gewiss nicht viel von seiner Nahrung – weder im Hinblick auf die Nährstoffe noch hinsichtlich der Zufriedenheit & des Wohlbefindens.

Als zweiten Grund führt er das Leben in kaltem Klima (wie z. B. Nordeuropa, Nordamerika) an. Sonnengereifte, vorzugsweise tropische Früchte betrachtet er als unentbehrlichen Bestandteil der menschlichen Ernährung. Darüberhinaus sind in unseren Breitengraden gerade im Winter seiner Meinung nach so kompakte Nahrungsmittel wie Oliven, Nüsse, evtl. Algen für eine ausgewogene Ernährung notwendig. Beides ist mit relativ hohem finanziellen Aufwand verbunden. Eine ausgewogene Ernährung nur mit dem Angebot der lokalen Händler & Supermärkte hält er auf die Dauer für nicht möglich & empfiehlt, in solchen Fällen dann lieber andere, nicht-rohe, Komponenten in die Ernährung aufzunehmen.

Dem ersten Teil dieser Meinung schliesse ich mich an: langfristig ist hochqualitative Nahrung nötig, um uns gesund und leistungsfähig zu erhalten. Auch ich bevorzuge die früchtebetonte Rohkost & den größten Teil des Jahres halte ich das Früchteangebot hierzulande ebenfalls für nicht ausreichend – die Sonne, die auch uns hier fehlt, fehlt eben auch den angebotenen Früchten. Ob es nun aber hilft, gekocht zu essen, wenn das Geld fehlt, um tropische Früchte per Flugzeug zu importieren & hochwertige, rohe Nüsse etc zu kaufen?

Besser als die Ausgangsprodukte wird das Essen durch’s Kochen ja nun gewiss nicht – der Vitalstoffgehalt nimmt noch weiter ab, Sonnenenergie gelangt dadurch auch nicht hinein – stattdessen werden Enzyme zerstört & für den Körper schädliche Stoffe gebildet. Lediglich beim Wärmen des Körpers kann Kochkost natürlich helfen. Dies lässt sich aber auch auf anderen Wegen erreichen – viel Bewegung, so oft wie möglich auch bei kaltem Wetter draußen. Und die Anpassung der Nahrungszusammenstellung an die Temperaturen: Trauben & Datteln tun jetzt besser als Melone. Wurzeln, Kohl, Lauch und wärmende Gewürze wie Ingwer halten uns auch in der kalten Jahreszeit warm.

Wie Ka glaube auch ich, dass wir nicht für ein Leben in diesem Klima gemacht sind, sondern sowohl der Temperaturen und der Sonne als auch der Nahrungsmittel wegen in die tropischen und subtropischen Zonen der Erde gehören. Solange wir hier in den gemäßigten Zonen leben, müssen wir uns zwar damit arrangieren – aber dass das Kochen unsere Nährstoffversorgung verbessern könnte – das sehe ich absolut nicht.

Anders hingegen beim dritten genannten Grund. Hier stimme ich absolut mit Ka überein: Dieser Grund betrifft das soziale Umfeld. Genauer gesagt, das seelische Wohlbefinden, bedingt durch die Menschen, mit denen wir zusammenleben & die uns möglicherweise unserer Ernährung wegen kritisieren oder verurteilen. Versteht mich richtig: es geht nicht darum, wie die anderen sich verhalten – eine rohköstliche Ernährung ist auch absolut möglich ohne die Unterstützung unseres Umfelds. Solange wir selbst damit glücklich & zufrieden sind. Es geht um uns, um unsere Gefühle mit der Situation. Wenn wir durch mangelnde Unterstützung oder gar Angriffe unserer Familie & Freunde unserer Ernährung wegen beeinträchtigt oder unglücklich werden, relativiert das die positiven gesundheitlichen Auswirkungen der Rohkost natürlich. Ebenso, wenn wir uns ständig quälen, um dem Verlangen nach gekochtem Essen in unserer Umgebung zu widerstehen. Sind wir glücklich damit, gelegentlich mit unseren Lieben gemeinsam gekocht zu essen, ab und zu gekochtes Essen zu genießen (ganz bewusst, ohne uns selbst anschließend zu verurteilen deswegen), geht es uns insgesamt vielleicht besser damit als mit einer um jeden Preis 100%igen Rohkost.

Was meint ihr dazu?

Ka’s besagtes Video findet ihr übrigens hier.

Essen mit Variationen

Wednesday, October 27th, 2010

Unsere gemeinsamen Mahlzeiten gestalten sich immer wieder anders. An manchen Tagen essen wir tatsächlich beide das Gleiche, an anderen komplett Unterschiedliches. Meist haben wir eine kleine Auswahl verschiedener Früchte und/oder Gemüse auf dem Tisch, mit Sprossen, Kernen, Oliven oder Dipp dazu & natürlich Grünzeug, & jede nimmt sich, was sie mag.

Heute hatten wir dagegen fast zu jeder Mahlzeit zwar das Gleiche, aber in unterschiedlicher Form:

  • Früh gab es Äpfel & eingeweichte Feigen. Für die Tochter als Apfelspaghetti, mit kleingeschnittenen Feigen. Dazu eine Sauce aus dem Feigenwasser, Mandelmus und einer Banane. Ich habe Apfel und Feigen einfach so gegessen.

  • Mittags gab es einen Dipp aus Avocado, Sonnenblumenkernen & Tomaten. Dazu Möhren – eine Sorte namens Oxhalla, die auf einem Bio-Hof hier in der Nähe angebaut wird & einfach köstlich ist! Normalerweise mach ich mir nicht so viel aus Möhren, aber diese schmecken wirklich gut. Und Noriblätter. Letztere leider nicht ganz roh – zwar ungeröstet, aber bei relativ hohen Temperaturen getrocknet. Ich habe die Möhre in den Dipp gedippt, während meine Tochter sich Sushi-Rollen aus Nori, Dipp und in feine Streifen geschnittener Möhre gemacht hat.
  • Abends gab es dann Mango. Sonnengereifte Flugmangos, die ich, weil schon wirklich reif, zu einem günstigen Preis bekommen habe *freu*. Für die Tochter mit Buchweizen-Bananen-”Pfannkuchen” dazu, für mich mit jeder Menge Beinwell.

Salziges Knabberzeug

Monday, October 25th, 2010

Stangensellerie! Schmeckt sogar der Tochter. Wenn ich ihn in feine Scheibchen schneide. Salziges Knabberzeug nennt sie das, und futtert es so weg wie andere Leute vielleicht Flips oder ähnliches. Zu langen (schmalen) Stangen geschnitten, ergibt er dann folglich Salzstangen.

Sehr lecker übrigens in der Kombination mit Durian. Oder anderen sehr süßen Früchten … probiert es aus!

Kalorienbedarf 27 Bananen?

Thursday, October 21st, 2010

Zur richtigen Art der Rohkost gibt es, wen wundert’s, so viele Meinungen wie es RohköstlerInnen gibt. Einige unter ihnen messen auch dem in Kalorien gemessenen Energiegehalt eine hohe Bedeutung zu. So z. B. Frederic Patenaud, der eine früchtebetonte, fettarme Rohkost mit ausreichend grünen Blättern empfiehlt. (Soweit bin ich noch seiner Meinung.) Er geht weiterhin von dem üblicherweise angesetzten Energiebedarf (für Frauen im Durchschnitt etwa 2.200 kcal/Tag) aus, der auch bei einer rohköstlichen Ernährung gedeckt werden müsse. Was bei der vom ihm bevorzugten Nahrungszusammenstellung ziemlich große Mengen von Früchten bedeutet. Er veranschaulicht das in einem kurzen Video: Eine Banane hat, je nach Größe, etwa 80-100 Kalorien. Ein mittelgroßer Apfel 50-75. Bio-Bananen sind kleiner als die konventionell produzierten, also gehen wir mal von 80 aus. Um meinen Kalorienbedarf zu decken, müsste ich also pro Tag ca. 27 Bananen essen. Bzw. die entsprechende Menge anderer Früchte. Uff. Kommt mir ziemlich viel vor!

Natürlich braucht unser Körper ausreichend Energie durch die Nahrung, & gewiss ist es auch besser, diese aus Früchten, grünen Blättern & Gemüsen zu beziehen als aus großen Mengen von Fettfrüchten, insbesondere Nüssen. Aber meinen Magen derart zu überfüllen – zu einem 800-Kalorien-Frühstück, wie Frederic es beschreibt, müsste ich 10 Bananen essen! – kommt mir auch nicht wirklich gesund vor.

Nun gibt es ja zum notwendigen Energiegehalt unserer Nahrung auch andere Sichtweisen: Nach den Forschungsergebnissen der russischen Ärztin Dr. Galina Schatalova beispielsweise brauchen wir bei weitem geringere Mengen an Kalorien, um fit, gesund & leistungsfähig zu bleiben. In ihrem faszinierenden Buch “Wir fressen uns zu Tode” beschreibt sie ausführlich, dass selbst bei hohen körperlichen Anforderungen eine Energiezufuhr von 300-400 Kalorien/Tag ausreichend ist.

Unter ganz anderem Blickwinkel betrachtet Gabriel Cousens die Ernährung. Über sein ganz anderes Ernährungsparadigma habe ich hier schon einmal ausführlich geschrieben.

Ich kümmere mich bei meinem Essen nicht um die Kalorien – wenn ich Hunger habe, esse ich; wenn ich satt bin, höre ich auf. Wichtig & ggfs berücksichtigenswert erscheint mir allenfalls der Nährstoffgehalt meiner Nahrung – also die ausreichende Zufuhr aller benötigten Vitamine & Mineralstoffe. Wobei ich auch die nicht messe, sondern einfach auf eine möglichst große Vielfalt bei unserer Nahrung achte & ansonsten ebenfalls auf die Signale meines Körpers achte – mein Appetit verrät mir schon, was ich brauche!

Unter dem Aspekt des Vitalstoffgehaltes sticht beim Vergleich einer rohköstlichen Ernährungsweise mit Kochkost ins Auge, um wieviel besser der Körper damit durch rohe Nahrung versorgt wird. Ausreichend versorgt ist unser Körper dann, wenn er genug Vitalstoffe bekommen hat. Solange es ihm daran mangelt, verlangt er nach mehr & noch mehr Nahrung, ohne jemals richtig satt zu werden. Möglicherweise braucht ein mit Kochkost ernährter Körper ja 2200 Kalorien, um annähernd genug Nährstoffe zu bekommen. Wohingegen ein rohköstlich ernährter, weitgehend von Giften gereinigter Körper seinen Nährstoffbedarf bereits durch viel geringere Mengen decken kann. Dafür spricht die Beobachtung vieler langjähriger Rohköstler über ihren im Laufe der Jahre geringer werdenden Nahrungsbedarf.

Ob es nun die Kalorien waren oder die Nährstoffe – ich bin jedenfalls auch gestern wieder gut satt geworden – und zwar hiermit: