Archive for September, 2010



Menus

Thursday, September 30th, 2010

Heute mal zu eurer Inspiration zwei Menus der letzten Tage … schon ein wenig gekennzeichnet durch das herbstlich kühle Wetter. Und durch eine gewisse Wildkräuterknappheit, weil ich aufgrund etlicher Termine & Verpflichtungen nicht so richtig zum Sammeln komme:

Dienstag

Donnerstag

Wochenmarkt & Rohkostbudget

Wednesday, September 29th, 2010

Auf dem Wochenmarkt gab es heute geplatzte Zwetschgen (aus Demeter-Anbau), 1 kg für EUR 1,50. Außerdem noch immer “Wundertüten” mit Lageräpfeln, die kleine sog. Schalen”fehler” haben & deshalb zu EUR 2,50 für 4kg verkauft werden. Von den Zwetschgen habe ich etwa 8 gleich weggeschmissen, weil sie derart unreif waren, dass keine Chance auf Nachreifen bis zur Essbarkeit bestand. Richtig essreif (für meine gehobenen Ansprüche :) ) waren etwa weitere 10. Aus den übrigen habe ich im Blender, zusammen mit 3 Datteln, 1 reifen Banane & Zimt, Pflaumenmus gemacht. M. hat Apfelscheiben eingestippt & den Rest dann so weggelöffelt – lecker, nahrhaft & wirklich günstig.

Saftpressen im Vergleich

Monday, September 27th, 2010

Vor einigen Wochen hatte ich ja die Gelegenheit, die ultimative Saftpresse, die Green Star Elite, auszuprobieren. Zweifellos ist sie als Entsafter allen Zentrifugen haushoch überlegen & bietet außerdem noch weitere interessante Möglichkeiten für die Rohkostzubereitung an. Was meine Begeisterung deutlich schmälerte war allerdings der Aufwand für die Reinigung & beim Auseinandernehmen & Zusammensetzen.

Mich interessierte daher, wie denn die auf demselben Entsaftungsprinzip (Pressen mittels Drehwalzen) basierende kleinere Saftpresse Solo Star II im Vergleich abschneiden würde. Die Beschreibung als “geeignet für den kleinen Haushalt” gefiel mir jedenfalls schon mal gut. Auch der Preis liegt um mehr als 200 Euro unter dem des größeren Geräts. Aber kann sie das Gleiche wie die Green Star? Ist die Handhabung weniger aufwändig? Ich habe sie mir also ausgeliehen & eine kleine Versuchsreihe gestartet:

Entsaften kann die Solo Star II erwartungsgemäß sehr gut – Qualität & Quantität des erzeugten Saftes habe uns voll zufriedengestellt.
Außerdem habe ich unter Verwendung des Püriereinsatzes Eis (aus gefrorenen Bananenstücken), süße Kugeln (aus eingeweichten Mandeln & Datteln) und Tomatenketchup hergestellt. Was ebenfalls alles super geklappt hat! Besonders bei den süßen Kugeln ist mir positiv aufgefallen, dass die Solo Star auch gut mit kleineren Mengen zurechtkommt. Da ich derartige Naschereien für meine Tochter am liebsten frisch zubereite & keine Vorräte davon anlegen möchte, kommt mir das sehr entgegen. Es können aber natürlich auch große Mengen auf einmal verarbeitet werden.

Die Reinigung sowie das Auseinandernehmen/Zusammensetzen sind deutlich weniger aufwändig als beim Green Star.

Früchtegenuss

Sunday, September 26th, 2010

Bei den Papayas neulich habe ich es schon erwähnt: von den meisten Früchten kann viel mehr gegessen werden als gemeinhin bekannt. Das ist mir so richtig bewusst geworden, als mich die Inhaberin eines kleinen Bioladens vor einiger Zeit fragte, ob ich denn die frischen Feigen komplett essen würde – sie hatte sie bis zu diesem Zeitpunkt immer geschält … ! Was bei giftgespritzten Früchten (wenn sie sich denn nicht vermeiden lassen) sicher sinnvoll ist – aber unbehandelte & aus Bioanbau stammende können & sollten doch besser vollständig gegessen werden. Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Nicht umsonst “liefert” die Natur uns die Früchte ja mit Schale & Kernen (& Blättern). In einigen Fällen dient die Schale zwar tatsächlich nur dem Schutz des darin enthaltenen (wie z. B. bei Bananen, Kokosnüssen oder Durianen) & die Kerne sollen durch Verzehr & spätere Ausscheidung vielleicht nur für die weitere Verbreitung des Baumes sorgen. Häufig stecken in Schale & Kernen jedoch viele Nährstoffe, die zur optimalen Verwertung nötig sind.
  • Eine mit Schale & Kernen genossene Papaya schmeckt nicht nur besser sondern macht auch besser & nachhaltiger satt.

Die Kerne der Papaya schmecken scharf-würzig & ergänzen damit das sehr süße Fruchtfleisch optimal. Sie lassen sich übrigens auch trocknen & können dann, zermörsert oder durch eine Pfeffermühle gedreht, als Gewürz verwendet werden. In den Kernen ist Papain enthalten, welches bei der Eiweißaufspaltung im Darm hilft & so darmreinigend & gegen Würmer wirkt. Die Schale kann ebenfalls entweder einfach mit der Frucht zusammen verzehrt werden oder als Salatzutat verwendet werden. Mehr über die wertvollen Inhaltsstoffen der Papaya gibt es hier zu lesen.

Im Folgenden eine Liste von “mitessbaren” Bestandteilen verschiedener Früchte – ohne Anspruch auf Vollständigkeit & immer unter der Voraussetzung, dass die Früchte bio bzw unbehandelt sind:

  • Bei Äpfeln & Birnen essen sicher die meisten eh ganz selbstverständlich die Schale mit; auch das Kerngehäuse mit den Kernen kann mitgegessen werden.
  • Wirklich reife Kiwis können ebenfalls mit Schale gegessen werden – die ist dann ganz dünn & weich, gar nicht mehr unangenehm haarig. Ebenfalls essbar ist die Schale sonnengereifter Mangos (bei Flugware oder bei den im Sommer erhältlichen pakistanischen Honigmangos). Schmeckt ein bisschen herb, aber in Kombination mit der ganzen Frucht doch ganz lecker.
  • Schwer zu glauben, aber wahr: auch bei sonnengereiften Ananas kann die Schale mitgegessen werden. Empfiehlt sich aber wirklich nur für reif geerntete Früchte. Bitte vorsichtig versuchen & auf eventuelles Brennen auf der Zunge achten – bei Ananas ein deutliches Zeichen des Körpers, dass er genug hat!
  • Melonen: bei Wassermelonen esse ich die Schale & die Kerne schon seit Jahren mit – in der Schale & dicht darunter stecken eine Menge Mineralstoffe, die die optimale Verdauung & Assimilation des Fruchtfleisches & natürlich auch die Sättigung fördern. Bei den diversen anderen Melonensorten – Galia, Cantaloupe, Honigmelonen… – kann die Schale auch gegessen werden. Wobei manche Melonen ja erst dann so richtig gut schmecken, wenn die Schale schon braune Flecken bekommt … bei denen mag ich sie dann nicht mehr so & esse sie nicht mit.
  • Bei Rambutan hat mich die Schale noch nicht dazu verlockt, sie zu probieren. Dafür esse ich diese Früchte immer mit Kern – er schmeckt leicht nussig, echt lecker.
  • Durian – nein, keine Angst, auch diese Schale möchte ich euch nicht empfehlen (schade eigentlich, wo sie doch so viel davon hat … ). Aber auch hier schmecken die Kerne der frischen Frucht köstlich nussig.
  • Aprikosenkerne sind ebenfalls essbar & wohlschmeckend; ähnlich wie Mandeln. Es erfordert allerdings etwas Extra-Aufwand, an sie heranzukommen, denn nur der innere Teil des Kerns ist essbar. Die äußere Schale muss, ebenfalls wie bei Mandeln, erst geknackt werden.
  • Avocados können auch mit Schale verzehrt werden.
  • Kirschen & Pflaumen esse ich ohne Kerne, dafür nach Möglichkeit mit den frischen Baumblättern dazu. Das gilt übrigens für alle hiesigen Obstbäume – probiert einfach mal!
  • Gemüse werden bei uns eh kaum geschält: Gurke, Süßkartoffel, Benkoang, roter Bete … essen wir komplett.

Ein Tag im Paradies

Thursday, September 23rd, 2010

Bei schönstem Sonnenschein & um die 20 Grad haben wir uns heute noch einmal aufgemacht – 2 Stunden mit Bus & Bahn dauert die Fahrt ins Obst-Paradies. & sie hat sich gelohnt! Wir haben einen wunderbaren Nachmittag zusammen mit Brigitte & Enkelin verbracht & das pure Leben genossen – Sonne, Wärme, Grün & Früchte! Seht selbst:

So weit das Auge reicht ... hunderte alter Apfel-, Birnen- & Pflaumenbäume

Seht ihr sie? Köstliche, vollreife Pflaumen - oben im Baum von der Hand in den Mund sind sie am besten!

Auch für Schmetterlinge ein Paradies - so viele auf einmal hab ich schon lange nicht mehr gesehen!

...

Ihnen schmecken die Pflaumen auch. Und die Baumblätter! Probiert mal - eine perfekte Kombination!

Der Lohn des Nachmittags.

Kinderküche & Herbst

Tuesday, September 21st, 2010

Meine Tochter hat eine neue Lieblingsspeise entdeckt: eine süße Creme aus über Nacht eingeweichtem, mit Datteln püriertem Buchweizen. Die löffelt sie einfach so weg; passt aber auch gut als “Sahne” zu geschnittenem Apfel oder Zwetschgen oder so.

Außerdem haben wir heute noch Mohnkuchen kreiert:

  • 1 Tasse Buchweizen, über Nacht einweichen
  • 5 frische Datteln
  • ein paar getrocknete Apfelringe
  • 1/2 Tasse Mohn

Den Mohn mit den getrockneten Apfelringen im Blender mit dem Flachmesser mahlen.
Den Buchweizen abtropfen lassen & mit den Datteln pürieren.
Beides in einer Schüssel verrühren, etwa 1/2 cm dick ausstreichen & ein paar Stunden trocknen lassen. Sobald der Kuchen sich vom Papier abziehen lässt, in Stücke schneiden & eventuell wenden & weitertrocknen. Kann aber auch jetzt schon so gegessen werden, noch ganz weich & saftig. Sehr sättigend!

Meine Tochter hat ihn fast komplett gleich so, direkt vom Trockenblech & noch warm, verputzt.

Zum Frühstück habe ich ihr heute Schmetterlinge & Sterne aus Melone ausgestochen – die dabei entstehenden “Reste” esse ich selbst oder püriere sie im Blender. Melonenmilch nennen wir das dadurch entstehende Getränk, das bei meiner Tochter schon seit Wochen hoch beliebt ist. Die Konsistenz ist leicht schaumig & das ganze schmeckt rätselhafterweise noch deutlich süßer als die Melone so.

Was es bei mir so gab heute:

*Noch ein Rezept – wenn es auch nicht zur Kinderküche passt, denn zumindest meiner Tochter war die frische Curry-Paste erwartungsgemäß viel zu scharf. Mir auch, pur gegessen. Als Gewürz zur Banane war sie aber lecker! Ich habe dank des einsetzenden Herbstes momentan Verlangen nach wärmenden Gewürzen. Nicht wirklich urköstlich & irgendwie auch sehr ungewohnt für mich. Aber wir leben ja schließlich auch klimatisch gesehen nicht da, wo wir natürlicherweise hingehören. Frischer Ingwer ist, wie jedes Jahr zu dieser Zeit, tägliche Bereicherung meiner Speisekarte. Dieses Jahr mag ich auch Currymischungen total gern. Besonders zu Banane. Als ich neulich ein Rezept für frisch zubereitete Curry-Paste entdeckt habe, musste ich das deshalb unbedingt ausprobieren – leicht angepasst für meinen roh-veganen Geschmack:

  • 3 Stengel Zitronengras, fein geschnitten
  • 1 lange rote Chilischote, ohne Kerne & weiße Häutchen, kleingeschnitten
  • 3 Zehen Knoblauch, gepresst
  • 2 Schalotten, fein gehackt
  • abgeriebene Schale einer Limette
  • 1 kleines Stück frisches Kurkuma, gerieben
  • 1 Stück (ca. 2cm) frischen Ingwer, gerieben

Alle Zutaten im Mixer mit dem flachen Messer vermixen.

Ergibt ca 2-3 EL Paste, die sich im Kühlschrank in einem gut verschlossenen Glas auch einige Tage halten sollte.