Archive for June, 2010



Dankbarkeit

Wednesday, June 23rd, 2010

Dies hier habe ich gerade gefunden & möchte es gern mit euch teilen:

“Hast du heute Dankbarkeit für die Natur gefühlt? Du wärest nicht am Leben, weder heute noch an irgendeinem Tag, wenn dir nicht die Natur unaufhörlich geben würde. Die Natur gibt dir unbegrenzte Mengen Luft, so dass du atmen kannst, sie produziert genug Wasser für den Bedarf eines ganzen Planeten, um dich am Leben zu halten, und ohne die lebensspendenden Kräfte der Sonne könnte keineR von uns existieren.
Und das ist reines Geben! Wie kann irgendjemand glauben, er würde nicht geliebt?”

aus TheSecret’s Daily Inspirations

Genau so fühlt es sich an, das “wirkliche Leben” … wenn ich draußen bin, in der Sonne, in der Natur, mit all ihrer Fülle … dann fühle ich Liebe, Dankbarkeit, das Glück lebendig zu sein! Glück & Dankbarkeit auch dafür, zu wissen & wahrnehmen zu können, was die Natur alles für unsere Ernährung bereithält!

Sommeressen

Wednesday, June 23rd, 2010

Sehr fruchtig sehen meine Tage zur Zeit aus.

Und mit Ausnahme vom Frühstück finden fast alle draußen statt: vor der Haustür, als Picknick im Garten oder irgendwo anders im Grünen. Unser Abendessen hatten wir heute auf dem Gelände eines Bioland-Hofes hier in der Nähe, wo wir rund ums Essen Ziegen gestreichelt (& mit ihnen unser Grünzeug geteilt :) ) haben & spielend unser tägliches Sportprogramm bereichert haben: klettern, balancieren, Hügel auf- & abrennen, turnen, schaukeln usw – Sonne satt & viel Spaß inklusive. Was für ein schöner Tag!

Sommersonnenwende in grün

Monday, June 21st, 2010

Der längste Tag des Jahres, Sommerbeginn, hat sich hier heute erfreulicherweise tatsächlich wieder mit angenehmerem Wetter präsentiert. Und wir haben ihn mit einem Ausflug an die Nordsee gefeiert: bei einer ausgiebigen Wattwanderung haben wir Fucus-Algen und Salzgras geerntet & gegessen – lecker! Das Salzgras ist noch recht klein, aber saftig & salzig. Mir schon fast zu salzig, aber meine Tochter liebt es!

Später am Tag haben wir dank der lieben Brigitte die Kokosnuss Kopyor kennengelernt. Ganz anders als die jungen Trinkkokosnüsse, aber auf ihre Art ebenfalls sehr lecker. Und sehr sättigend! Außerdem haben wir unser Wildkräuter-Spektrum wieder etwas erweitert. Jetzt kenne ich auch Schafgarbe, Wicke, Johanniskraut und Platterbse – besonders letztere sind wirklich köstlich, sehr mild & somit auch für Kinder gut geeignet. M. konnte gar nicht genug bekommen davon. Auch die hübschen pinkfarbenen Blüten der Wicken hat sie reichlich gesammelt & gegessen. Außer den schon genannten Kräutern haben wir noch Brennesseln, Taubnesseln, Disteln, Giersch, Sauerampfer, Beifuß und Löwenzahn gesammelt. So sind wir abends satt von Sonne, frischer Luft & Grünzeug heimgekommen – und haben auch mal wieder einen grün gefüllten Kühlschrank :)



… noch eine Anmerkung zum Menü, das heute vielleicht ein wenig wirr wirkt: das liegt daran, dass wir den ganzen Tag unterwegs waren & einen Korb voll Essen dabei hatten, aus dem wir nach Bedarf gefuttert haben. Eher öfter mal ein bisschen statt grösserer, ausgiebigerer Mahlzeiten. Hier seht ihr meine Auswahl daraus. Bis zum frühen Nachmittag ungefähr bin ich von Früchten satt geworden, danach von Algen & Wildkräutern :) M. hatte außerdem noch Wassermelone, Gurken, Sonnenblumenkerne, Tomate, Birne & Pfirsiche. Und, wie oben beschrieben, ebenfalls sehr viel Grünes heute.

Wie wir essen – ein Beispieltag

Friday, June 18th, 2010

Da hier einige Nachfragen kamen, wie es denn genauer ausschaut mit unseren Essgewohnheiten – wer wann was & wieviel isst, ob wir überhaupt nicht gemeinsam essen usw – versuch ich heute noch mal anhand eines Beispieltags, etwas genauer zu beschreiben, wie denn der Ernährungsalltag mit rohen & nicht-rohen Menschen unterschiedlichen Alters so aussehen kann.

Wir leben hier zu dritt, und wir essen jedeR, wenn er/sie hungrig ist. Und dann das, worauf Appetit besteht (aus dem vorhandenen Angebot). Ich beschreibe im Folgenden mal, wie das bei mir und meiner 5jährigen Tochter M. genauer ausschaut. Unser 14jähriger hier ist kein Rohköstler; wenn ich ihm mundgerecht geschnittenes Obst oder Gemüse, Nüsse oder auch mal das leckere rohe Booja-Booja-Eis vor die Nase stelle, futtert er das gern. Ansonsten versorgt er sich überwiegend selbst & isst nur höchst selten mit uns zusammen. An rohe Zubereitungen mag er sich überhaupt nicht heranwagen.

M. und ich essen normalerweise mehrmals täglich zusammen & dabei sehr häufig, aber nicht immer, zumindest teilweise das gleiche. M. isst viel öfter als ich, so dass sie also darüberhinaus mehrmals täglich allein etwas isst – meist nimmt sie sich selbst etwas, manchmal bereite ich etwas für sie zu. Manchmal fragt sie nach zubereiteten Sachen, wie Smoothies, Cremes, schön angerichtetem Essen (Bananenschlange oder ähnliches), manchmal biete ich sie ihr an, z. B. wenn sie Hunger hat & nichts findet, was sie möchte. Oder wenn ich etwas ausprobieren will ;) Grüne Smoothies auch gern, wenn sie zuwenig Grünes pur gegessen hat.



Hier liegen immer eine Menge unterschiedlicher Früchte herum (z. Zt. Bananen, Kiwis, Pfirsiche, Äpfel, Erdbeeren, Tomaten, Ananas, pakistanische Honigmangos, Melone, Tamarinde), mit denen sich die Kinder jederzeit bedienen können. Der Kühlschrank mit dem Gemüsefach, Grünzeug sowie Datteln, Nüssen, vorbereiteten Naschereien und der Küchenschrank mit unseren Vorräten an Kernen & Trockenfrüchte sind ebenfalls für alle gut erreichbar.

Gestern sah das z. B. so aus: (die Gewichtsangaben sind geschätzt)

  • 9:00 Uhr gemeinsames Frühstück: Wassermelone, gut 1kg für uns beide. + 1 Nektarine für M.
  • 10:00 Uhr für M.: ca. 0,25l Distelmilch
  • 12:00 Uhr: 1/3 Melone Futuro für M.; 1 Kochbanane, 1/2 HV Stücke reifer Kokosnuss, mehrere HV Melde für mich – wir haben zwar ungefähr gleichzeitig gegessen, aber während ich mich dazu hinaus in die Sonne gesetzt habe, wollte M. lieber drinnen essen. Sie war aber schnell satt & hat mir dann draußen Gesellschaft geleistet.
  • 14:00 Uhr für M.: Distelplätzchen (aus Buchweizen, Datteln, Disteln), 6 oder 7 Stück
  • 15:30 Uhr gemeinsames Picknick am See: 1 Apfel für mich; 1 Apfel & 2 goldene Kiwis für M.
  • 18:00 Uhr gemeinsames Essen: 2 Honigmangos mit Beinwell für mich; 1 Honigmango mit Lein-Sesam-Kräckern & danach Schokoladeneis mit 4 Brownies, Beinwellblüten für M.

Die Distelmilch am Vormittag war offenbar sehr sättigend, da M. selbst mittags noch kaum Hunger hatte. Normalerweise holt sie sich den Vormittag über mindestens stündlich irgendwelche Früchte, Kerne oder Trockenfrüchte.

Normalesser

Thursday, June 17th, 2010

Als mir vor einiger Zeit mal der Ausdruck “Normalesser” (gemeint als Gegensatz zu uns Rohköstlern) herausrutschte, hakte meine Tochter sofort ein und meinte “Aber wir essen doch normal!”. Wobei ich ihr gern zustimme – normal im Sinne von “natürlich” ist gewiss die Rohkost & nicht das Essen von erhitzten und von der Lebensmittelindustrie “verarbeiteten” Nahrungsmitteln. Dennoch sind hierzulande wir die, die “anders” essen. So anders, dass meine Beschreibungen unseres Essens der letzten Tage offenbar bei manchem Sorgen hinsichtlich Essstörungen und Unterernährung verursacht haben.

Zunächst einmal: mit ausschließlicher Rohkost braucht der Körper (zumindest nach einer gewissen Zeit) bei weitem nicht die Mengen, die ein Kochköstler benötigt. Was in Anbetracht des Nährwertes, des Gehalts an wertvollen Inhaltsstoffen (Vitaminen, Mineralien, Enzymen) offensichtlich ist – beim Kochen wird soviel davon zerstört, dass zur halbwegs ausreichenden Versorgung des Körpers eben viel mehr gegessen werden muss. Ganz zu schweigen von all den künstlichen Nahrungsmittel, Zusatzstoffen etc, mit denen der menschliche Körper überhaupt nichts anfangen kann. So ist er nach dem Essen zwar voll, verlangt aber noch immer nach Nährstoffen & meldet diesen Bedarf durch baldige neue Hungergefühle.

Wobei die Zusammenstellung der rohköstlichen Ernährung, die richtige Auswahl der Nahrungsmittel, natürlich durchaus eine Rolle spielt. Ganz wichtig ist es, genug Grünes zu essen – am allerbesten & wann immer möglich: Wildkräuter! Wildkräuter sind das absolute “Superfood”: sie enthalten weitaus mehr Vitalstoffe als jede Kulturpflanze. Vitamine, Mineralstoffe, Spuenelemente, Chlorophyll, Ballaststoffe, Enzyme, Aminosäuren in perfekter Ausgewogenheit. Das Chlorophyll in den grünen Blättern ist sozusagen essbares Sonnenlicht und entspricht in der Zusammensetzung dem Hämoglobin unseres Blutes und wirkt somit direkt blutbildend, stark entgiftend und vitalisierend. (Genaueres zum Wert der Wildkräuter z. B. hier). Und sie machen wirklich satt! Andere wichtige Komponenten sind sonnengereifte, chemiefrei (Tropen-)früchte & Fettfrüchte. Darüber & zur Abhängigkeit der “richtigen” Zusammenstellung vom individuellen Bedarf habe ich an anderer Stelle schon einmal geschrieben.

Es besteht außerdem, was den Nährwert & auch den Sättigungseffekt angeht, ein großer Unterschied zwischen den in unseren Menüs genannten rohen “Naschereien”, wie z. B. Brownies, und deren Kochkost-Pendants. Ein gebackener Brownie enthält jede Menge tote Kalorien, sättigt aber kaum & nährt den Körper schon gar nicht. Ein roher Brownie besteht aus Mandeln, Datteln und Carob, enthält somit eine Menge Nährstoffe & macht satt! Mit einer Portion Pistazieneis isst meine Tochter ca. 2 Bananen, 1/2 Avocado, 1-2 Handvoll Pistazien & 1 Handvoll Wildkräuter – weit entfernt von einer zu spärlichen Portion, oder?

Im nächsten Beitrag erfahrt ihr noch mehr über unsere Essgewohnheiten – wie/wann/was/wieviel wir essen: für die, die es ganz genau wissen wollen.

Distelsaison

Thursday, June 17th, 2010

Beim Spazierengehen vor ein paar Tagen hat meine Tochter sie entdeckt: die Disteln. Schön groß jetzt schon, ziemlich pieksig auch … aber sie war neugierig und so haben wir – mit einer Schere* – ein paar Pflanzen geerntet und zuhause mithilfe des Blenders verarbeitet. Mandelmilch mit Disteln – sehr nahrhaft, gesund sowieso und so lecker, dass sie sie z. Zt. täglich trinkt:

Distelmilch

Und so geht’s:

  • 1-2 TL Mandelmus (oder gemahlene Mandeln/Aprikosenkerne),
  • 2 entkernte, eingeweichte Deglet-Datteln incl. Einweichwasser,
  • 1 reife Banane,
  • 1 kleines Glas Wasser,
  • 1 HV Distelblätter

Alles im Blender zu einem Getränk vermixen. Je nachdem, wie dick- oder dünnflüssig ihr die Milch haben wollt, könnt ihr einfach mehr oder weniger Wasser nehmen.

Ihr ahnt es schon: ich selbst bevorzuge die Disteln pur & unverarbeitet. Natürlich lassen sie sich auch so essen – trotz der Stacheln. Wie das geht? So wie die Igel Liebe machen … gaaaaaaanz vorsichtig ;) Die Blätter vorsichtig abzupfen, bissel zusammenrollen (oder in andere Blätter einwickeln) und dann mit den Schneidezähnen drauflosknabbern.

*Schere, Taschenmesser und ein paar Tüten habe ich auf Ausflügen immer in der Tasche – für Wildkräuter und andere Schätze.