Da hier einige Nachfragen kamen, wie es denn genauer ausschaut mit unseren Essgewohnheiten – wer wann was & wieviel isst, ob wir überhaupt nicht gemeinsam essen usw – versuch ich heute noch mal anhand eines Beispieltags, etwas genauer zu beschreiben, wie denn der Ernährungsalltag mit rohen & nicht-rohen Menschen unterschiedlichen Alters so aussehen kann.
Wir leben hier zu dritt, und wir essen jedeR, wenn er/sie hungrig ist. Und dann das, worauf Appetit besteht (aus dem vorhandenen Angebot). Ich beschreibe im Folgenden mal, wie das bei mir und meiner 5jährigen Tochter M. genauer ausschaut. Unser 14jähriger hier ist kein Rohköstler; wenn ich ihm mundgerecht geschnittenes Obst oder Gemüse, Nüsse oder auch mal das leckere rohe Booja-Booja-Eis vor die Nase stelle, futtert er das gern. Ansonsten versorgt er sich überwiegend selbst & isst nur höchst selten mit uns zusammen. An rohe Zubereitungen mag er sich überhaupt nicht heranwagen.
M. und ich essen normalerweise mehrmals täglich zusammen & dabei sehr häufig, aber nicht immer, zumindest teilweise das gleiche. M. isst viel öfter als ich, so dass sie also darüberhinaus mehrmals täglich allein etwas isst – meist nimmt sie sich selbst etwas, manchmal bereite ich etwas für sie zu. Manchmal fragt sie nach zubereiteten Sachen, wie Smoothies, Cremes, schön angerichtetem Essen (Bananenschlange oder ähnliches), manchmal biete ich sie ihr an, z. B. wenn sie Hunger hat & nichts findet, was sie möchte. Oder wenn ich etwas ausprobieren will
Grüne Smoothies auch gern, wenn sie zuwenig Grünes pur gegessen hat.

Hier liegen immer eine Menge unterschiedlicher Früchte herum (z. Zt. Bananen, Kiwis, Pfirsiche, Äpfel, Erdbeeren, Tomaten, Ananas, pakistanische Honigmangos, Melone, Tamarinde), mit denen sich die Kinder jederzeit bedienen können. Der Kühlschrank mit dem Gemüsefach, Grünzeug sowie Datteln, Nüssen, vorbereiteten Naschereien und der Küchenschrank mit unseren Vorräten an Kernen & Trockenfrüchte sind ebenfalls für alle gut erreichbar.
Gestern sah das z. B. so aus: (die Gewichtsangaben sind geschätzt)
- 9:00 Uhr gemeinsames Frühstück: Wassermelone, gut 1kg für uns beide. + 1 Nektarine für M.
- 10:00 Uhr für M.: ca. 0,25l Distelmilch
- 12:00 Uhr: 1/3 Melone Futuro für M.; 1 Kochbanane, 1/2 HV Stücke reifer Kokosnuss, mehrere HV Melde für mich – wir haben zwar ungefähr gleichzeitig gegessen, aber während ich mich dazu hinaus in die Sonne gesetzt habe, wollte M. lieber drinnen essen. Sie war aber schnell satt & hat mir dann draußen Gesellschaft geleistet.
- 14:00 Uhr für M.: Distelplätzchen (aus Buchweizen, Datteln, Disteln), 6 oder 7 Stück
- 15:30 Uhr gemeinsames Picknick am See: 1 Apfel für mich; 1 Apfel & 2 goldene Kiwis für M.
- 18:00 Uhr gemeinsames Essen: 2 Honigmangos mit Beinwell für mich; 1 Honigmango mit Lein-Sesam-Kräckern & danach Schokoladeneis mit 4 Brownies, Beinwellblüten für M.
Die Distelmilch am Vormittag war offenbar sehr sättigend, da M. selbst mittags noch kaum Hunger hatte. Normalerweise holt sie sich den Vormittag über mindestens stündlich irgendwelche Früchte, Kerne oder Trockenfrüchte.

Da hier einige Nachfragen kamen, wie es denn genauer ausschaut mit unseren Essgewohnheiten - wer wann was & wieviel isst, ob wir überhaupt nicht gemeinsam essen usw - versuch ich heute noch mal anhand eines Beispieltags, etwas genauer zu beschreiben, wie denn der Ernährungsalltag mit rohen & nicht-rohen Menschen unterschiedlichen Alters so aussehen kann. ...