Im Laufe meiner Rohkostzeit ist in mir der Wunsch, mich selbst, autark, mit Nahrung versorgen zu können, stetig gewachsen. Nicht absolut unabhängig vom Rest der Welt, sondern gern in Gemeinschaft, Zusammenarbeit, Tausch mit anderen Menschen. Aber eben unabhängig von Läden, Märkten, Früchteversendern. Der Traum vom freien, autarken Leben … wie ihn viele von uns träumen. Bevorzugt in den Tropen oder zumindest einem Klima, in dem Mangos, Papayas & Co wachsen
Nun, soweit ist es noch nicht. Auch von der Selbstversorgung hier bin ich weit entfernt. Aber immerhin näher dran als zu Kochkostzeiten!
- Zu allererst: es gibt soooo viele essbare Wildpflanzen & es sind auch fast überall welche zu finden. Selbst hier in der Großstadt! Brennesseln, Giersch, Löwenzahn, Beifuß, Beinwell, Melde, Gänseblümchen, Sauerampfer, Sauerklee, Wegerich, Franzosenkraut, Vogelmiere, Knoblauchrauke, Malve. Um nur einige zu nennen. Blätter von Linden, Buchen, Weißdorn. Im Herbst dann die Beeren von Weißdorn, Eibe, Hagebutten, Sanddorn. An der Küste noch dazu die Algen.
- Im Sommer & Herbst sind außerdem viele Früchte – Walderdbeeren, Kirschen, Brombeeren, Himbeeren, Mirabellen, Äpfel, Maronen, Nüsse – zu finden, die für alle zur Verfügung stehen. (siehe auch meinen Post “Mundraub“)
- Im letzten Sommer habe ich begonnen, in meinem kleinen Garten ein wenig anzubauen. Feldsalat & Spinat habe ich ausgesät. Wilden Heinrich, Brennesseln, Melde, Borretsch auch. Und ein paar Beinwellpflanzen habe ich eingesetzt. Leider ist der Boden hier von sehr schlechter Qualität & es wächst nicht so recht. Aber ich lerne auf jeden Fall eine Menge bei meinen Versuchen.
- Auch im Haus keimt und/oder wächst eigentlich ständig irgendwas. Wir haben schon Pflanzen aus allen möglichen Kernen gezogen – Jackfrucht, Avocado, Dattel. Naja, das fällt aber auch eher in die Kategorie “Experimente” oder “Lern-(Spaß-)Projekte”, denn die Pflanzen überleben dank des Klimas hier leider nie lange.
- Im Tausch für Autofahrten und ähnliches habe ich im Winter ab und an frische Salate aus meiner Lieblings-Demeter-Gärtnerei bekommen.
Momentan habe ich eine kleine Tomatenplantage auf der Küchenfensterbank. Vier verschiedene Sorten wachsen dort vor sich hin, bis sie Ende Mai dann nach draußen dürfen – ich bin gespannt, ob wir diesen Sommer wohl unsere ersten eigenen Tomaten ernten werden!

Honig von Mexiko, Besser, Rosamunde & Schwarze Krim







